Maoz Israel Bericht Juni, 2020

David der Psalmist

Lisa Stewart wurde nicht in eine faule Familie geboren. Ihre beiden Großeltern kannten jeweils etwa ein Dutzend Sprachen, und ihr Großvater war ein Spion für die Revolution gegen den Zaren in Russland.


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Shani Ferguson
Durch Shani Ferguson

Lisa Stewart wurde nicht in eine faule Familie geboren. Ihre beiden Großeltern kannten jeweils etwa ein Dutzend Sprachen, und ihr Großvater war ein Spion für die Revolution gegen den Zaren in Russland. Er wollte, dass Russland ein demokratisches Land wird, wurde aber vom zaristischen Regime gefangen genommen und nach Sibirien verbannt. Lisa kannte eigentlich nie den wirklichen Namen ihres Großvaters, da man über ihn immer nur mit seinem Untergrund-Pseudonym sprach. Obwohl ihre Großeltern ihren Traum von einem demokratischen Russland nie erlebten, erhielten sie schließlich 1921 die Erlaubnis, in die USA zu ziehen, und kamen gerade rechtzeitig zur Geburt von Lisas Mutter drei Tage später an.

Lisa wuchs als Amerikanerin in zweiter Generation auf, aber ihre russisch-jüdischen Wurzeln blieben in ihrer Erziehung offensichtlich – besonders, wenn es um die Bedeutung einer guten Ausbildung ging. Die beste Schule in ihrer Stadt Michigan war eine lutherische Schule – und so ging sie, obwohl sie Jüdin war, auf eine lutherische Schule. Schon in frühester Kindheit hatte Lisa eine tiefe Sehnsucht danach zu wissen, ob es einen Gott gibt. Doch trotz ihrer Neugierde war sie nie mit den Antworten der lutherischen Geistlichen an ihrer Schule zufrieden. So blieben die Fragen unbeantwortet.

Lisa kam genau zum Zeitpunkt der desillusionieren und rebellischen Universitätsszene der 1960er Jahre aufs College. Auf der Suche nach spiritueller Wahrheit akzeptierte sie alles, was ihr über den Weg lief. “Ich weiß, dass Gott seine Hand über mir hatte”, sagte sie. “Ich experimentierte mit all den dunklen Praktiken und nahm alle möglichen psychedelischen Drogen. Aus irgendeinem Grund ließen mich meine Freunde – die alle selbst auf harten Drogen waren – nicht das harte Zeug nehmen. Es dauerte nicht lange, bis all diese Freunde entweder im Gefängnis saßen oder tot waren.”

Schließlich wurde sie der Szene überdrüssig und beschloss, dass sie das Leben eines Einsiedlers vorzog. Die Freundin einer Familie, die sie kannte, besaß 120 Hektar im Olympic National Forest im Bundesstaat Washington, auf denen eine alte Hütte stand. Sie willigte ein, das gesamte Grundstück und die Hütte für 1 Dollar pro Jahr an Lisa zu vermieten. So verbrachte Lisa ihre Zeit damit, die Hütte herzurichten und an einem 50 Meilen entfernten College auf einen Abschluss hinzuarbeiten.

Von der Hütte aus war der nächste Hinweis auf Zivilisation eine einsame Tankstelle etwa fünf Meilen entfernt, wohin Lisa oft zu Fuß ging. Es war ein perfektes, tröstliches Leben, bis auf eine Nacht, in der ein Mann, der sie ein paar Tage zuvor mitgenommen hatte, betrunken an ihrer Hütte vorbeikam und versuchte einzubrechen. Danach schlief sie mit einer Pistole unter dem Kopfkissen. Aber es sollte sich als der einzige “Zwischenfall” herausstellen, den sie je hatte.

Das Sappho Café, in dem sich David und Lisa Loden trafen. (Credit: Forks Forum Archives)

David

David Loden stammte ebenfalls aus Michigan, allerdings kümmerte sich seine Familie wenig um Politik und war seit vielen Generationen Bauern. Man könnte sagen, dass der Name David treffend gewählt war, denn alles, was ihn als Kind interessierte, war die Musik. Er studierte Klavier, trat einem Knabenchor bei und begann mit 8 Jahren Musik zu schreiben – inspiriert von Komponisten wie Bach. Er war nicht religiös, aber er liebte den gewaltigen Klang von Chören. Seine Familie zog schließlich nach Kalifornien, wo er einen anderen Chor fand, dem er sich anschloss und dessen Dirigent er im Alter von 16 Jahren wurde. Mit 19 Jahren studierte er bereits Oper und schaffte es innerhalb weniger Jahre bis zum Broadway.

