September 2018

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September 2018 2018-09-30T07:18:30+02:00

VATER DER MODERNEN HEBRÄISCHEN SPRACHETEIL 1

0918 - Eliezer Ben Yehuda

Eliezer Ben Yeshuda 1858-1922

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Ich hatte das große Privileg, Ehud Ben Yehuda als guten Freund zu kennen, als ich Anfang der 1970er Jahre in Jerusalem wohnte. Ich kannte auch seine jüngere Schwester, Dola. Beide waren damals in ihren 70ern. Sie waren zwei der drei noch lebenden Kinder von Eliezer und seiner zweiten Frau Hemda. Die Geschichte über das Lebenswerk und den Auftrag ihres Vaters, trotz unvorstellbaren Schwierigkeiten, ist sowohl herzzerreißend, als auch herzerwärmend. Über seine Leistungen gibt es viele Bücher. Mein Ziel ist es zu beschreiben, welchen Kampf diese Familie durchgemacht hat, um die Hebräische Sprache aus dem Tod zum Leben zu erwecken. Ihre Geschichte ist eine große Lektion für all diejenigen, die berufen sind, etwas Großartiges zu erreichen. Ich werde diese außergewöhnliche Geschichte als Serie während der nächsten paar Monate vorstellen.

Was muss das für ein Mensch sein, der im Alleingang eine Sprache zum Leben erweckt, die seit dem zweiten Jahrhundert n. Chr. tot war?

Es stimmt, dass es im 19. Jahrhundert recht viele Juden gab, die wussten, wie man die Thora und die rabbinischen Bücher auf Hebräisch liest oder zumindest die Buchstaben aus dem Gebetsbuch aussprechen konnten – vor allem in Osteuropa. Die uralten Texte wurden von religiösen Juden zwar psalmodiert, doch meistens kaum verstanden. In Jerusalem gab es ein paar sephardische Juden (aus arabischen Ländern), die sogar ein wenig Hebräisch reden konnten, aber mit einem begrenzten uralten Wortschatz, dem alle modernen Konzepte fehlten. Niemand hat auch nur im Entferntesten daran gedacht, dass Hebräisch eine lebendige Sprache werden könnte. Kein einziger Jude sprach es als seine Muttersprache. Für alle praktischen Angelegenheiten war diese Sprache tot.

In den Jahren um 1880 gab es ein Wirrwarr von vielen fremden Sprachen, die von ca. 30.000 Juden gesprochen wurden, die aus allen Ecken der Welt ins Heilige Land gekommen waren. Im Klartext: ohne Eliezer ist es fraglich, ob es je eine Erweckung, besser gesagt eine Auferstehung der gesprochenen Hebräischen Sprache gegeben hätte. Deshalb trägt Eliezer Ben Yehuda in der ganzen jüdischen Welt den Titel „Vater der modernen Hebräischen Sprache“.

Ben Yehuda wurde 1858 in Litauen geboren. Als Jüngster seiner Familie lernte er die Hebräischen Schriften auf den Knien seines Vaters. Er liebte es, Zeit mit seinem Vater zu verbringen, und mit seinem phänomenalen Gedächtnis konnte er schon mit vier Jahren große Teile aus der Thora, dem Talmud und den Kommentaren auswendig.

 

0918 - ruins of a typical house in Luzhky
Ruinen eines typischen Hauses in Luzhky, Litauen, dem Geburtsort von Eliezer Ben Yehuda.

Doch sein Vater hatte Tuberkulose und als er eines Tage mit seinem vierjährigen Sohn die Thora studierte, hustete er plötzlich, und eine große Menge Blut bedeckte die geöffnete Thora. Seine letzten Worte waren: „Eliezer, mein Sohn,  reinige die Thora! Bring keine Unehre auf unser heiliges Buch.“

Von da an wurde das junge Kind von einem religiösen Internat zum nächsten geschickt. Wo auch immer er lernte, war er jedes Mal der beste Schüler. An einer Akademie steckte ihm sein Lieblings-Rabbi ein seltenes Buch zu, das nicht religiös war, aber dafür übersetzt auf Hebräisch – „Robinson Crusoe.“ Es war dieses Buch, das seinen Glauben  daran entfachte, dass die Hebräische Sprache nochmal eine lebendige Sprache werden könnte.

