Oktober 2018

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Oktober 2018 2018-10-02T11:47:59+02:00

WIE ICH AUF DEM ÖLBERG GELERNT HABE, DAS GEBET DES GLAUBENS ZU BETEN

1018 - Shira and Gumbeh

Dies ist unser drei Jahre alter Shih Tzu. Er heißt Gumbeh, und wir lieben ihn sehr. Zufällig sieht er sehr ähnlich aus wie Mimi vor 50 Jahren.

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Während meiner ersten sechs Monate in Israel wohnte ich auf dem Ölberg im Haus eines Familienfreundes, dem damaligen Aufseher des Gartengrabs. Leider wurde er im Sechstagekrieg getötet, der nur vier Monate vor meiner Ankunft in Jerusalem stattgefunden hatte.

Jeden Morgen stand ich auf, öffnete die Fensterläden meines großen Fensters und hatte den direkten Ausblick auf die Omar-Moschee. Es war wie ein Traum – kaum zu glauben, dass ich hier war … auf dem Ölberg – nur wenige Meter von dem Ort entfernt, wo Jeschua bei Seiner Wiederkunft stehen wird.

Im Jahr 1967 stand die arabische Bevölkerung noch unter Schock wegen des vollkommen unerwarteten Kollapses der angreifenden jordanischen Streitkräfte. Statt des von allen erwarteten arabisch-muslimischen Sieges hatten die israelischen Verteidigungskräfte Jordanien, Ägypten und Syrien besiegt und Israels altes Heimatland mit Jerusalem, Judäa und Samaria, Gaza, die Golanhöhen und die Wüste Sinai zurückerobert – und das in nur sechs Tagen.

Ich merkte, dass die Araber mit ihren wenigen Autos sehr vorsichtig und höflich fuhren – um nur ja nicht einen israelischen Fahrer zu ärgern! Ich ging auf dem arabisch-bevölkerten Ölberg überall hin und fühlte mich vollkommen in Sicherheit. Das war damals.

Gewöhnlich ging ich Richtung Norden zum Skopusberg – der eigentlich die Verlängerung des Ölbergs ist. Oft ging ich dann in der Nähe des Hadassah Krankenhauses spazieren, das seit 1948, als Jordanien das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert hatte, nur noch eine Ruine war. Sie hatten alles zerstört, was der jüdischen Bevölkerung gehörte, die vor 1948 dort gelebt hatte.

Ich liebte es, von oben auf dem Berg runter zu schauen in Richtung Totes Meer und weiter hinten zum Land Moab. Es war jedes Mal ein atemberaubender Ausblick – Jerusalem auf der Spitze des Berges, der den bewässerten westlichen Teil bis zum Mittelmeer von der trostlosen und unfruchtbaren judäischen Wüste im Osten trennt.

Ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte aus den USA meinen Hund Mimi mitgenommen. Er war so ein niedlicher Hund, dass der Pilot des Alitalia Fluges mich und Mimi in die 1. Klasse einlud und darauf bestand, dass mein Hund kostenlos auf dem Stuhl neben mir sitzen durfte.

1018 - Shira and Mimi in Jerusalem

Dies ist Mimi vor 50 Jahren in Jerusalem. Man kann sein Gesicht nicht sehen. Ich weiß nicht, ob das seine Schuld oder die des Fotografen war.

Also durchstreiften Mimi und ich nun den Ölberg, und ich machte Fotos. Eines Tages band ich Mimi an eine Art Stange. So weit ich auch sehen konnte war kein anderer Mensch auf dem ganzen Ölberg, und ich wollte beide Hände für meine Kamera frei haben.

Nach einer Weile ging ich zurück zu Mimi, doch der Hund war nirgends zu sehen. Ich rannte hin und her, doch konnte ich nirgends auch nur eine einzige Person sehen. Mein Hund war einfach weg.

Ich setzte mich hin auf dem Berg und begann zu weinen. Ich sagte: „Herr, Mimi ist die einzige „Person“ die ich habe. Er ist alles was ich habe in diesem neuen Land. Ich kenne kaum jemanden hier, und mein Hund ist so wichtig für mich. Herr, jemand hat meinen Hund gestohlen …“ Ich war am Boden zerstört.