Vom Komponisten zum Schauspieler, vom Opernsänger zum Lichtdesigner: Davids Talent, sein Können und seine Vielseitigkeit brachten ihm die Rolle des Bühnenmanagers und schließlich die des Produktionsdirektors für das Joffrey Ballett in den gesamten USA ein. Als Teil seiner Arbeit landete er für mehrere Monate in Seattle. Da er eine Pause vom stressigen Arbeitsalltag in Seattle brauchte, beschlossen David und einer seiner Freunde, eine Woche lang im Olympic National Forest zu zelten. Sie aßen eine Woche lang Fisch aus dem Fluss, bis sie beschlossen, dass es Zeit für einen guten altmodischen Burger war. So kam es, dass sie bei einer Tankstelle mitten im Nirgendwo landeten und rein gingen.

An einer abgeschiedenen Tankstelle, an der stämmige Männer zum Mittagessen vorbeikamen, erwarteten sie alles andere als eine junge Frau, die an einem mit College-Büchern überladenen Tisch sitzt.

Lisa die Liebliche

Als Lisa von ihren Büchern aufblickte, und dabei zwei junge Männer hereinkommen sah, fühlte sie sich sofort zu einem von ihnen hingezogen. Sie begannen ein Gespräch, und dann fragte sie die beiden, ob sie in Richtung ihrer Hütte unterwegs seien, aber sie erklärten, dass sie in die entgegengesetzte Richtung fuhren. Doch wenige Minuten nachdem sie aufgebrochen waren, wendete David sein Auto und beschloss, sie nach Hause zu fahren. Lisa glaubte nicht an Gott, aber als sie sich verabschiedeten, wusste sie, dass Gott sie dazu bestimmt hatte, mit demjenigen zusammen zu sein, von dem sie erfahren hatte, dass er David hieß.

David sagte Lisa, er müsse den Vertrag mit dem Ballett für jenes Jahr abschließen, aber sobald er das getan habe, werde er zurückkommen. David kehrte nach New York zurück, um seinen Vertrag mit dem Ballett zu beenden, aber er musste immer wieder an Lisa denken.

Er war nicht der ‚Briefeschreibertyp‘ und merkte, dass er nicht einmal Lisas Nachnamen kannte. Aber in den sechs Monaten, die ihm noch blieben, schrieb er ihr drei Briefe, die einfach an Lisa die Liebliche, Sappho, Washington, adressiert waren. Sie erhielt die Briefe.

Als David nach Washington zurückkehrte, erkannten er und Lisa recht bald die tiefe Verbundenheit, die sie füreinander empfanden, und fuhren in ihre Universitätsstadt, um eine Heiratsurkunde zu erhalten. Lisa kannte einen Freund, einen Geistlichen der Scientology, der sich bereit erklärte, die Trauung vorzunehmen und die Urkunde zu unterzeichnen. David, der sich damals für Astrologie interessierte, berechnete, dass sie entsprechend ihren Geburtstagen um 7:00 Uhr morgens heiraten mussten. Aber als die Uhr an ihrem Hochzeitstag fast auf 7:00 Uhr morgens stand, war der Geistliche noch nicht angekommen. Um ihre Sternstunde nicht zu verpassen, trommelten David und Lisa ein paar benachbarte Hippies als Trauzeugen zusammen und verheirateten sich selbst. Der Geistliche traf schließlich ein und unterzeichnete die Papiere, um das Ganze rechtlich zu besiegeln.

David und Lisa wohnten in der kleinen Hütte, und David arbeitete in der örtlichen Holzfabrik. Die Holzfäller interessierten sich nicht für Hippies, aber David merkte, dass der Manager der Fabrik, Merle, eine Ausnahme war. Bei ihm waren immer wieder Hippies zu Besuch, und seine Frau kochte und bewirtete ständig seine Gäste. “Warum sind Sie anders als all die anderen Holzfäller hier?” fragte ihn David schließlich eines Tages. Merle erklärte, es sei wegen Jesus. Er war ein Christ und das ist es, was die Christen tun. Wochenlang verbrachten sie nach der Arbeit viele Stunden am Tag damit, über Glauben und Wahrheit zu sprechen. Er hatte viele Antworten auf Davids Fragen, aber es war Merles Lebensstil, der David glauben ließ, er könne ihm vertrauen. David begann, seine Kirche zu besuchen, und eines Tages kam er nach Hause und erzählte Lisa, dass er sein Leben dem Herrn übergeben hatte.

