Maoz Israel Bericht Februar, 2020

EIN STRASSENEVANGELIST WIRD GEBOREN

David ist ein „geborener“ Straßenevangelist: Er ist kontaktfreudig, freundlich, hat ein gewinnendes Lächeln und die Leidenschaft, anderen über den Messias zu erzählen – auch angesichts körperlicher Angriff e. Jede Woche fi ndet man ihn irgendwo auf den Straßen von Tel Aviv, wo er Zeugnis ablegt und mit den Menschen betet. Hier ist seine Geschichte … in seinen eigenen Worten.


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Maoz Israel
Durch Maoz Israel

Wie es Tamar Afriat erzählt wurde – www.TiferetYeshua.org

David ist ein „geborener“ Straßenevangelist: Er ist kontaktfreudig, freundlich, hat ein gewinnendes Lächeln und die Leidenschaft, anderen über den Messias zu erzählen – auch angesichts körperlicher Angriff e. Jede Woche fi ndet man ihn irgendwo auf den Straßen von Tel Aviv, wo er Zeugnis ablegt und mit den Menschen betet. Hier ist seine Geschichte … in seinen eigenen Worten.

IRGENDETWAS FEHLTE

Ich wuchs in einem traditionellen jüdischen Elternhaus auf. Eine Zeit lang studierte mein älterer Bruder in einer Jeschiwah (einer religiösen Schule), und meine Mutter verehrte sehr die orthodoxe Lebensweise. Sie suchte Rat bei den Rabbinern und tat ihr Bestes, um sicherzustellen, dass wir alle in die Synagoge gingen, insbesondere an den hohen Feiertagen. Ich ging hin, aber innerlich hatte ich keine Verbin – dung zu dem allem. Ich hatte das Gefühl, dass es etwas Tieferes als all das geben musste – ich wusste nicht, was es war, ob es Gott war oder nicht, aber ich wusste, dass etwas fehlte.

DIE BEGEGNUNG

Nach drei Jahren Dienst in einer Kampfeinheit der IDF fl og ich 2002 in die USA und begann, in einem Einkaufszentrum Produkte vom Toten Meer zu verkaufen. Ich verdiente viel Geld und lebte das Luxusleben mit allen Freuden, die die Welt zu bieten hatte. Obwohl ich praktisch alles tat, worauf ich Lust hatte, erlebte ich kein wirkliches Glück. In meinem Herzen fühlte ich, dass noch etwas fehlte, aber ich wusste nicht, was. Dann erzählte mir eines Tages bei der Arbeit ein jüdischer Kunde etwas sehr Interessantes; er sagte, er liebe es, Gott in seinem Leben jeden Tag zu spüren.

Und dann stellte er mir eine sehr interessante Frage: „Haben Sie jemals Gott in Ihrem Leben gespürt?“ Meine Antwort war „Nein“, aber ich fragte mich: „Wie kann man Gott wirklich spüren?“

Als ich an diesem Abend nach Hause ging, ließ mich seine Frage nicht los. Schließlich sagte ich zu Gott: „Ich will von Dir wissen, was die Wahrheit ist!“ Ich beschloss, etwas zu unternehmen: Ich begann, die Bibel zu lesen.

Bald stieß ich auf Psalm 22, in dem geschrieben steht: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ und „Sie durchbohren meine Hände und Füße“ über jemanden, der gequält und verspottet wird. In dem Moment, als ich dies las, befürchtete ich, es handle sich um Jeschu den Notzri (ein abwertender Name, den die Rabbiner Jeschua gegeben haben). Also tat ich, was jeder gute jüdische Junge tun würde: Ich rief meine Mutter an!

Meine Mutter weiß eine Menge über Religion und Tradition, und ich dachte, wenn ich ihr den Vers vorlese, könnte sie mir helfen, ihn zu verstehen. Als sie hörte, was ich vorlas, warnte sie mich: „Das ist ein nicht – jüdisches Buch. Es ist uns verboten, es zu lesen.“ Sie dachte, ich würde ihr etwas aus dem Neuen Testament vorlesen! Ich sagte ihr: „Mama, das ist aus der hebräischen Bibel; es sind Psalmen!“

EIN BILD IM INTERNET

Meine Suche ging weiter. Ich hatte mich immer über alle Opfer im Alten Testament gewundert, und insbesondere hatte ich mich gefragt, warum Gott Abraham bitten würde, seinen Isaak zu opfern. Eines Tages, als ich im Internet Informationen über das Opfer Isaaks suchte, fand ich ein Gemälde von Abraham, auf dem er Isaak als Opfer für Gott darbringt. Direkt darüber war jedoch ein Bild von Jeschua am Kreuz – Gott, der seinen Sohn als Opfer für uns opfert. Plötz lich verstand ich es. Für mich war das der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab.

EINE WEITERE OFFENBARUNG

Sobald ich akzeptierte, dass Jeschua mein Messias war, begann ich das Wort zu verschlingen und wollte so viel wie möglich lernen. Ich stieß auf Jesaja 44, wo in Vers 6 geschrieben steht, dass Gott sagt: „Ich bin der Erste und der Letzte“. Bald darauf sah ich dieselbe Zeile in der Offenbarung, in der Jeschua sagt: „Ich bin der Erste und der Letzte“. Plötzlich wurde mir klar, dass Jeschua nicht nur der Messias, sondern auch göttlich war. Niemand hatte mir das gesagt!

