Maoz Israel Bericht Januar, 2020

DER BLUTIGE KAMPF UM DIE BEFREIUNG DES WORTES GOTTES

Als die Religion die Herrschaft übernahm, wurde die westliche Welt finster. Als das Wort Gottes wieder hervorkam, entwickelten sich Nationen, die die fortschrittlichsten Zivilisationen aller Zeiten schufen. Dies ist die Geschichte dazu.


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Shira Sorko-Ram
Durch Shira Sorko-Ram

Als die Religion die Herrschaft übernahm, wurde die westliche Welt finster. Als das Wort Gottes wieder hervorkam, entwickelten sich Nationen, die die fortschrittlichsten Zivilisationen aller Zeiten schufen. Dies ist die Geschichte dazu.

Im Jahr 292 n.Chr. studierten fromme Männer Gottes die vielen Manuskripte, die in den verschiedenen Kirchen in Umlauf waren. Sie trennten die Schriften, die sie als ursprünglich von den ersten Aposteln Jeschuas verfasst bestätigen konnten, von den nicht verifizierbaren Manuskripten. Nur 27 Bücher wurden in das Neue Testament aufgenommen. Sicherlich wurde viel geforscht und gebetet, um eine solch bedeutsame historische Entscheidung zu treffen.

Even before the New Testament was formally completed as a book, Emperor Constantine had ordered 50 Greek Bibles to be distributed to the various growing churches in Constantinople, his capital.  For a short time, the Word of God in Latin and Greek spread rapidly.  But when the Roman Empire collapsed (476 A.D.), and the Church took over the government, everything began to change.

Noch bevor das Neue Testament endgültig als Buch fertiggestellt war, hatte Kaiser Konstantin die Verteilung von 50 griechischen Bibeln an die verschiedenen wachsenden Kirchen in seiner Hauptstadt Konstantinopel angeordnet. Eine kurze Zeit lang verbreitete sich das Wort Gottes in Latein und Griechisch sehr schnell. Aber als das Römische Reich zusammenbrach (476 n.Chr.) und die Kirche die Regierung übernahm, begann sich alles zu ändern.

Ein säkularer Journalist der Huffington Post schrieb:

„Man sollte annehmen, dass die neu gegründete Kirche [von Kaiser Konstantin] sich wünscht, dass ihre Gläubigen sich in das anerkannte Neue Testament vertiefen, vor allem weil die Kirche sich große Mühe gegeben hat, konkurrierende Evangelien zu eliminieren. Und wäre es nicht der beste Weg die ‚gute Nachricht‘ zu verbreiten, wenn jeder Christ direkten Zugang zur Bibel hätte?

Das ist allerdings nicht so geschehen. Die Kirche hat die Bevölkerung tatsächlich davon abgehalten, die Bibel allein zu lesen – eine Politik, die sich im Mittelalter und später durch ein Verbot der Übersetzung der Bibel in die Muttersprachen noch verschärfte.“1

Die 1847 gedruckte Gutenberg-B ibel. Es war das erste Exemplar, das ein Bürger der Vereinigten Staaten e rwarb.

DER STURZ IN DEN ANALPHABETISMUS

Andere Ereignisse traten ein, wodurch ungewollt die Vervielfältigung der Bibel für die christliche Welt ebenfalls verlangsamt wurde. Rom teilte sich in zwei Reiche, mit Rom und Konstantinopel als den beiden Hauptstädten. Der Umsturz Roms folgte kurze Zeit später. Im östlichen Teil, bekannt als das Byzantinische Reich, wurde Griechisch zur offi ziellen Sprache der Elite – aber auch dort gab es viele andere lokale Sprachen, die von den Massen gesprochen wurden.

Im Laufe der Jahrhunderte förderte die römisch­katholische Kirche die Schulbildung nicht einmal unter ihren Mönchen. Das bedeutete, dass es einen Mangel an gebildeten Religionslehrern gab. Diese schlecht ausgebildeten Mönche mussten die lateinische Schrift abschreiben, auch wenn sie die Sprache nicht fl ießend beherrschten.