Plötzlich stand ich auf und sagte zu mir selbst: „Ich werde glauben, dass Gott meinen Hund findet.“ Ich begann im Geist zu beten und sagte: „Im Namen Jesu (damals, im Jahr 1967 waren die Israelis noch nicht dazu zurückgekehrt, Jeschuas ursprünglichen Namen zu gebrauchen!), bitte ich dich, Herr, meinen Hund zu finden. Ich weiß, dass Du weißt, wo er ist, und ich proklamiere in Deinem Namen, dass Du mich zu meinem Hund führen wirst!“

Ich schaute mich um und sah immer noch kein anderes menschliches Wesen. Als ich gerade begann, langsam den Berg runter in Richtung Altstadt zu gehen, betete ich inständig und proklamierte im Glauben, dass Gott mir meinen Hund wiedergeben würde.

Ich war noch nicht sehr weit gegangen, als ich einen Jugendlichen sah, der nicht allzu weit vor mir her ging. Ich schrie ihm nach, und er drehte sich um. Als ich zu ihm kam, wollte ich ihn fragen, ob er meinen Hund gesehen hatte. Doch ich konnte kein einziges Wort auf Arabisch oder Hebräisch.

Also fuchtelte ich mit meinen Händen herum, deutete an, dass ich etwas verloren hatte und sagte dann: „Erf Erf Erf.“ Ich glaube nicht, dass ein Araber hätte verstehen können, was „Wauwau“ bedeutet.

Er sah mich eine Minute lang an. Dann deutete er mir mit einer Handbewegung an, ich solle ihm folgen. Wir waren immer noch auf dem Berg, und er führte mich durch alle möglichen Gassen in einer überbevölkerten Nachbarschaft mit Häusern, von deren Existenz ich nichts wusste. Mit jeder Faser meines Seins proklamierte ich den Sieg. Endlich zeigte er mir eine Tür und verschwand.

Ich klopfte an. Keine Antwort. Weiteres Klopfen, bis endlich eine Frau in einem traditionellen arabischen Gewand die Tür öffnete. Ich sagte: „Erf Erf Erf!“ Ich formte meine Hände so, als würde ich ein kleines Tier tragen. Die Frau schüttelte den Kopf, als würde sie mich nicht verstehen. Ich fuhr fort: „Erf Erf Erf!“ Jetzt begann mein Glaube zu wirken und ich hatte nicht vor, den Ort zu verlassen, bevor mein Gebet erhört wurde.

Endlich verschwand sie für eine Minute lang und voilà! Mimi kam raus! Ich lächelte die Dame an und ohne auf eine Antwort zu warten, nahm ich meinen Hund und ging.

In dem Moment fühlte ich, wie der Herr mich ganz klar eine Lektion lehrte, die ich nie vergaß. Ich hörte Ihn zu meinem Herzen sprechen: „Wenn du dich auf dem Berg nur hingesetzt hättest und dir schluchzend und heulend die Augen aus dem Kopf geweint hättest, hättest du deinen Hund nicht zurückbekommen. Als du aufgestanden bist und deine Bitte im Glauben ausgesprochen hast und dich dann einfach in Bewegung gesetzt hast, hab ich dich zu Mimi geführt.“

Und Mimi lebte bis zu einem hohen Alter in Jerusalem.

Beginne einfach, dich in Bewegung zu setzen! Aus Glauben und in Aktion haben wir all diese Jahre in unserem Dienst in Israel gelebt.

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ELIEZER BEN YEHUDADER VATER DER MODERNEN HEBRÄISCHEN SPRACHETEIL 2 DER VISIONÄR

Ben Yehuda and his wife Devora in 1882, soon after their arrival in Jerusalem.

Ben Yehuda und seine Frau Devora im Jahr 1882 kurz nach ihrer Ankunft in Jerusalem.