Von dem Augenblick an, als ich glaubte, dass Jeschua ein Teil Gottes ist, wurde meine Verbindung zu ihm viel tiefer. Er ist nicht nur der Erlöser, der leidende Knecht, von dem Jesaja spricht. Er ist Gott und König. Hier in Israel mögen einige Leute zu dem Schluss kommen, dass Jeschua der Messias ist, von dem in den jüdischen Schriften gesprochen wird. Sie sagen vielleicht: „Gut, Jeschua ist der Messias. Er ist der Herr, aber er ist nicht Gott.“ Es bedarf einer Offenbarung Gottes, damit Juden diese Hürde überwinden und akzeptieren können, dass der Messias auch Gott ist.

DIE VERÄNDERUNG

Zu der Zeit, wo ich zum Glauben an Jeschua kam, konnte man sagen, dass ich ein typisch israelischer „Punk“ war. Ich habe alle möglichen Dinge geraucht. Doch während ich in meinem Glauben wuchs, sprach ich die ganze Zeit mit Jeschua. Eines Tages, als ich mit Ihm sprach, hatte ich eine E­Zigarette in der Hand. Ich fühlte mich plötzlich davon so angewidert und warf sie weg. Von da an gab ich das Rauchen ganz auf.

DU HAST DEIN VOLK UND DEINE KULTUR VERRATEN!

Mal von meinem Glauben an Jeschua erzählte, nahmen sie es nicht gut auf. Sie sagten mir, ich hätte meine Religion und mein Volk verraten. Besonders meine Mutter hatte eine sehr schwere Zeit. Es war nicht hilfreich, dass ich ihr die Nachricht zu einem Zeitpunkt überbrachte, als es in meiner Familie einige Tragödien gegeben hatte. Und diese Nachricht, dass ich in ihren Augen mein Volk und meinen Glauben verraten hatte, machte ihr sehr zu schaffen. Sie machte sogar meinen Glauben an Jeschua für die schlimmen Dinge verantwortlich, die in der Familie geschahen.

Als ich dann aber nach Israel zurückkehrte, begannen meine Eltern die Veränderungen zu sehen, die in mir stattgefunden hatten. Ich komme aus einem marokkanisch-jüdischen Hintergrund, und Marokkaner sind in Israel für ihr warmes, aber explosives Temperament bekannt – das war ich. Man konnte keine normale Unterhaltung mit mir führen: Ich habe ständig unterbrochen. Ich habe gefl ucht. Ich war hochmütig und ungeduldig. All das begann sich zu ändern, als meine Beziehung zu Jeschua wuchs.

Meine Familie erkannte, dass ich plötzlich eine seriöse, verantwortungsbewusste Person war, obwohl ich früher nur daran interessiert war, herumzualbern. Sie wussten, wie abhängig ich vom Rauchen und von Drogen gewesen war, und plötzlich tat ich das alles nicht mehr. Es dauerte nicht lange, bis sie erkannten, dass all diese Veränderungen in mir auf das zurückzuführen waren, was Gott durch seinen Sohn für mich getan hatte. Preist den Herrn, sie wissen jetzt, dass Er nicht Jeschu der Notzri ist, sondern Jeschua der Jude! Er ist für uns alle gekommen – zuerst für die Juden und dann für den Rest der Welt. Es ist nur so, dass wir, die jüdische Nation, Ihn ablehnten, als Er kam – so wie wir viele andere Propheten ablehnten, die Gott in der ganzen Bibel geschickt hat. Aber es gab immer einen Überrest unter den Juden, der glaubte.

Tiferet Yeshua Congregation in downtown Tel Aviv

DIE BERUFUNG EINES EVANGELISTEN

Als ich zum ersten Mal in die Gemeinde Tiferet Jeschua kam, lud mich ein Ehepaar ein, das jede Woche auf die Straße ging, um Zeugnis zu geben und mich ihnen anzuschließen. Wir beteten zusammen, bevor wir auf die Straße gingen und zogen dann los. Zuerst hatte ich Angst, und ließ sie auf die Leute zugehen, während ich zur Seite trat, um zu sehen, ob es mit Schlägen endete. Aber nach einer Weile gab mir Gott Gnade, und es wurde für mich immer natürlicher.

Es ist nicht immer einfach, mit Menschen über Jeschua zu sprechen, und viele Israelis wollen nichts von ihm hören, weil ihnen schon so viele schreckliche Dinge über Ihn erzählt wurden. Aber ich fühle mich berufen, dem Volk Israel die Botschaft des jüdischen Messias zu bringen – die Menschen zu fragen: „Warum sind Sie hier? Was will Gott von Ihnen? Was sagt die Bibel dazu?

Jeschua war das, was ich mein ganzes Leben lang vermisst habe. Sein Frieden veränderte mein Herz und verwandelte mich für immer. Je mehr ich lernte, desto mehr eroberte Jeschua mein Herz und ich verliebte mich regelrecht in Ihn.