Es wäre nicht angebracht, Lisas erste Antwort in einem familienfreundlichen Artikel wie diesem zu erwähnen. Sie hatte Religionen studiert und kam zu dem Schluss, dass Jesus eine Farce sei. In ihrer Vorstellung hatte David die oberflächliche, materialistische und heuchlerische Kirchenwelt angenommen, die sie inzwischen so sehr verabscheute – und sie war wütend. Während der folgenden Wochen stritten die beiden viel, doch alles andere, was sie bis dahin versucht hatte, funktionierte auch nicht, wie sie zugeben musste. Davids friedvolle Haltung, während er auf viele ihrer Fragen antwortete, war sowohl verblüffend, als auch irritierend. Deshalb bestand Lisa darauf, David bei seinem Besuch bei Merle zu begleiten – und sei es auch nur, um zu beweisen, wie sehr David sich geirrt hatte.

Am Ende waren es jedoch nicht die Antworten auf ihre Fragen, die sie in den Bann zogen, es war die tiefe Liebe, die Merle und seine Familie ausstrahlten, die sie faszinierte. Das und die Frage, die er ihr stellte: “Warum gibst du Jesus nicht die gleiche Chance, die du allen anderen Religionen gegeben hast, die du ausprobiert hast?” Lisa glaubte es nicht, aber sie willigte ein, zu beten. Als sie das “Übergabegebet” gesprochen hatte, murmelte sie in einem Atemzug mit ‚In Jesu Namen‘ – ich gebe dir zwei Wochen”.

David und Lisa reisten die Westküste rauf und runter und haben ihre Lieder und Zeugnisse weitergegeben.

Lisa meinte es ernst. Wenn sie Jeschua von ihrer Liste der möglichen Wahrheiten streichen wollte, musste sie es ehrlich versuchen. Sie würde zwei Wochen lang ihr Bestes geben und Merles Anweisungen folgen, die Bibel zu lesen, zu beten und Zeit mit anderen Gläubigen zu verbringen. Sie erinnert sich: “Das Bibellesen und Beten war nicht besonders aufregend, aber der einfache Teil war die Begegnung mit anderen Gläubigen.”

Zwei Wochen später waren David und Lisa zusammen mit zwei anderen Ehepaaren, die sie zum Hören des Evangeliums mitbrachten, auf dem Weg zur Kirche. David und Lisa wussten, dass sie den Zehnten bringen sollten, hatten aber kein Geld. Sie hatten jedoch eine Kuh, und so beschlossen sie, den Zehnten von der Milch zu geben. Plötzlich platzte ihr Reifen, und der Lieferwagen überschlug sich dreimal die Böschung hinunter. Während Milch und Benzin überall hinflogen, hörte David Lisa schreien: “Jesus, hilf mir!” Aber als der Wagen endlich stehen blieb, war Lisa nicht mehr auf dem Sitz neben ihm. David, der selbst kopfüber hing, kroch heraus und fand sie unter dem Wagen begraben, wobei das volle Gewicht des Wagens ihren Unterkörper erdrückte. Ein paar Holzfäller, die auf dem Weg zu derselben Kirche waren und Zeugen des Unfalls wurden, eilten herbei und halfen, den Wagen von Lisa zu heben.

Lisa konnte sich nicht erinnern, nach Jeschua geschrien zu haben, aber sie fühlte weder Schmerzen noch ein Trauma aufgrund des Unfalls. Sie fühlte jedoch eine Präsenz und wusste in diesem Augenblick sofort, dass Jeschua und die Botschaft des Evangeliums real waren. Im Krankenhaus wurde Lisa mitgeteilt, dass sie drei Rippen, ihre Hüftpfanne und ihr Becken gebrochen hatte und etwa drei Monate lang in einem Gipsverband liegen würde. Ihre Freundin Judy, die sich zum Zeitpunkt des Sturzes ebenfalls im Transporter befand, würde ebenfalls eine lange Genesungszeit benötigen.

