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Warum Israel? Das Buch

Author Isabel Kükenshöner
Veröffentlicht Juli 3, 2026
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Israel muss nicht kompliziert sein.

Ich meine, es ist komplex. Aber es ist auch einfach. Weil Gott sich nicht verändert. Und Er hat viel über Israel gesagt.

Wenn wir Gottes Charakter als den eines liebenden Vaters, eines sehnsüchtigen Bräutigams und eines treuen Ehemannes verstehen, können wir uns leicht vorstellen, wie Gott Israel sieht.

Vielleicht hast du in deinem eigenen Leben noch keine solche Fürsorge oder Treue erlebt. Vielleicht haben dir deine Nächsten keine Beständigkeit und Geborgenheit vermittelt. In diesem Fall könntest du entdecken, wie wunderbar diese Eigenschaften sind, wenn du in der Bibel über Gott liest. Gott hat diese Rollen gegenüber Israel in vollkommener Weise verkörpert. Und Er tat dies, um zu zeigen, wie sehr Er sich wünscht, dasselbe auch mit dir zu tun!

Israel ist mehr als nur eine Schlagzeile. Es ist die Bühne für Gottes sich entfaltende Liebesgeschichte mit der Menschheit. Vom Bund mit Abraham über den Heilsplan bis hin zum modernen Wunder der Rückkehr des jüdischen Volkes in seine Heimat – die Frage „Warum Israel?“ ist nicht nur theologischer Natur.
Sie ist zutiefst persönlich. 

Beginnen wir also damit, euch die Autoren des Buches „Warum Israel?“ („Why Israel?“) vorzustellen.


Es war einmal

Kobi und Chip haben dieses Buch geschrieben – und es ist einfach großartig! Tatsächlich kommt es nicht selten vor, dass Leute ein Exemplar kaufen, nach Hause gehen, es lesen und noch am selben Tag zurückkommen, um zehn weitere zu kaufen. Manchmal geben sie sogar eine Bestellung für alle Familienmitglieder oder Mitarbeiter auf. So gut ist es.

Ich könnte technische Gründe nennen, warum es den Leuten so gut gefällt, zum Beispiel weil das Layout so leserfreundlich ist. Aber zuerst möchte ich erklären, warum die Botschaft des Buches so klar ist.

Kobi und Chip sind zugleich Insider und Outsider. Beide haben einen Großteil ihres Lebens in Israel und im Ausland verbracht – und wissen daher, wie es sich anfühlt, von innen nach außen und von außen nach innen zu blicken.   

Kobi

Vor 28 Jahren besuchte Kobi (damals 25) zum ersten Mal Israel. Er hatte meine Eltern bereits kennengelernt. Wir wussten, dass wir heiraten und unser Leben in Israel verbringen würden. Aber er war zuvor noch nie dort gewesen, und es war wichtig, dass er verstand, worauf er sich einließ.

Ich sage gerne, Gott habe israelische Frauen schön geschaffen, damit sie auch geheiratet werden. Nennt es ein zweideutiges Kompliment oder eine geschickt verpackte Beleidigung. Es ist lustig, aber kein Witz. Ich habe schon viele Männer aus dem Ausland gesehen, die sich Hals über Kopf in eine einheimische Schönheit verliebt haben, ohne sich ganz bewusst zu sein, worauf sie sich einlassen. Israelische Frauen wachsen inmitten einer komplexen Mischung aus alten patriarchalischen Traditionen und modernen Vorstellungen von Selbstständigkeit und Frauenrechten auf. Sie werden dazu erzogen, Mutterschaft und Familie hochzuschätzen. Mit 18 bekommen sie dann Stiefel, eine Uniform und ein M16-Gewehr in die Hand gedrückt und werden irgendwo in der Wüste ins Ausbildungslager geschickt. Sie können sowohl zart als auch wild sein, was sie zu ganz besonderen Bräuten macht.