„Interessanterweise erhielten die christlichen Theologen, die enormen Einfl uss auf die christliche Kultur hatten, wie Augustinus, Hieronymus, Tertullian und später Wycliff e, alle eine hervorragende Ausbildung an den Universitäten, bevor sie Mönche wurden“. (Diese Tatsache ist eine Lektion für die Gegenwart, da die heutigen Universitäten meist gottlose Professoren, Politiker und Intellektuelle hervorbringen. Bildung ist wichtig – im Guten wie im Bösen.) 2

Eine Universitätsklasse in D eutschland, vom italienischen Maler L aurentius de Voltolina (1350er Jahre)

BILDUNG NUR FÜR DIE REICHEN

Während des dunkelsten Mittelalters gab es keine Schulen für die Armen, aber in vielen Städten und Gemeinden gab es Bildung für die Kinder der Reichen. Oxford und Cambridge wuchsen vor 900 n.Chr. zu Universitäten heran; 1320 gab es in Oxford 30.000 Studenten! Universitäten gab es in Italien, Frankreich und Deutschland – alle unterrichteten Latein.

Im Spätmittelalter ging die Produktion sowohl der religiösen, als auch der weltlichen Literatur an Berufskopierer über. Die Buchhändler platzierten ihre Geschäfte in der Nähe der Universitäten und Kathedralschulen, und so blühte der Buchhandel auf. Da die meisten Menschen im Mittelalter Analphabeten waren, wurden natürlich auch Bilderbibeln voller wunderbarer Illustrationen beliebt.

Wegen des riesigen Umfangs vollständiger Bibeln wurden sie in mehrere Bände aufgeteilt, und jeder einzelne war sehr kostspielig. Nur die Reichen, die Kathedralen und die Universitäten konnten sich diese Bibeln leisten.

Da nur so wenige lesen konnten und die Bibeln unglaublich teuer waren, gelangte die katholische Obrigkeit bequemerweise zu der Schlussfolgerung, dass ihre Gemeindemitglieder wirklich wenig Bedarf an der Heiligen Schrift für sich selbst hatten. Dieser Mangel wurde dann zum Gesetz.

DIE SCHAFE VERHUNGERN LASSEN

Und dann war es 1.000 Jahre lang so, dass die römisch­katholischen Autoritäten mit ihren Päpsten und ihren Räten das Wort Gottes gewaltsam von den Schafen nahmen, für die sie verantwortlich waren. Damit bewiesen die Römisch­Katholischen (die die Juden für ihr historisches Verhalten verurteilten), dass die Hand lungen der jüdischen Führer – Kontrolle und Korruption – einfach menschlicher Natur waren. Die Römisch-Katholischen begingen genau die gleiche Sünde, die der Prophet Jeremia den jüdischen Führern in früheren Zeiten vorgeworfen hatte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Herrschaft und die Kontrolle über die Menschen in Europa und überall, wo die Kirche regierte, immer extremer. Die Übersetzung der Bibel in eine der lokalen Sprachen wurde zu einem Verbrechen, das einen Gelehrten das Leben kosten konnte – durch das Schwert der römisch­katholischen Kirche.

Dekret des Konzils von Toulouse (1229 n.Chr.): „Wir verbieten auch, dass die Laien die Bücher des Alten oder Neuen Testaments besitzen dürfen; aber wir verbieten ihnen strengstens irgendeine Übersetzung dieser Bücher zu haben“.

Beschluss des Konzils von Tarragona von 1234 n.Chr.: „Niemand darf die Bücher des Alten und Neuen Testaments in romanischer Sprache besitzen, und wenn jemand sie besitzt, muss er sie innerhalb von acht Tagen nach der Verkündigung dieses Dekrets dem Ortsbischof übergeben, damit sie verbrannt werden können …“.