Als Eliezer Ben Yehuda sich 1881 entschied, Europa zu verlassen und nach Jerusalem zu ziehen, gab es keine einzige Person im Heiligen Land oder sonst wo in dieser Welt, die Hebräisch als Muttersprache gesprochen hätte. Sowas wie ein alltäglich gesprochenes Hebräisch gab es nicht sondern nur Worte, die man aus der Bibel und aus rabbinischen Abschnitten las. Doch Eliezer hatte sich in die hebräische Sprache verliebt. Darüber hinaus betrachtete er sie als das Werkzeug, um ein vereintes jüdisches Volk neu zu schaffen, das in seine uralte Heimat zurückkehrt. Was noch erstaunlicher ist: er scheint das einzige menschliche Wesen gewesen zu sein, das den Zusammenhang zwischen der Sprache und dem Land verstanden hatte.

Er hatte geplant, Devora Yonas zu heiraten. Sie war die Tochter einer wohlhabenden, in Russland lebenden Familie, die ihn inoffiziell als 14-jährigen Waisen adoptiert hatte. Doch zu seinem Entsetzen wurden seine Träume im Alter von 23 Jahren erschüttert, als er die Diagnose Tuberkulose bekam. Er schrieb Solomon, Devoras Vater, und teilte ihm mit, dass er seine Tochter nicht mehr heiraten könnte, weil der Arzt ihm gesagt hatte, dass er womöglich nur noch sechs Monate zu leben hätte. Er entschied sich, er muss in Jerusalem leben und seine Tage dort beenden.

Devoras Vater Solomon war, gelinde gesagt, erleichtert, als er Eliezers Brief bekam. Sie alle liebten Eliezer als Teil ihrer Familie, doch sie konnten unmöglich ihre Tochter mit einem kranken Mann verheiraten, der sich in ein verwüstetes, entferntes Land aufgemacht hatte.

Doch als Solomon diese Nachricht Devora überbrachte, wollte sie nichts davon hören. Sie sagte ihren Eltern, dass sie Eliezer heiraten würde! Sie hatte sieben Jahre darauf gewartet, ihn zu heiraten, und nichts würde sie jetzt davon abhalten. Ihre Mutter Rivka war außer sich. Wie konnte sie ihre Tochter in dieses gottverlassene Land mit einem sterbenden Mann gehen lassen?

SIE GING OHNE PASS

Erstaunlicherweise stimmte ihr Vater schließlich zu. Er sah die Liebe, die sie für diesen Mann hatte und er entschied, sie gehen zu lassen. Das war tatsächlich eine bemerkenswerte Familie. Sie arrangierten für sie ein Treffen mit Eliezer, der eine Woche vor seiner Abreise nach Jerusalem in Wien sein sollte. Und innerhalb von zwei Tagen wurde sie ohne Pass aus Russland herausgeschmuggelt.

Eliezer war freudetrunken. Er schrieb in sein Tagebuch:

„Weder meine Krankheit, noch ein leidvolles Leben, das scheinbar mein Schicksal ist, haben sie von ihrem Wunsch abgebracht, mein Leben zu teilen. Das Leben von uns beiden verschmolz zu einem einzigen, und so entstand die erste hebräische Familie der Neuzeit.“

Als sie sich in Wien trafen, erzählte er ihr, welche Richtungsänderung sein Leben genommen hatte unter dem Einfluss von Tchatchnikof, seinem katholischen Mentor, der aus dem jungen Idealisten einen politischen Aktivisten gemacht hatte. Und nun war er von der Wahrheit seiner Vision überzeugt und bereit, seine Ideen zu schreiben und zu veröffentlichen – alles in der Hebräischen Sprache, die er immer noch selbst lernte.

SPRICH NUR HEBRÄISCH!