Seit siebenundzwanzig Jahren übersteht Kobi es mit einer Israelin verheiratet zu sein, und gemeinsam haben wir die israelische Bevölkerung um fünf neue Menschen bereichert. Unser Jüngster ist 10, und unsere Älteste, die 21 ist, wird diesen Sommer ihren Kampfeinsatz bei der israelischen Luftwaffe beenden. Kobis hautnahe und persönliche Erfahrungen mit dem Leben in Israel, kombiniert mit seinem Hintergrund in theologischen Studien, machen ihn zum perfekten Co-Autor für ein Buch wie „Why Israel?“ (Warum Israel?).

Kobi erklärt es am besten so:
„Als ich Römer 11 zum ersten Mal las, hat mich das umgehauen. Paulus ist nicht sanft – er ist direkt. Er sagt den gläubigen Heiden, sie sollen nicht arrogant werden. ‚Ihr seid eingepfropft‘, sagt er, ‚ihr ersetzt den Baum nicht, sondern werdet ein Teil von ihm.‘ Das hat für mich alles verändert. Die Kirche ist kein Plan B. Sie ist Teil von Gottes ursprünglichem Plan, gemeinsam mit und durch Israel.“

Manche Menschen glauben, dass jemand, der sich für Israel einsetzt, der Kirche den Rücken kehrt. Das ist keineswegs der Fall. Es ist alles Teil einer einzigen Geschichte. Ein Gott. Ein Plan, der sich entfaltet. Wenn die Kirche ihre jüdischen Wurzeln ehrt, wird sie stärker. Und wenn Israel die Liebe Jeschuas durch die weltweite Kirche erkennt, werden wir sehen, wie sich ihr Herz öffnet.

Gott ersetzt Sein Volk nicht, wenn es strauchelt – Er erlöst es. Das ist das Evangelium, und Israel ist der lebende Beweis dafür.“

Chip


Chip und ich waren beide Teenager, als er mit seiner Familie in Jerusalem lebte. Ich wohnte in Tel Aviv und kam gelegentlich zu seiner Jugendgruppe, weil es in meiner Gegend keine gab. Wir standen uns nicht besonders nahe. Chip war ein paar Jahre älter – ein sehr lebhafter Typ, der immer im Mittelpunkt stand, und ich war eher der Typ, der sich ganz in Schwarz kleidete und in der Ecke vor sich hin brütete. Aber rückblickend bewunderte ich, wie er sich von ganzem Herzen dafür einsetzte, Gott nachzufolgen. Das war besonders wichtig, weil ihm immer eine Schar von Teenagern folgte.

Chip zog schließlich nach Großbritannien, um mit einer reizenden Britin, die sein Herz erobert hatte, eine Familie zu gründen. Vor etwa zehn Jahren begannen wir ein Gespräch darüber, wie anfällig junge Menschen für weltliche Narrative sind, weil sie sich nicht regelmäßig selbst mit der Heiligen Schrift beschäftigen. Dies erklärte auch, warum sie den biblischen Zusammenhang zwischen Israel und ihrem Glauben nicht verstanden – und häufig gegen Israel beeinflusst wurden.

Chip wollte unbedingt, dass sich dies ändert – und so schloss er sich Maoz an und setzt sich nun gemeinsam mit uns weltweit für ein biblisches Verständnis von Israel ein.

Obwohl er inzwischen Ende 40 ist, strotzt er noch immer vor Energie, genau wie mit 17. Man könnte sagen, Chip ist nie erwachsen geworden. Und vielleicht ist es gut so, denn er hat nach wie vor eine riesige Anhängerschaft unter jungen Menschen – und genau diese Zielgruppe müssen wir erreichen.