In seinen Memoiren schrieb er:

0918 - Robinson Crusoe Book in Hebrew

Robinson Crusoe, eins der ganz wenigen säkularen Bücher, die im 19. Jahrhundert in die hebräische Sprache übersetzt wurden – und den religiösen Juden verboten waren. (Im Bild eine moderne Übersetzung)

„Ich verliebte mich in die Hebräische Sprache als eine lebendige Sprache. Diese Liebe war ein großes und alles verzehrendes Feuer, das die Fluten des Lebens nicht löschen konnten – und diese Liebe zum Hebräischen rettete mich vor der Gefahr, die mir beim nächsten Schritt meines neues Lebens auflauerte.“

Dieser nächste Schritt kam, als ihm ein kleiner Band mit Hebräischer Grammatik zugesteckt wurde. Sein Lieblings-Rabbiner hatte sich getraut, nicht-religiöse Bücher zu probieren. Selbstverständlich war sein ultra-religiöser Onkel, bei dem er wohnte, entsetzt, dass sein Neffe im Bereich außerhalb der rabbinischen Literatur herumirrte. Voller Wut warf er den 14-jährigen Jungen aus seinem Haus und sagte ihm, er solle nie wieder zurückkehren.

EINE ZUFÄLLIGE BEGEGNUNG, DIE UNSERE GESCHICHTE VERÄNDERT HAT

Eliezer war niedergeschmettert und irrte die ganze Nacht lang umher, bis er in einem nahegelegenen Ort in die Synagoge ging und dort einschlief. Ein jüdischer Geschäftsmann, Solomon Jonas – eher säkular als traditionell – bemerkte ihn und lud ihn zu sich nach Hause ein. Eliezer war sofort gefesselt von seiner Bibliothek, doch er merkte, dass er kein einziges Wort davon verstand. Das einzige Alphabet, das er kannte, war Hebräisch. Sogar seine Muttersprache Jiddisch wurde mit dem Hebräischen Alphabet geschrieben.

Jonas nahm ihn auf wie einen Sohn. Die ganze Familie beteiligte sich an seiner Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung an einer staatlichen (säkularen) Schule und anschließend an einer Universität, da sie erkannten, was für ein brillanter Kopf er war. Devora, die Tochter von Jonas, wurde beauftragt, ihm Russisch und Französisch beizubringen, das er für die staatliche Schule brauchte. Er brachte sich selbst Mathematik und Biologie bei, indem er Bücher in seinen neu entdeckten Sprachen las. Er war hervorragend in der Schule und plante, zur Universität zu gehen. Eliezer und Devora blieben im Briefkontakt. Für Devora war er ihr Prinz.

Er wurde ein ausgesprochener Säkularist, der die großen literarischen Genies Russlands und Frankreichs liebte. Er war nicht mehr interessiert an den jüdischen Dingen – außer einer Sache, die er nicht loslassen konnte. Er schrieb: „Diese einzige Schnur war meine Liebe zur Hebräischen Sprache. Auch nachdem alle jüdischen Dinge mir fremd geworden waren, konnte ich mich nicht von der Hebräischen Sprache fernhalten …“

EINE NEUE BEWEGUNG: „NATIONALISMUS“

0918 - Solomon Jonas

Solomon Jonas
Weltlicher Geschäftsmann, der zufällig den obdachlosen Ben Yehuda traf und ihn in seine Familie „adoptierte“.

Eines der wichtigen Ereignisse, die ein Feuer in diesem Visionär entfacht haben, war die aufkommende „nationalistische“ Bewegung in verschiedenen Völkern, die ihr eigenes Land haben wollten. Er sah, wie die Bulgaren gegen ihre Herrscher aus dem türkisch-ottomanischen Reich rebellierten. Er dachte sich, wenn die Bulgaren, die kein uraltes, klassisches Volk waren, einen eigenen Staat verlangen und bekommen konnten, dann verdienten das auch die Juden, das Volk des Buches und die Erben des historischen Jerusalem.