Er sagte seiner zukünftigen Frau: „Devora, du wirst die erste Hebräische Mutter seit fast zweitausend Jahren sein. Unser Kind wird das erste Kind in all diesen Jahrhunderten sein, das zur Welt kommt und nichts anderes als die Schönheit unserer uralten Sprache hört!“

Und dann holte sie die Realität ein. Er sagte ihr, dass es gewisse Voraussetzungen gibt, damit die Mission seines Lebens gelingen könne. Seine Worte an Devora waren ungefähr folgende:

„Liebe Devora, ich muss dich bitten, dass du von nun an nur noch Hebräisch sprichst. Wir müssen für unser Volk mit gutem Beispiel vorangehen, für diejenigen, die nach uns kommen werden. Das Hebräische muss wieder leben! Es muss zu mehr als nur eine Sprache für literarische Übungen werden! Wir müssen auf Hebräisch unseren Haushalt bewältigen, auf Hebräisch unsere Kinder großziehen, unsere Liebe auf Hebräisch miteinander teilen – und falls wir uns streiten werden, müssen wir sogar das auf Hebräisch machen.“

Sie antwortete: „Aber ich kann gar kein Hebräisch, Liebster!“ Er bestand darauf: „Bis du es kannst – schweig auf Hebräisch.“ Noch während sie in Europa waren, begann er sogleich ihr Wörter auf Hebräisch beizubringen. Dies ist ein „Baum“, ein „Fenster“, eine „Straße“, eine „Laterne.“

AUF IHREM WEG NACH JERUSALEM

Im Herbst 1881 machte das junge Paar, begleitet von Eliezers polnischem Freund Tchatchnikof einen Stopp in Ägypten, und sie fanden dort eine Rabbi, der sie traute.

Sie kamen in Jerusalem an, einer Stadt mit 25.000 Einwohnern, von denen mehr als die Hälfte jüdisch waren. Die völlige Verwahrlosung und das Elend der Stadt überwältigte sie. Überall gab es offene Kanäle und üblen Gestank. Und die beiden waren praktisch mittellos. Aber Devora war eine einzigartige Person, genau wie ihr Ehemann.

Der Eifer der Propheten wurde zu ihrem Eifer. Nun war sie Eliezers Ehefrau, und schon bald sollte sie den Wunsch ihres Liebsten erfüllen. Sie würde die erste Hebräische Mutter der Neuzeit werden. Sie würde viele Kinder haben, und diese würden die ersten Kinder in fast zwei Jahrtausenden sein, die seit ihrer Geburt Hebräisch sprechen!

EIN WEITERES ÜBERNATÜRLICHES TREFFEN

Dov Frumkin, editor of "Havatzelet" (The Lily) in Jerusalem who offered a job to Ben Yehuda.

Dov Frumkin, Herausgeber der „Havatzelet“ (Die Lilie) in Jerusalem, der Ben Yehuda einen Job anbot. (Photo: Wikimedia)

Weil einige seiner hebräischen Artikel, die er in Europa geschrieben hatte, in einem Jerusalemer Journal veröffentlicht wurden, erwartete der Herausgeber Dov Frumkin und seine Familie die Ankunft von Eliezer und seiner Frau. Während eines dieser „zufälligen“ Treffen sagte Frumkin zu Eliezer, dass er für sechs Monate verreisen würde, um Abos für seine Zeitung in Russland zu verkaufen und bot ihm auf der Stelle einen Job als Redaktionsassistent an. Er sollte ein Gehalt von umgerechnet 5 $ pro Monat haben.

Mit diesem einen Glücksfall glaubte Eliezer, dass er den Unterhalt für sich und seine Frau bestreiten könnte und startete seine journalistische Karriere.

Er sagte: „Die Trompete wurde an meine Lippen gelegt, um den Trompetenstoß der Befreiung erklingen zu lassen.“ Er verkündete: „Ich habe zu einem Krieg aufgerufen, um das Land und die Sprache Israels zurückzuerobern.“ Dies sollte sein Lebenswerk werden.

Er erkannte sofort, dass die größte Blockade auf dem Weg zu seinem Ziel die extreme Verfremdung unter den kleinen Gruppen von religiösen Juden in Jerusalem war. Er entschied sich, es auf sich zu nehmen, sie in Einheit zusammen zu bringen, so dass diese großen Ziele erreicht werden können. Er würde selbst religiös werden!