Als Merle hörte, was passiert war, nahm er alle Möbel aus seinem Essbereich heraus und brachte zwei Betten herein, damit sie sich um Lisa und Judy kümmern konnten. Sowohl Judy als auch ihr Freund, der ebenfalls im Wrack gewesen war, übergaben in dieser Zeit ihr Leben dem Herrn und wurden offiziell verheiratet, während Judy noch im Krankenhaus lag. Sie sind auch heute noch gläubig.

Etwa sechs Wochen nach der Bergung erfuhr David vom Thema des Untertauchens (Wassertaufe) und bat Merle, in Wasser untergetaucht zu werden. Lisa wollte nicht von dieser Erfahrung ausgeschlossen werden. Und da man nicht mit einem Gips ins Wasser gehen kann, entschied sie sich dafür, den Gips selbst zu entfernen und wurde ebenfalls untergetaucht. Das ist etwa 50 Jahre her, und sie hat nie wieder wegen ihren Verletzungen gelitten.

Kurze Zeit später, als sie einen Gottesdienst besuchten, predigte der Pastor eine Botschaft und sprach über Israel. Irgendwie begann dies in Lisa die Bedeutung ihres Jüdisch-Seins und ihres Glaubens an Jeschua zu wecken. David fühlte sich ebenfalls angesprochen und begann daraufhin, Musik aus der Bibel zu schreiben und zu komponieren. Drei Jahre lang reisten sie die Westküste und Kanada rauf und runter, spielten und sangen und gaben Zeugnis davon, was Gott für sie getan hatte. Das Reisen und der Dienst waren sehr erfüllend, aber David und Lisa konnten beide erkennen, wohin das führte. Sie wurden nach Israel berufen.

1973 besuchten sie ein Anbetungs-Camp in Kanada, wo Merv und Merla Watson einige der frühesten Formen von Anbetungsmusik spielten, die mit einem jüdischen Sound komponiert wurden. Sie trafen auch Shira Lindsay (bevor sie Ari Sorko-Ram heiratete), die sechs Jahre zuvor nach Israel gezogen war und viele hilfreiche Informationen über die Alijah (Einwanderung) nach Israel hatte. Daraufhin begannen David und Lisa ihren Alijah-Prozess von Kanada aus.

Als Merv und Merla im folgenden Jahr mit der Planung einer Musiktournee in Europa begannen, half David, aufgrund seiner Erfahrung bei der Planung solcher Veranstaltungen, bei der Organisation ihrer Reise. Etwa zu dieser Zeit wurden die Alijah-Papiere von David und Lisa genehmigt, so dass sie an der Tournee teilnahmen und von dort aus ein One-Way-Ticket nach Israel kauften.

David und Lisa leiten die Anbetung in der Gemeinde von Ari und Shira (im Hintergrund sitzend) in Herzliya.

Aufbruch nach Israel

Wie in Israel üblich, verlief nichts wie geplant. Das Aufnahmezentrum, das sie aufnehmen sollte, war zu voll, und so wurden David und Lisa mit einem Betrag von 80 Pfund pro Person in ein winziges Hotelzimmer gesteckt. Sie verbrachten ihre ersten beiden Jahre in Netanya, um Hebräisch zu lernen, und mieteten anschließend ein Haus am Stadtrand von Netanya, wohin auch Shira umziehen wollte.

Ungefähr zu dieser Zeit hatte Shira eine kurze Reise unternommen, um in Kalifornien über Israel zu sprechen. Dabei hatte sie Ari, einen Schauspieler, kennengelernt und ihn davon überzeugt, dass er als Jude, der an Jeschua glaubte, in Israel zu Hause sei. Trotz seines damaligen Erfolgs in Hollywood willigte er ein, es mit Israel zu versuchen, und innerhalb von sechs Monaten waren Ari und Shira verheiratet. Im selben Jahr gründeten sie Maoz Israel und zogen nach Netanya in der Nähe von David und Lisa. Beide begannen Kleingruppen in ihren Häusern zu halten.