Er erzählte, wie mitten in der Nacht, als er Zeitung las: „Plötzlich ein glänzendes Licht vor meinen Augen strahlte, als ob ein Blitz eingeschlagen hätte… und ich hörte eine merkwürdige innere Stimme, die mir zurief: ‚Die Erweckung Israels und seiner Sprache im Land ihrer Vorväter!‘ Das war der Traum.“

Danach las er ein einzigartiges und umstrittenes Buch des berühmten Autors George Eliot im Jahr 1876, das zu einem Heimatland für das jüdische Volk aufrief. Das war der entscheidende Faktor, der seine Lebensaufgabe herauskristallisierte.

Er wollte nach Paris gehen, Medizin studieren und Arzt werden. Mit einer solchen Karriere würde er einen Beruf haben, um für sich und seine Familie den Lebensunterhalt zu verdienen. Er plante Devora zu heiraten und dann mit ihr nach Jerusalem zu ziehen, um dort zu leben.

SEIN KATHOLISCHER VERTRAUTERT

Also begann Eliezer 1878 sein Medizinstudium an der Sorbonne. Er hatte kein Geld, doch er fand eine Mansardenwohnung zur Miete und aß eine Mahlzeit am Tag. Er verbrachte seine Tage mit Studien in den verschiedensten Bibliotheken von Paris. Als er eine russische Bibliothek besuchte, traf er einen neuen Freund, einen russisch/polnischen katholischen Journalisten, Tchatchnikof. Dieser adoptierte ihn prompt und öffnete ihm die Tür zur literarischen Gesellschaft Frankreichs. Dabei stellte er ihn Literatur-Größen wie Victor Hugo vor.

Dies war eine seltene Freundschaft in Anbetracht der langjährigen anti-jüdischen Lehren der Kirche und dem staatlich gebilligten Antisemitismus in ganz Europa. Die Juden pflegten den Umgang mit Juden. Aber Tchatchnikof wurde ein enger Freund, schulte Eliezers journalistische Fähigkeiten und gab ihm gelegentlich Arbeit, damit er ein Auskommen hatte. Tchatchnikof begann den Visionär interessanterweise daraufhin zu drängen, gemäß seinem Traum einer jüdischen Heimat zu handeln.

Der Journalist fragte seinen Freund: „Gibt es da andere Juden, die sich danach sehnen, dass ihr nationales Leben wieder erwacht?“ Die Antwort von Eliezer war: „Alle Juden glauben, dass sie in ihr Heimatland zurückkehren werden, wenn der Messias kommt.“ Aber er ergänzte, dass die gebildeten „erleuchteten“ Juden [die eventuell die Möglichkeit hätten, etwas zu unternehmen] sich aus Bequemlichkeit eher anpassen.

Dann fragte ihn der Pole, ob bisher schon jemand die Idee veröffentlicht hat, dass Zion ins eigene Land zurückkehrt. Eliezer erklärte, es gäbe eine hebräische Zeitschrift „Hamagid.“

„Also, kannst du Hebräisch schreiben?“ Als Eliezer zugab, dass er nicht wüsste, wie gut er dabei wäre, konterte der katholische Journalist: „Wenn du dich auf Hebräisch ausdrücken kannst, dann kannst du den Artikel schreiben. Vielleicht ist das der Grund, dass wir zu dieser Zeit zusammengebracht wurden, in dieser Stadt, die das Zentrum des liberalen Nationalismus ist.“

Als Eliezer vorschlug, dass jemand anderes das machen könnte, platzte es aus Tchatchnikof heraus: „Das ist kindliche Dummheit! Derjenige, der die erste Inspiration hat, muss auch der sein, der die Sache vorbringt und veröffentlicht. Mach schon, und lass uns darüber nicht mehr diskutieren.“

Eliezer schrieb den Artikel und sandte ihn zu „Hamagid“, die ihn ablehnten. Mutlos und auch erkennend, dass seine Gesundheit sich verschlechterte, hatte er den Eindruck, dass ein kleines Licht angezündet wurde und dann erlosch. Er fiel in Depression und sah sich selbst nur noch als einen der vielen Pariser, die der Armut und Kränklichkeit erlagen.