Chip erklärt das etwas genauer:
„Als ich 12 war, zog meine Familie von den Vereinigten Staaten nach Israel. Es war ein Wirbelwind – neue Gerüche, ein neues Tempo, eine neue Kultur, eine neue Sprache. Aber eine der seltsamsten Umstellungen betraf einen Bereich, von dem ich dachte, er würde mir vertraut vorkommen: den Gottesdienst. In den Staaten war ich damit aufgewachsen, all die Klassiker zu singen: ‚Jesus, Lover of My Soul‘ (Jesus, Liebe meines Lebens), ‚No Other Name‘ (Kein anderer Name) und ‚Holy and Anointed One‘ (Heilig und gesalbt bist Du). In Israel war der Name ‚Jesus‘ durch ‚Yeshua‘ ersetzt worden. Nun wusste ich, dass Yeshua sein hebräischer Name war. Ich verstand das – rein intellektuell. Aber es laut gesungen zu hören, fühlte sich … anders an. Fast so, als würde ich zu jemand anderem singen. Meine Seele und meine Theologie gerieten miteinander in Konflikt – und das war verwirrend.

Dieses Unbehagen hat mich etwas gelehrt: Wenn Gott uns einlädt, tiefer in Seine Geschichte einzutauchen, berührt das oft etwas Heiliges – und das kann sich zunächst seltsam anfühlen. Genau so fühlen sich viele Menschen, wenn sie anfangen, Fragen zu Israel zu stellen. Wenn du dich herausgefordert fühlst, ist das in Ordnung. Manchmal ist das, was sich seltsam anfühlt, eigentlich eine Einladung, tiefer einzutauchen. Israel ist wichtig – nicht, weil die Menschen dort perfekt sind, sondern weil Gott treu ist. Er hat Verheißungen gegeben, und Er steht zu ihnen. Und Er lädt uns – Juden und Nichtjuden – in dieselbe Erlösungsgeschichte ein. Nicht aus Schuldgefühl. Nicht aus Hype. Sondern aus Liebe.“

Das Buch „Why Israel?“ geht auf Themen wie diese ein:

• Woher stammt die Ersatztheologie?
In den ersten Jahrhunderten wurden die nichtjüdischen Gläubigen zahlreicher als die jüdischen. Im Laufe der Zeit distanzierten sich einige Kirchenführer von allem, was ihnen zu „jüdisch“ erschien, und die Ersatztheologie setzte sich durch und legte damit den Grundstein für jahrhundertelangen christlichen Antisemitismus. Heute tritt sie oft in subtileren Formen auf – in Predigten, die Israel ausklammern, in Lobpreistexten, die den jüdischen Kontext der Heiligen Schrift ausblenden, oder in Schweigen, wann immer Israel erwähnt wird. Aber wenn wir glauben, dass Gott Seine Verheißungen an Israel gebrochen hat, warum sollten wir dann glauben, dass Er Seine Verheißungen an uns halten wird?

• Ich glaube nicht an die Ersatztheologie, aber ich finde Israel einfach nicht interessant oder relevant für mein Leben.

• Israel ist von feindlichen Nationen umgeben. Ist es ein sicherer Ort?
Israel dürfte eigentlich gar nicht existieren – doch es existiert. Es hätte eigentlich nicht überleben dürfen – doch es hat überlebt. Es dürfte eigentlich nicht mehr bestehen – doch es besteht. Es geht nicht nur um militärische Macht; es geht um einen Bund. Gott hat Israel nie versprochen, dass es keine Feinde haben würde, aber Er hat versprochen, dass es nicht vernichtet werden würde. Und in jeder Generation, auch in unserer, hat Er Sein Wort gehalten.

•    Ich verstehe Israel nicht. Ist es in Ordnung, wenn ich mich einfach auf Jesus konzentriere?

• Was ist mit den Palästinensern?
Das palästinensische Anliegen findet weltweit enorme Beachtung, die oft von politischen Interessen und emotional aufgeladener Sprache geprägt ist. Wahre christliche Liebe interessiert sich zutiefst für jeden Menschen, doch Liebe muss in der Wahrheit verankert bleiben. Mitgefühl wird durch Klarheit nicht beeinträchtigt, und Klarheit sollte Mitgefühl niemals außer Kraft setzen.