Auf der Suche nach einem größeren Raum für eine weitere Hausgruppe hörten Ari und Shira von der Möglichkeit, ein Haus in Herzliya zu mieten – etwa 20 Minuten südlich von Netanya. Das Haus war geschlossen und vernachlässigt worden, da die Eigentümer mehrere Jahre zuvor ermordet worden waren. Die Situation sorgte für billige Miete, aber die Vorbereitung des schimmeligen Kellers für ihren neuen Treffpunkt war ein Liebesdienst.

Es herrschte große Begeisterung unter den Gläubigen vor Ort, die zu den Versammlungen zusammenkamen, und bald zählte das Herzliya-Haus etwa 70 Besucher. Ari und Shira stellten sich eine Gemeinde vor, deren Kultur und Sprache vollständig jüdisch war. Aber sie konnten nicht leugnen, dass der Gesang auf Hebräisch der am schwierigsten zu erfüllende Teil des Treffens war.

Erstens hatten sie nur sehr wenige Lieder zur Auswahl für eine Anbetung auf Hebräisch. Zweitens waren unter den Gläubigen, die damals in Israel lebten die meisten amerikanische Freiwillige und jüdische Neueinwanderer, die gerade die Grundlagen des Einkaufens von Lebensmitteln auf Hebräisch lernten. Es war also keine Überraschung, dass die Leidenschaft der Sorko-Rams für die Anbetung auf Hebräisch wenig Begeisterung auslöste. Die Anbetung mit Musik sollte eigentlich eine bewegende Erfahrung zwischen einem Menschen und Gott sein. Und nichts erstickte dieses intime Gefühl der Einwanderer so sehr wie das Singen seltsamer Worte mit den Kehllauten, die das Hebräische erfordert.

Ari und Shira erzählten den Lodens von ihren Schwierigkeiten, und diese willigten ein, ein ganzes Jahr lang bei ihnen die Anbetung zu übernehmen, um den Gemeindemitgliedern zu helfen, sich an die Idee zu gewöhnen. Dies war der Beginn der ersten geisterfüllten, Hebräisch sprechenden israelischen Gemeinde der Sorko-Rams. Im gleichen Zeitraum gründeten die Lodens ihre eigene messianische Gemeinde in Netanya.

David nutzt die Technik der damaligen Zeit zum Schreiben und Aufnehmen seiner Musik.

David der Psalmist

Die Vision die Anbetung auf Hebräisch zu machen war David nicht genug. Er gab sich auch nicht mit den übersetzten Versionen der düsteren englischen Hymnen zufrieden. Er begann, Lieder aus den hebräischen Schriften zu schreiben und sie an die Musik der Kultur um ihn herum anzupassen. Der Klang, dem er den Weg bereitete, setzte den feiernden Charakter der jüdischen Kultur frei. (Juden lieben es zu tanzen!) Interessanterweise war es genau zu dieser Zeit – als Juden begannen, auf Hebräisch anzubeten und zu feiern – dass Christen überall auf der Welt begannen, in ihren eigenen Gemeinden ebenfalls Lieder des Feierns zu übernehmen und sogar – oh Wunder – zu ihnen zu tanzen.

Obwohl David weiterhin Lobpreislieder schrieb, hat sein Herz seine erste Liebe zur klassischen Musik nie aufgegeben. Er wusste, dass es viele Israelis gab, die klassische Musik so sehr liebten wie er, und er war entschlossen, zu beweisen, dass die Bibel mit einem Symphonie-Orchester gepredigt werden kann. Auch diese Idee stieß zunächst auf Skepsis, aber Ari und Shira erkannten sofort ihren Wert. Maoz-Unterstützer stimmten dem zu und haben im Laufe der Jahre Zehntausende von Dollar für die Arbeit der Lodens gespendet.