ELIEZER UND DEVORA WERDEN ORTHODOX

Auch wenn sie insgeheim zugaben, dass viele der jüdischen Traditionen altmodisch waren und andere nichts mit der Thora oder dem Judentum zu tun haben, nahmen sie beide, er und Devora, das Joch der Thora auf sich, führten ein koscheres Heim, hielten den Sabbat und die Feiertage, gingen in die Synagoge und befolgten die Traditionen des Judentums. Er ließ sich Schläfenlocken und einen langen Bart wachsen. Er betete jeden Morgen mit dem Gebetsschal und den Gebetsriemen. Er dachte, dass die religiöse Disziplin für die Juden an allen Orten ein Bindemittel wäre. Er war zu allem bereit, nur um die Juden in Jerusalem zusammen zu bringen!

Aber leider sahen die Orthodoxen Ben Yehuda als einen Heiden und einen Feind des jüdischen Volkes, weil er die heilige Sprache der Bibel verunreinigte und sie als Alltagssprache benutzte. Sie konnten sich nicht vorstellen, diese Sprache zu benutzen und zu sagen: „Bring den Mülleimer runter!“ Und sie wurden zu Eliezers erbitterten und gewaltsamen Feinden so lange er lebte.

Die Familie Ben Yehuda zog in ihr erstes gemietetes Haus. Aus dem Haus sah man die Klagemauer, doch sie mussten durch sieben schmutzige Höfe durch knöcheltiefen Müll gehen, um beim Haus anzukommen. Und um in ihre Zimmer zu kommen, mussten sie über eine Strickleiter hochklettern.

ALLEIN IN JERUSALEM

Was noch deprimierender war, er und Devora hatten wenig Freunde in Jerusalem. Es gab ein Ehepaar, das eine jüdische Hilfsorganisation aus England leitete. Michael Pines und seine Frau befreundeten sich mit Eliezer und Devora. Da sie religiös (aber nicht extrem) erzogen waren, konnten sie genug Hebräisch, um zu kommunizieren. Diese vier schlossen einen Pakt, untereinander nur auf Hebräisch zu sprechen. Für Ben Yehuda, immer der Visionär „war dieser Abend der Beginn der Wiederbelebung des Hebräischen als eine gemeinsam gesprochene Sprache im Land der Väter!“

Doch er hätte es wissen müssen. Sein chassidischer Arbeitgeber, Dov Frumkin, hasste die Pines, weil sie zur anti-chassidischen Strömung gehörten. Und da es Devora absolut verboten war, in irgendeiner anderen Sprache zu sprechen, war sie die meiste Zeit allein. Dafür verbrachte sie ihre Zeit damit, Wörter und Sätze zu üben, die ihr Eliezer aufschrieb. Sie wartete, dass er nach der Arbeit nach Hause kam, um abends eine weitere Lektion in Hebräisch zu bekommen.

Die Gemeinschaft der 16.000 Juden in Jerusalem war eine „Generation der Spaltung“. Jede kleine Gruppe sprach in der Sprache des Landes, aus dem sie kamen, isoliert von den anderen. Ihre verschiedenen aschkenasischen Rabbis (aus Europa) hatten eine absolute Verachtung für die sephardischen Juden (aus islamischen Ländern). Und jede kleine Gruppe sprach in ihrer eigenen Sprache.

The old city of Jerusalem in 1890

Die Altstadt von Jerusalem im Jahr 1890.

ROTHSCHILD WILL UNBEDINGT FRANZÖSISCH IN SEINEN SCHULEN

Baron Edmond Rothschild war der größte Philanthrop während Israels vorstaatlichen Tagen. Durch seine Hilfsorganisation „Alliance Israelite Universelle“ kaufte er Immobilien für die Siedler in der Nähe von Jaffa, gab den Farmern Weingärten und Kellereien aus französischen Trauben, und er baute eine Schule in jeder neuen Siedlung.

Doch für ihn war eine nationale Erweckung des Hebräischen als nationale Sprache einfach nur ein Hirngespinst! Eigentlich war die ganze Idee von Scharen von Juden, die Alija nach Israel machen, pure Phantasie. Ja, er würde den Armen im Heiligen Land helfen, aber der französische Baron verlangte, dass in all seinen Schulen Französisch als Hauptsprache unterrichtet wird! Für ihn war das Hebräische einfach eine tote Sprache.