• Verstehen sich jüdische und arabische Gläubige in Israel?
Gottes Bund mit Israel ist unwiderruflich. Israel zu lieben bedeutet nicht, andere zu ignorieren; wahres Mitgefühl im Sinne des Reiches Gottes bietet Platz für alle. Jüdische und arabische Gläubige dienen tatsächlich gemeinsam, und das ist ein unglaubliches Zeugnis für Gottes Größe.
Jedes Mal, wenn du zum Bösen sagst: „Das ist nicht in Ordnung“, drängst du die Dunkelheit ein kleines bisschen weiter zurück. Israel zu segnen ist nicht nur ein Moment – es ist eine Lebenseinstellung. Es beeinflusst, wie du lebst.

Das gesamte Buch lässt sich in einem Rutsch lesen – in etwa anderthalb Stunden. Das Layout macht Spaß und die Informationen sind gut portioniert. Das Ergebnis ist Klarheit.

Gottes Recht zu wählen

Israel ist in der Bibel allgegenwärtig, von Anfang bis Ende. Vom ersten Buch Mose bis zu den Propheten und von den Evangelien bis zur Offenbarung. Warum also wird Israel in so vielen Kirchen auf eine Fußnote reduziert oder gänzlich ausgeklammert?

Ich habe „Game of Thrones“ nie gesehen und empfehle die Serie auch nicht. Aber ich erinnere mich an ein Video, das jemand aus Spaß gepostet hatte und behauptete, er habe alle unmoralischen und gewalttätigen Szenen aus der Serie herausgeschnitten, damit Christen die Kernhandlung genießen könnten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Das Video war weniger als eine Minute lang und zeigte zu Beginn eine Eingangsszene, in der jemand auf einem Pferd auf ein Schloss zureitet. Dann folgte ein Schnitt zur vermeintlichen Schlussszene der Serie – jemand winkte zum Abschied, während er in den Nebel davonritt.

Worum geht es? Das zügellose Leben der Machtgierigen ist der Kern dieser Fernsehserie. Ohne sie gäbe es keine Handlung.

In ähnlicher Weise: Wenn Christen Israel aus ihrem Glauben ausklammern, eliminieren sie damit die gesamte Geschichte der Erlösung. Dann gibt es keine Bibel. Es gibt keinen Neuen Bund. Es gibt kein Kind in einer Krippe. Also auch kein Weihnachten und keinen Auferstehungstag. Kein Pfingstfest. Keine Apostel, die den Heiden die Frohe Botschaft verkünden. Wie können wir Israel aus der Gleichung streichen, wenn doch gerade die Reise Israels von der Finsternis zum Licht die Geschichte ist?

Manche mögen fragen: „Warum sollte Gott gerade ein so eigensinniges Volk, das immer wieder sündigt, auswählen, um Ihn zu vertreten?“

Nicht, dass Gott der Welt eine Erklärung für Seine Entscheidungen schuldig wäre. Es war Seine Entscheidung, sie auszuwählen.

Aber Er hat in 1. Samuel 12,22 erklärt, dass Seine Verpflichtung, zu ihnen zu stehen, eine Verpflichtung gegenüber Seinem Namen ist. „Der HERR aber wird um seines großen Namens willen Sein Volk nicht verstoßen …“.

Anscheinend mag Gott Herausforderungen. Und Gott ändert sich nicht. Möglicherweise hielt Er es also auch für eine lohnende Herausforderung, dich auszuwählen!

 „Wenn man mit den Leuten über Israel spricht, bekommt man wahrscheinlich die unterschiedlichsten Reaktionen, die von Neugier bis hin zu Verwirrung reichen.
Das wirft die Frage auf: Wo kann man die wahre Geschichte Israels entdecken – seinen Platz in der Geschichte, seine Rolle im aktuellen Geschehen und vor allem seine Bedeutung in Gottes Plänen, sowohl heute als auch für alle Ewigkeit? Die beste Quelle, die ich gefunden habe, ist „Why Israel?“

Stan Jantz, 
Bestsellerautor und globaler Botschafter der Fernsehserie „The Chosen“

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