David hat viele Stücke geschrieben und produziert, darunter eine ganze Oper, David und Bathsheba, um aufrichtige und wahre Buße zu verdeutlichen. Er produzierte auch das legendäre klassische Stück Messias von Händel auf Hebräisch. Im Kern ist Händels Messias eine zweistündige Präsentation alt- und neutestamentlicher Schriften über die Ankunft des Messias Jeschua. Zusammen mit einem anderen messianischen Pionier, Aryeh Bar David, passte David die Worte Zeile für Zeile in mühevoller Kleinarbeit an die Musik an. Da dieses Werk Kultstatus hat, war David in der Lage, diese unverfrorene Botschaft über Jeschua in den letzten zehn Jahren Tausenden von Israelis, einschließlich Holocaust-Überlebenden und Intellektuellen, im Originalhebräisch vorzutragen. Diese Botschaft, in jeder anderen Form, ist in Israel auch heute noch schwer öffentlich zu vermitteln. “Als wir die Oper in Tel Aviv aufführten, haben du und Ari das stark unterstützt, weil ihr daran geglaubt habt”, sagte Lisa kürzlich zu Shira. “Das Theater war fast komplett ausgebucht, und die Gläubigen konnten ihre ungläubigen Freunde mitbringen – dank euch. Die Menschen waren tief bewegt, und wir haben viele Zeugnisse gehört, die davon berichten. Ihr versteht den Stellenwert von Kultur und Kunst. Bis heute verstehen nur sehr wenige in unserer messianischen Gemeinhaft so richtig das Potenzial von Kunst und Kultur, unsere Welt zu beeinflussen”.

Obwohl es einige wenige originale Lieder gab, die von frühen Besuchern des Landes geschrieben wurden, war David der erste, der ein Liederbuch mit seinen hebräischen Anbetungsliedern veröffentlichte und der erste, der messianisch-jüdische Musik aufnahm, so dass die Lieder auf der ganzen Welt gesungen werden konnten. Seine Lieder wie “Roni Bat Tzion” sind zu festen Bestandteilen der messianischen Musiker geworden und wurden sogar ins Englische übersetzt. Tatsächlich verwenden einige Kinder im Maoz-Programm “Music Making for Kids” seine klassischen Stücke als Studienmaterial.

David und Lisa Loden leben auch heute noch in Netanya, und durch ihre Organisation Kamti schreiben und spielen sie weiterhin auf der ganzen Welt Musik. Ihr Leben ist ein Zeugnis von Gottes Fähigkeit, das Herz und die Vorstellungskraft eines jeden, den er auswählt, zu erobern und sie auf ein Abenteuer mitzunehmen, das nicht nur sie verändert – sondern auch eine ganze Generation von Gläubigen beeinflusst.

Davids Musik wirkt weiterhin über alle Generationen hinweg, und so wird man sich immer an ihn als den Vater der messianisch-jüdischen Musikbewegung Israels erinnern.


Shalom aus Israel,

In den vergangenen vier Jahrzehnten habt ihr – unsere Maoz-Partner – gemeinsam mit uns ein Hindernis nach dem andern aus dem Weg geräumt, das dem Vorankommen des Königreichs Gottes in Israel im Wege stand. Ihr habt Tiferet Jeschua geholfen, von einer Versammlung im Keller zu der blühenden Gemeinde zu werden, die sie heute ist.

Ihr habt die Barriere zwischen Israelis und Materialien zur Jüngerschaftsbildung beseitigt, indem ihr die Übersetzung von Büchern und Andachtsbibeln ins Hebräische unterstützt habt.

Lasst uns nun den Weg dafür bereiten, dass Israel wieder ein Land voller Anbetung wird. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, damit Israelis ihr Leben dem Ziel widmen können, der Anbetung wieder ihren rechtmäßigen Platz in unserem Volk einzuräumen. Eure Unterstützung ermöglicht uns, sowohl etablierten Künstlern wie David und Lisa Loden als auch jungen, aber talentierten Musikern, die ihre ersten Erfahrungen sammeln, weiterhin zu helfen.

Ihr könnt einen Psalmisten sponsern oder helfen, ihm die Instrumente zur Verfügung zu stellen, die er für seine Arbeit braucht. Auf welche Weise auch immer eure Beteiligung erfolgt, könnt ihr euch darauf verlassen, dass die Klänge der Anbetung aus der Stadt des großen Königs erklingen werden! Und IHR werdet einen Teil dazu beigetragen haben, dass diese herrlichen Klänge – die Lieder, die Stimmen, die Instrumente, der Tanz und die Anbetung, die aus dem Herzen Israels – Jerusalem – entspringen, erklingen werden.

Eure Mit-Diener im Reich Gottes,

Ari und Shira Sorko-Ram        
Kobi und Shani Ferguson


Unterstützen Sie Israel mit einer Spende an Maoz Deutschland e.V. – IBAN: DE77 200100200000187206 – BIC: PBNKDEFF – Postbank Hamburg.

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