Da die Obrigkeit den Bürgern das Wort Gottes gewaltsam entriss und strenge Vorschriften zur Beseitigung von „Ketzern“ erlassen hatte und die Übersetzung der Bibel in die Muttersprachen der Menschen verbot, eroberte die Sünde die Kirche, angefangen bei den Führern bis hin zur christlichen Welt.

EINE MUTIGE STIMME ERHEBT SICH

Aber es gab immer ein untergründiges Verlangen und die Sehnsucht, die Bibel zu lesen. Es wurden viele
Versuche unternommen, die Bibel in verschiedene Sprachen zu übersetzen, aber die Übersetzer wurden von der Kirche ertappt und als Ketzer bestraft. Selbst im 10. Jahrhundert wagte es ein Schriftgelehrter, der es tatsächlich schaff te, anonym zu bleiben, die Evangelien ins Englische zu übertragen. Aber er konnte sie nur privat verteilen, weil sie in der gesamten Christenheit verboten war.

Wieder andere haben in verschiedenen europäischen Ländern heimlich versucht, Teile der Bibel zu übersetzen. Peter Waldo gab in Frankreich eine Übersetzung in Auftrag, bis die Kirche ihn 1184 exkommunizierte.

Seine Anhänger, die Waldenser genannt wurden, zogen in ganz Europa umher und führten eine Untergrund- Kampagne, um die Bibel unters Volk zu bringen. Jahrhundertelang startete die Kirche eine endlose Inquisition, um ihr Predigen und Verteilen von Bibeln zu stoppen; die Gruppe wurde im 17. Jahrhundert weitgehend vernichtet.

Frankreich, Spanien und Deutschland gefl ohen. Unter ihrem Einfl uss schlossen sich die Bürger dieser Länder im 13. und 14. Jahrhundert zusammen, um vollständige Bibeln in ihren eigenen Sprachen zu fordern.

Und wie es die göttliche Vorsehung so wollte, hatten die Volkssprachen in Europa nun die nötige Fluidität, Präzision, Bandbreite der Wortwahl und Schönheit, um großartige und einprägsame Bibelübersetzungen in den Muttersprachen der Menschen zu ermöglichen.3

Gestochene Holzskizze, die die G utenbergDruckmaschine in Aktion darstellt.

GUTENBERGS BUCHDRUCK 1450

Als die Zeit reif war, wurde das größte Werkzeug zur Verbreitung des Wortes Gottes seit der Entstehung der Bibel erfunden. Es war sicherlich ein Geschenk, auf das die Engel im Himmel gewartet hatten! Die Gutenberg­Druckmaschine ging im Jahr 1450 in Betrieb. Innerhalb von vier Jahren wurde die erste Bibel gedruckt. Es war keine andere als die römisch­katholische Vulgata­Bibel in lateinischer Sprache – denn noch immer konnten nur die Reichen und die Elite lesen, und die Vulgata war die einzige Bibel, die weithin bekannt war. Aber die Gutenberg­Druckerei brachte eine der größten Veränderungen für die gesamte Menschheit. Sie war der Katalysator, der eine Erneuerung des wahren Glaubens an Gott, den Fortschritt der Bildung und einen beispiellosen Wohlstand hervorbrachte.

Die Druckerei sollte bald zum größten Feind der katholischen Kirche werden, denn bald wurden Bibeln schneller gedruckt, als die Kirche sie verbrennen konnte. Dennoch wurde sie auch in der römisch­katholischen Kirche selbst zum Katalysator, um für ihre eigenen Mitglieder die Ketten der Gefangenschaft der Bibel allmählich zu lösen, ob sie es nun wünschte oder nicht. Aber der Krieg um den freien Gebrauch des Wortes Gottes in vielen Sprachen war noch lange nicht vorbei…

Fortsetzung folgt im März Newsletter.

1. http://b.link/huffpost-article
2. http://b.link/jstor-article
3. http://b.link/waldensians