SEIN FREUND: GIB NICHT AUF!

0918 - HaShahar newspaper

„HaShahar“ („Die Morgendämmerung“), eine hebräische Zeitschrift, die den ersten Artikel von Eliezer Ben Yehuda veröffentlichte, in welchem er für ein Land und eine Sprache für das jüdische Volk aufrief.

Aber Tchatchnikof wurde wütend. „Du beweist weder die Hoffnung, noch die Belastbarkeit, die den Juden nachgesagt werden. Du kannst doch nicht nachgeben; und verliere ja nicht die Hoffnung. Da muss es doch noch ein anderes hebräisches Blatt irgendwo geben, an das du deinen Artikel senden kannst,“ meinte er. Und tatsächlich gab es eins. Eliezer sandte sein Manuskript an „The Dawn“ („Morgendämmerung“), eine hebräische Zeitschrift in Wien, und sein Artikel wurde zur Veröffentlichung akzeptiert.

Einige Wochen später kam Tchatchnikof seinen Freund besuchen und erfuhr, dass er Blut gespuckt hatte. Er hatte sich mit Tuberkulose angesteckt, wahrscheinlich bei seinem Vater schon viele Jahre zuvor.

Eliezer sagte seinem Freund, dem Journalisten: „Schade! Ich habe eben einen Brief vom „The Dawn“ Herausgeber bekommen, der meinte: ‚Ich war sehr erfreut über Ihren Artikel und ich bin sicher, dass Sie zu großartigen Leistungen bestimmt sind‘.“

Doch Eliezer sagte: „Aber es ist zu spät. Ich spucke Blut – ein klares Zeichen von Tuberkulose.“

Doch statt ihn zu bemitleiden, geriet Tchatchnikof in Rage. „Warst du bei einem Arzt? Bist du sicher, dass es Tuberkulose ist – und weißt du ganz sicher, dass es tödlich ist?“ Der polnische Journalist brachte ihn zu seinem eigenen Arzt, der ihn zu einem Spezialisten schickte. Die Diagnose war, dass Eliezer noch sechs Monate zu leben hatte.

„Nun, das war es – ich werde in sechs Monaten sterben“. Wiederum war Tchatchnikof wütend. „Du darfst nicht sterben,“ rief er aus. „Viel zu viele Befreiungsbewegungen waren Totgeburten, weil deren Urheber darin gescheitert ist, sein eigenes Überleben zu sichern.“

Er erinnerte Eliezer an den großen jüdischen Philanthropen Baron Edmond Rothschild, der oft Juden in Not half. Eliezer zögerte, ihn um Hilfe zu bitten, aber der Journalist selbst bat Rothschild um Hilfe, und dieser sandte den kranken Mann in sein Krankenhaus in der warmen Stadt Algier. Da kam er wieder zu Kräften und begann weitere Artikel zu schreiben.

Tchatchnikof kam, ihn in Algier besuchen, und Eliezer las ihm seinen dritten Artikel vor. Hier ein paar Zeilen davon:

Lasst uns daher die Sprache wiederbeleben und sie in den Mund unserer Jugendlichen legen, und sie werden niemals Verrat an ihr üben – doch wir werden niemals fähig sein, die Hebräische Sprache wieder zum Leben zu bringen, als nur in dem Land, in dem die Hebräer die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Lasst uns daher die Anzahl der Juden in unserem verwahrlosten Land vermehren; lasst uns die Übriggebliebenen unseres Volkes in das Land ihrer Vorväter zurückbringen; lasst uns die Nation wieder zum Leben nerwecken – und die Sprache wird ebenfalls leben!

Wenn wir die Nation wiederbeleben und sie ins Land zurückbringen – wird das Hebräische auch leben! Denn letztendlich ist das der einzige Weg zur endgültigen Erlösung – und ohne Erlösung sind wir verloren, für immer verloren.