Eliezer schrieb einen beißenden Artikel, einen Kampfaufruf gegen Rothschilds Alliance. Darin sah er ihn als gefährlichen Feind für das ganze Konzept einer nationalen Wiedergeburt im Land Israels. Ja, die Alliance war praktisch. Rothschild wollte diese Studenten dafür vorbereiten, dass sie überall auf der Welt funktionieren können.

DIE VISION

Doch die Vision von Ben Yehuda war eine ganz andere: die Auferstehung des Landes und der Sprache des jüdischen Volkes. Jahre später schrieb er:

„Es scheint so, dass es in der Geschichte der Nationen immer wieder Zeiten gibt, in denen nicht die Realisten die richtigen Leiter sind, sondern die Träumer, also diejenigen, die die Tatsachen nicht berücksichtigen; sie können die unbezwingbaren Hindernisse der Realität überwinden und eine bessere Realität für die Nation schaffen!“

Ben Yehuda hatte einen Traum und eine Leidenschaft. Das war alles, was er hatte.

Fortsetzung folgt im nächsten Monat.

Quellen: „Fulfillment of Prophecy, Eliezer Ben Yehudda”, von Eliezer Ben Yehuda (Enkelsohn) 2008; „Tongue of the Prophets, The Life Story of Eliezer Ben Yehuda” von Robert St. John 1952; https://goo.gl/MVmMUK; https://goo.gl/8r29uN
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VERBREITUNG DER WAHRHEIT ÜBER ISRAEL IN BRASILIEN

1018 - Ari blesses the church in Brazil

Ministerio Internacional da Restauracao, Manaus, Apostel Pastor Renee Terra Nova.

Als ich durch die Tür im Ankunftsbereich am Internationalen Flughafen Brasiliens Sao Paolo kam, wurde ich von unserem treuen und langjährigen Freund Luis begrüßt, der schon seit vielen Jahren mit Maoz verbunden ist. Obwohl er der Direktor einer Schule ist und viele andere Verpflichtungen hat, nimmt er sich gern die Zeit, um Israel durch Maoz Israel Ministries zu segnen. Es war eine großartige Zeit der Gemeinschaft, und er erzählte mir von der Begeisterung, die es in vielen Gemeinden überall in Brasilien gibt, wo sie auf meinen Besuch warten.

Später kam auch Anderson Barreto dazu, unser großartiger nationaler Direktor für Brasilien, und wir diskutierten über die Ziele unserer Reise. Dann nahmen Anderson und ich einen Flug in die Stadt Salvador.

Wir fuhren von einer Stadt zur nächsten und von einer Gemeinde zur nächsten, doch eine Sache war in jeder Stadt und in jeder Gruppe gleich. Sie alle hatten eine positive Sicht von Israel und sie waren dankbar, dass jemand aus Israel kam und ihnen eine biblische Begründung dafür gab, zu Israel zu stehen. Ich war beeindruckt, wie viele junge Leute bei jedem dieser Treffen dabei waren.

1018 - Brazil - Star of David

Ein weiteres gesegnetes Ereignis fand in zwei verschiedenen Treffen statt. Nachdem ich meine Predigt und Lehre beendet hatte, kamen Menschen nach dem Aufruf nach vorne, um gerettet zu werden. Auch wenn ich nur dafür gekommen wäre, hätte es sich schon gelohnt.

Zwei der Gemeinden, in denen ich gesprochen habe, haben Zigtausende Mitglieder. Es war eine große Ermutigung zu sehen, wie sie sich durch die erhaltenen Informationen mit neuer Begeisterung zu Israel bekannten.

Unsere letzte Station war die Stadt Manaus. Das ist eine Stadt von 2.500.000 Menschen inmitten des Amazonasurwalds.

Der Apostel Pastor Renee Terra Nova empfing uns als Familie und hieß uns herzlich in seiner Gemeinde willkommen. Wir durften ihnen von Gottes Herz für Israel mitteilen, indem wir durch die Gnade und das Wirken des Heiligen Geistes aus dem Wort lehrten.

