Maoz Israel Bericht Juni, 2020

Das Erste was Israel getan hat

Wenn ihr Christen und messianische Juden auf der ganzen Welt nach ihrer Meinung über die wichtigste “Pflicht” als Gläubiger befragen würdet, gäbe es wahrscheinlich eine Vielzahl von Antworten.


read
Shani Ferguson
Durch Shani Ferguson

Wenn ihr Christen und messianische Juden auf der ganzen Welt nach ihrer Meinung über die wichtigste “Pflicht” als Gläubiger befragen würdet, gäbe es wahrscheinlich eine Vielzahl von Antworten. Angefangen bei der Hilfe für die Bedürftigen, über das Weitersagen der Frohen Botschaft an andere, bis hin zu gottesfürchtigem Charakter und Beten – und ich glaube nicht, dass eine davon als “falsch” bezeichnet werden kann. Sie sind alle wichtig. Aber wenn wir uns selbst als ewige Wesen verstehen, gibt es eine Handlung, die wir als Gläubige sowohl jetzt als auch im nächsten Leben ausführen werden. Diese Handlung ist die Anbetung.

In gewisser Weise könnte man sagen, dass wir unser Leben damit verbringen, für jenen Augenblick zu üben, in dem wir dem Einen gegenüberstehen werden, der die Essenz dessen ist, was gut und wahr ist. Die Bibel sagt, dass wir Ihn ewig anbeten werden, und ich vermute, das geschieht einfach deshalb, weil es eine Ewigkeit dauern wird, bis wir über den Moment der ersten Begegnung mit Ihm hinwegkommen.

Bei all den schlechten Kommentaren, die die Kinder Israels für ihr Verhalten in der Wüste verdienterweise erhalten – bekommen sie nicht genug Anerkennung für das Erste, was sie nach der Befreiung von den Ägyptern getan haben. Nachdem sie zugesehen hatten, wie ihr Gott die Götter derer zerschlug, die 400 Jahre lang ihre Herren gewesen waren, hielten die Kinder Israels am Ufer an, schrieben ein Lied, holten ihre Instrumente heraus, tanzten und sangen dann vor Gott im Lobpreis. Wenn man den ganzen Lärm beiseite lässt, ist das jüdische Volk in seinem Kern ein Volk der Anbetung.

Jahrhundertelang wurden die Anbetungslieder für den einen wahren Gott ausschließlich von Juden in hebräischer Sprache geschrieben. Als die Juden in alle vier Winde zerstreut wurden und die Nationen Zugang zum Gott Israels bekamen, wurde die Anbetung in Hebräisch – der Sprache der “schmutzigen Juden, die Gott ablehnten” – zu einem Gräuel. Dieser schreckliche Schandfleck in der Kirchengeschichte muss in unseren Tagen bereinigt werden.


Praktisch alles, was man über die Anbetung Gottes weiß, hat man von Juden gelernt, die vor Tausenden von Jahren lebten – noch bevor es überhaupt die Notenschrift gab und bevor die meisten der heutigen Instrumente erfunden wurden. Wenn die bloßen Nachwirkungen der Gottesanbetung im antiken Israel der Welt so viel Licht gebracht haben, wie viel mehr kann man davon profitieren, wenn die heutigen Psalmisten Israels wieder in ihre Ämter als Sänger, Liedermacher, Komponisten und Musiker eingesetzt werden.

Wir glauben an die Wiederherstellung der Berufung der Leviten, die ihr Leben der Aufrechterhaltung einer Atmosphäre der Anbetung in Israel gewidmet hatten. Da uns jedoch die eindeutigen Stammesunterschiede heute so gut wie verloren gegangen sind, nehmen wir König David als unsere Inspirationsquelle an. Er war ein Psalmist aus dem Stamme Juda und hatte aufgrund seiner Leidenschaft für die Anbetung und Liebe zu Gott mehr Einfluss auf die Welt der Anbetung als jeder andere, der jemals gelebt hat. Wir haben unsere Basis in seiner geliebten Stadt Jerusalem – der Stadt der Anbetung – und wir haben es uns zur Lebensaufgabe gemacht, diese Atmosphäre der Anbetung im Land wiederherzustellen.

Diese Vision ist das Herzstück der Fellowship of Artists, die den künstlerischen Zweig von Maoz ausmacht. Dazu gehört unser Programm “Music Making for Kids”, das dafür sorgt, dass engagierte, gläubige Kinder Zugang zu der besten musikalischen Ausbildung haben, die in Israel verfügbar ist. Wir haben unser eigenes Plattenlabel und bieten über 280 Quadratmeter professionellen Studioraum mit einem hauseigenen Team von Technikern und Musikern, die den Künstlern während des gesamten kreativen Prozesses von Anfang bis Ende zur Seite stehen.

Unsere heutigen Psalmisten sind unermüdlich. Selbst die Quarantäne hat sie nicht gebremst! Die jungen Musiker, die zu Hause festsaßen, blieben fest entschlossen, einen Spitzenplatz in ihrem Handwerk zu erreichen. Die Komponisten und Musiker haben weiter geschrieben, und die Aufnahmen im Studio haben nie aufgehört. Wir sind dabei, eine Armee von Anbetern aufzubauen, und der Himmel ist nicht unsere Grenze – er ist unser Ziel.