Tchatchnikof rief aus: „Eliezer, wie schade, dass du kein polnischer Katholik bist! Du könntest der jüngste Heilige unseres Volkes werden… Ich hoffe, dass dein Volk erkennen wird, wie prophetisch die Worte sind, die du da aussprichst. In deiner Stimme höre ich Jeremia und Amos, Jesaja und Hesekiel. Ich habe bisher weder dies noch das über die Juden empfunden – aber jetzt weiß ich, dass der Same der Propheten immer noch lebendig ist. Dein Volk wird die Erlösung erleben, von der du sprichst – und du wirst als ein Prophet dieser Erlösung bekannt werden.“

Eliezer bekam noch einen weiteren Verbündeten – Peretz Smolenskin, der Autor und Herausgeber von „The Dawn“. Nachdem er die Logik und die Leidenschaft von Ben Yehudas Artikeln gelesen hatte und dann voller Entsetzen die grausamen Pogrome in Russland beobachtete, erkannte er, dass die einzige Antwort ein Land und eine Sprache war, die dem jüdischen Volk gehörten.

Als Eliezer zurück in Paris war, bereitete er sich darauf vor, nach Jerusalem zu ziehen. „Es wäre die äußerste Heuchelei, wenn ich mein Volk aufrufe, in ihr desolates Heimatland zurückzukehren, während ich selbst in Paris bleibe.“ Tchatchnikof ermutigte ihn und gab ihm sogar Geld für die Reise ins Heilige Land.

Leider wusste Eliezer, dass er die Beziehung mit Devora Jonas, der Liebe seines Lebens, beenden musste. Als ein Mann mit Tuberkulose könnte er jederzeit sterben oder noch schlimmer, seine Frau mit der Krankheit anstecken. Sowieso könnte er nicht eine Frau und eine Familie ernähren.

Er schrieb einen Brief an Solomon Jonas, den Vater von Devora. Darin erklärte er ihm, dass er seit Jahren geplant hatte, Devora zu heiraten, er sie aber nun aufgrund seiner Krankheit freigab. Er erklärte ihm auch, dass er nach Jerusalem ausreiste, um dort zu leben. Er schrieb: „Ich weiß nicht, was ich tun werde, wenn ich im Heiligen Land bin – ich weiß nur, dass ich hin gehen muss.“

Weiterhin schrieb er:

„Ich habe keine andere Wahl, als mein Versprechen an Ihre Tochter zu beenden. Bitte glauben Sie mir, Sir; ich tue das nicht aus Niedertracht. Ich bin immer noch verliebt in sie. Sie ist immer noch ganz fest in meinem Herzen – aber ich kann ihr nun nichts mehr anbieten! Ich kann ihr kein Heim oder Familie versprechen. Noch kann ich ihr eine lange Ehe versprechen. Eigentlich haben meine Ärzte mich informiert, dass sie auch ein Opfer dieser verfluchten Krankheit werden könnte, wenn sie mich heiratet. Ich bitte Sie, Sir, seien Sie so freundlich und seien Sie mein Bote und überzeugen Sie Ihre liebe Tochter, dass sie mich vergessen muss und einen anderen, würdigeren Mann finden muss, um ihn zu lieben und zu heiraten. Ich werde beten, dass sie glücklich wird. Glauben Sie mir, Sir, es ist besser für sie ohne mich.“

Die Geschichte wird im Oktober-Report 2018 weitergehen.

*Ich habe die Informationen hauptsächlich aus folgenden Quellen: „Fulfillment of Prophecy, The Life Story of Eliezer Ben Yehuda 1858–1922“, geschrieben von Eliezer Ben Yehuda, dem Enkelsohn von Eliezer Ben Yehuda, denn er bekam die Informationen und viele Details aus erster Hand, von seiner Großmutter Hemda Ben Yehuda..

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Vielen Dank an die MAOZ Partner, die es uns ermöglicht haben das Buch„REDEEMING LOVE“ (ERLÖSENDE LIEBE) VON FRANCINE RIVERS

0918 - Redeeming love

Auf der Grundlage der uralten biblischen Geschichte des  Propheten Hosea und seiner Frau Gomer wird hier Gottes bedingungslose Liebe, Vergebung und Erlösung eindrucksvoll beschrieben.