1018 - Ari with Anderson and Apostle Renee Terra Nova

Von links: Anderson Barreto, der Direktor von Maoz Brasilien, Ari Sorko-Ram, Apostel Renee Terra Nova.

Die Reaktion war sehr positiv, und die Treffen wurden „live“ in ganz Brasilien übertragen. Wir durften mithilfe des Mediums Internet Hunderttausende von Menschen zugleich berühren.

Als Anderson und ich zusammen saßen und auf unseren letzten Flug nach Hause warteten, jeder in seine Heimatstadt, wurde uns beiden so bewusst, dass die Brasilianer ihr Herz für Israel geöffnet hatten und dass wir in Zukunft viele neue Gelegenheiten sehen werden, dass unsere beiden Länder zusammenarbeiten, um Gottes Pläne für Israel und Brasilien voranzubringen.

Igreja Batista Siao, Pastor Ishmail, Bahai

Igreja Batista Siao, Pastor Ishmail, Bahai.

Igeja Batista Caminho das Arvores, Salvador , Bishop Atila Brandao.

Igeja Batista Caminho das Arvores, Salvador, Bischof Atila Brandao.

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Oktober 2018

Liebe Maoz-Partner,

das Jahr 2018 hat es wirklich in sich! Schauen wir auf die Schlagzeilen in den Medien dieser Welt – und speziell auch in Deutschland – will sich in unseren Herzen ein beklemmendes Gefühl breit machen.

Es ist sehr schwierig, den Überblick zu behalten – auch für Politiker – und die jeweils richtigen Prioritäten zu setzen. Ein Problem jagt das nächste, und die Verwirrung und die Ratlosigkeit nehmen offensichtlich massiv zu.

Alle, die eine persönliche Beziehung zu dem Gott der Bibel durch Yeshua, seinen Sohn, haben und sein Wort lesen und studieren, haben allerdings ein Vorrecht und auch eine Aufgabe. Sie können die Zeichen der Zeit mit der Bibel in der Hand deuten und immer besser verstehen (1. Chronik 2,32).

Die Nationen dieser Welt sind wie ein aufgewühltes Meer!

Psalm 2 wurde zwar vor mehr als 3000 Jahren von König David verfasst. Aber dieser Psalm beschreibt auf geniale Weise das Kern-Problem der Nationen … die bewusste, trotzige Abkehr von Gott und Seinen heilsamen Ordnungen.

Heute haben die Nationen seit 70 Jahren – erstmalig in der Geschichte – ein von Gott aufgerichtetes Zeichen deutlich vor Augen – Israel und Jerusalem! Es gibt keine logische Erklärung für die „Geburt“, das Überleben, die andauernde Existenz und das außergewöhnliche Blühen des jüdischen Staates und seiner Hauptstadt Jerusalem! Ohne göttliche Wunder sind diese 70 Jahre überhaupt nicht zu erklären.

Aris Bericht über seinen Besuch in der großen Nation Brasilien ist sehr ermutigend.

In Brasilien ist in den Gemeinden die Offenheit und Liebe zu Israel auffallend und beispielhaft. Das setzt natürlich Gottes Segen für diese Nation frei – ganz nach der Verheißung in 1. Mose 12,3.

Wir glauben, dass wir z. Zt. mehr denn je in einer Phase leben, in der sich Nationen Israel gegenüber positionieren. Und das beginnt zu aller erst mit und in unseren Gemeinden.

Die Haltung einer Nation und ihrer Politiker zu Israel ist in Gottes Augen entscheidend. Und da sind wir in Deutschland leider gerade auf keinem guten Weg! Wollen wir auch für unser Land Gottes Segen erleben – gerade in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Krise – dann haben wir eine sehr wichtige Berufung als Gläubige: Beten, mutig die Stimme erheben für die Wahrheit und Gottes Volk und Land schätzen, segnen, unterstützen, besuchen … unsere Möglichkeiten sind sehr groß!

Möge Gott euch in diesem neuen (jüdischen) Jahr reichlich segnen!

Jürgen & Ulrike Herrmann und das Maoz Deutschland Team

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