0918 - Redeeming Love book in HebrewMein Name ist Anat Brener. Zwölf Jahre lang habe ich dem Herrn gedient, indem ich mich um die Menschen aus dem Milieu der Prostitution und der Drogen nicht weit vom alten Zentral-Busbahnhof in Tel Aviv gekümmert habe.

In den letzten sechs Jahren hat unsere Organisation „Chayim Be’Shefa“ (Erfülltes Leben) ein Tageszentrum „The Red Carpet“ („Der rote Teppich“) geleitet. Die Mädchen, die zum Zentrum kommen, leben in Prostitution; sie sind drogenabhängig und obdachlos. Sie kommen, um eine Mahlzeit zu bekommen, um zu duschen, ihre Haare und Nägel zu pflegen, ein paar saubere Kleider zu bekommen und um zu schlafen. Sie wissen von unserem Glauben und erlauben uns, regelmäßig für sie zu beten.

Vor einigen Jahren las ich das Buch „Redeeming Love“ von Francine Rivers. Dieses Buch hat mein Herz tief berührt und war für mich der Ausdruck der Liebe Gottes, die erlöst, die freisetzt und das bedingungslos – egal, wie tief wir in Sünde gefallen sind und in unserem Leben leiden.

Das Buch wurde neulich von Maoz in die hebräische Sprache übersetzt. Ich entschied mich, mehrere Kopien davon zu kaufen, um sie dort zu verteilen, wo wir dienen. Ich gab sie an alle humanitäre Organisationen, die mit Mädchen aus der Prostitution arbeiten, ich verschenkte sie auch den Mädchen selbst, (denen, die lesen können), und jedem, der ein Herz dafür hat, zu dienen und zu helfen.

Ich habe die Bücher auch an Reha-Zentren verteilt. Ich glaube, es wird Herzen berühren, weil darin die errettende und erlösende Liebe Gottes widergespiegelt wird. Ich zweifle nicht daran, dass die Liebe Gottes für diese Mädchen der Schlüssel dafür sein wird, dass sie diesem Teufelskreis von Prostitution und Drogenmissbrauch entkommen.

Anat Brener
www.abundantlife.org.il

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NOAEINE ORTHODOXE ISRAELISCHE FRAU IST EINE NACHFOLGERIN JESCHUAS

0918 - Noa - Immersion

Moti Cohen (links) und Ido Bar beim Untertauchen von Noa (nicht ihr richtiger Name).

Vor ein paar Monaten sollte mein guter Freund Ido, der erst vor kurzem in unserer Gemeinde zum Glauben kam, im Rahmen eines Kurses, den er besuchte, einen Vortrag halten. Er entschied sich, über den Prozess der Befreiung zu sprechen, den er in der Gemeinde Tiferet Jeschua erlebt hatte. Auch wenn er den Namen Jeschua nicht erwähnte, war es klar, dass ihn etliche nach Abschluss seiner Rede nach mehr Details fragen würden.

Noa, die offensichtlich orthodox war, kam am Ende des Vortrags zu Ido und begann, ihm Fragen über die Gemeinde zu stellen und was er mit „Befreiung“ gemeint hat. Ido erzählte ihr freudig über seinen Glauben an Jeschua und lud sie ein, zur Gemeinde zu kommen.

Noa kam und war begeistert, über Jeschua zu lernen. Sie liebte den Lobpreis und die Anbetung – es ist so anders als der sich wiederholende liturgische Gesang in der Synagoge, wo jeder Aspekt des Gottesdienstes von einer strikten traditionellen Vorgabe diktiert wird. Langsam begann Noa zu verstehen, dass der Glaube an Jeschua nicht ein „ausländischer Import“ ist. Sondern, dass er eher ein Glaube ist, der tief im Judaismus verwurzelt ist, dass die ersten Gläubigen alle Juden waren und dass unser Glaube auf den Hebräischen Schriften und dem Neuen Testament gegründet ist – ein Buch, das ebenfalls von Juden geschrieben wurde.

Noa begann meinen Kurs für Jüngerschaft, der sich in die Grundlagen des Glaubens an Jeschua vertieft, wie z. B. Jeschuas Opfer, Buße, messianische Prophetien in den Hebräischen Schriften, die Wichtigkeit, das Wort Gottes zu studieren und zum Schluss, wie wichtig das Untertauchen im Wasser ist.

Es war interessant, dass Ido an einigen der Lektionen teilnahm und sogar bei der Jüngerschaft von Noa mitwirkte. Auch wenn er ein relativ neuer Gläubiger ist, kann man klar erkennen, dass Ido eine Gabe für Evangelisation und Jüngerschaft hat. Für mich war es eine sehr spezielle Erfahrung, einen Mann zu sehen, der selbst erst vor kurzem ein Jünger wurde, wie er jemanden zum Glauben an Jeschua führte und mit der Person die Jüngerschaft begann. Es ist wichtig zu verstehen, dass beten für die religiösen Juden bedeutet, Gebete zu rezitieren, die in einem Gebetsbuch, dem Siddur, aufgeschrieben sind. Im orthodoxen Judentum ist das Gebet zentral und wichtig, aber da gibt es so etwas nicht, im Gebet einfach mit Gott zu sprechen und zu kommunizieren. Jedes Gebet im orthodoxen Judentum ist in einem vorgeschriebenen Format aufgeschrieben, das bestimmt, wann und was genau jemand im Lauf des Tages beten sollte.

Religiöse Mädchen sind von manchen obligatorischen Gebeten freigestellt, die praktizierende Männer im Lauf des Tages beten müssen. Und dennoch rezitierte Noa jeden Morgen, wenn sie aufwachte, das Gebet „Modeh Ani“, ein Gebet, mit dem man Gott dafür dankt, dass man in Frieden aufgewacht ist. Nach jeder Mahlzeit betete Noa das Gebet „Tfilat Mezuman“, mit dem man Gott für das Essen dankt. Es gibt noch viele andere vorgeschriebene, verpflichtende Gebete im Judaismus. Von denen sind manche tiefgehend und wunderschön, aber keines davon kommt aus einem persönlichen, spontanen Herzensschrei zu Gott.

Bei Tiferet Jeschua war Noa einer anderen Art von Gebet ausgesetzt, die sie noch nie zuvor erlebt hatte, da sie immer nur vorgeschriebene Gebete aus einem Buch ablas. Noa liebte es zu hören, wie wir in der Gemeinde beten, aber sie schaffte es anfangs nicht, selbst spontan zu beten. Allerdings änderte sich das während eines unserer Gottesdienste; es war gegen Ende der Predigt. Die ganze Gemeinde hatte sich in kleine Gruppen aufgeteilt, um für einige bestimmte Anliegen zu beten – und auch um füreinander zu beten. Noa war in einer der Gruppen und freute sich sehr zu hören, wie die Menschen ihrer Gruppe spontan und persönlich beteten. Als sie an der Reihe war, öffnete sie einfach ihren Mund, und zum allerersten Mal in ihrem Leben begann sie zu beten, und zwar direkt aus ihrem vor Liebe überfließenden Herzen. Sie war überglücklich, dass Gott ihr die Fähigkeit gegeben hatte, ein persönliches Gebet aus ihrem Herzen zu beten!

0918 - Tiferet Yeshua

Gemeinde Tiferet Jeschua im Zentrum von Tel Aviv.

Preist den Herrn! Noch ein Israeli weiß nun, wie der Himmel gestürmt werden kann!

Letzte Woche fuhren wir zum Jordanfluss nicht weit von Tiberias, wo Noa im Wasser untergetaucht werden sollte. Sie war so aufgeregt über diesen speziellen Tag. Ido und noch zwei Autos voller Zeugen kamen mit uns. Es war wichtig, dass Ido zusammen mit mir Noa ins Wasser tauchte, denn er hatte sie zu Jeschua geführt. Wir erklärten Noa, dass wir beim Untertauchen ins Wasser uns mit dem Tod Jeschuas identifizieren, was den Tod unseres alten Menschen mit all seinen Lüsten und sündhaften Begierden symbolisiert. Und sobald wir aus dem Wasser rauskommen, identifizieren wir uns mit der Auferstehung Jeschuas aus den Toten (Römer 6,6) und beginnen, durch die Kraft des Heiligen Geistes ein neues Leben zu leben (Römer 6,4).

Noa bekannte, dass sie ihr Leben dem Messias Israels, Jeschua, hingab. Sie dankte Gott für ihre Errettung und ging ins Wasser. Es war ein starker und heiliger Moment, und während ihres Untertauchens ins Wasser fühlten wir eine starke Gegenwart des Heiligen Geistes. Gott füllte uns mit Freude, und das war für uns ein Zeichen dafür, wie glücklich Er darüber war, dass diese „Tochter Zions“ ihre Entscheidung getroffen hatte, Seinen Wegen zu folgen. Wir sangen und beteten gemeinsam und fuhren auf unserem Heimweg nach Tel Aviv mit viel Freude und Frieden in unseren Herzen.

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September 2018

Liebe Maoz-Partner,

frohes Neues Jahr 5779- ein Jahr näher dem Kommen des Messias!

Ein wichtiger Teil von Maoz ist das Veröffentlichen von Büchern des Glaubens, um die israelischen Gläubigen auszurüsten, aber auch Bücher, um die Verlorenen zu erreichen.

Als wir 1978 unsere erste Serie Hebräischer Bücher herausbrachten, schien das komplett absurd zu sein.

Wir investierten tausende von Dollar für das Drucken der Serie „Through the Bible“ („Durch die Bibel“) von Gordon Lindsay (meinem Vater). Aber in den 70ern gab es höchstens ein paar hundert messianische Juden in Israel, und nur eine Handvoll davon sprach Hebräisch. Der Rest waren Einwanderer, meist aus den USA und Europa, die ihre Bibel und Bücher in der eigenen Muttersprache lasen.

Doch wir wussten durch die biblischen Prophetien, dass eine große Erweckung unter den Israelis , die an unseren Messias, Jeschua, glauben würden, bevorstand. Wir fühlten tief in unseren Herzen die Berufung, bei der Vorbereitung auf die vielen neuen Gläubigen zu helfen. Und Bücher in Hebräischer Sprache würden dazu eine sehr wichtige Rolle spielen! So hat Gott den Maoz-Verlag dafür gebraucht, tausende Bücher für Nicht-Gläubige zu drucken mit Zeugnissen darüber, wie Juden zum Glauben gekommen sind!

Set jenem Tag haben wir laufend Bücher übersetzt, editiert, gedruckt und veröffentlicht. Es sind glaubensbasierte Bücher, die den jüdischen Gläubigen in Israel helfen sollen zu wachsen und den Verlorenen die große Gabe der Errettung durch Jeschua präsentieren.

Heute haben wir eine wunderbare Auswahl an Hebräischen Büchern auf unserer Webseite: www.maozstore.co.il. Ein wachsendes Publikum bestellt unsere elektronischen Bücher schon per Internet. Sobald wir die nötige Finanzierung erhalten, werden wir sie bei Amazon und vielen weltlichen hebräischen elektronischen Plattformen anbieten. Das bedeutet, mehr und mehr Nicht-Gläubige werden über das Evangelium informiert!

Wir bieten die Bücher auch dem messianisch-jüdischen Leib an. In den 20 hebräisch-sprechenden messianischen Gemeinden, die unsere Bücher führen, bieten wir sie all denen kostenlos an, die sie nicht bezahlen können!

Aber darf ich ehrlich mit Euch sein? Jedes Buch ist ein kostspieliges Projekt, und der Prozess kann 18 Monate oder länger dauern. Wir veröffentlichen nicht, um Profit zu machen! Wir veröffentlichen Bücher, um unsere messianische hebräisch-sprechende Gemeinschaft zu stärken und die Verlorenen zu erreichen.

Diese Bücher sind dazu da, um das Reich Gottes voranzubringen bis Jeschua, der König der Juden, zurück auf die Erde kommt.

Werdet Ihr uns helfen?  Eins wissen wir in unseren Herzen und sehen es im Geist: Die Ernte ist sehr reif!

Möge Gott Euch in diesem neuen Jahr segnen!

Ari & Shira Sorko-Ram und das Maoz Deutschland Team

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