Februar 2019

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Februar 2019 2019-04-21T05:51:50+02:00

VORBEREITUNG DER JUGENDLICHEN,UM IN DER ARMEE GEISTLICH ZU ÜBERLEBEN

Ungefähr 120 Teenager aus Messianischen Elternhäusern gehen jährlich zur Armee. Das bedeutet, dass es zu jeder Zeit 350–450 Messianische Soldaten in der Armee gibt. Wir arbeiten hart daran, mehr und mehr von ihnen in die Gemeinschaft mit ihren gläubigen Altersgenossen einzubinden.

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Als ich Ende der 80er Jahre zur Armee kam, gab es sehr wenig Messianische Gläubige die in  der IDF (Israelische Verteidigungsstreitkräfte) dienten. Ich war bei der Golani Infanterie-Brigade, ein anderer war bei den Fallschirmjägern und ein weiterer bei der Givati Infanterie – wir waren verstreut in der ganzen Armee.

In den späteren Jahren gab es mehr und mehr Israelische Gläubige die in der IDF dienten. Und einige von ihnen begannen sich für Bibelstudium und Gemeinschaft zu treffen. Als 20-jähriger in der Armee betrübte mich eine Sache ganz besonders: die meisten gläubigen Freunde, mit denen ich aufgewachsen war, folgten jetzt nicht mehr dem Herrn. Im Lauf der Jahre sind viele Israelische Jugendliche, die in messianischen Elternhäusern aufgewachsen waren, vom Glauben abgefallen. Sehr viele.

Einige begannen romantische Beziehungen mit Nicht-Gläubigen einzugehen. Einige wussten einfach nicht, wie sie ihren Glauben verteidigen sollten oder wussten nicht was sie wirklich glaubten. Daher waren sie komplett desorientiert während ihres Militärdienstes.

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Joel Goldberg, der Gründer und Wegbereiter von Netivah (Der Pfad) und seinen verschiedenen Programmen, wie z. B. Netzor (Bewahrt).

Bei der Armee wird alles herausgefordert – die Moral, die Werte, unser biblisches Verständnis, ethische Entscheidungen und selbstverständlich unser geistlicher Wandel. Der Militärdienst ist eine der schwierigsten Zeiten die einen gläubigen Teenager sehr herausfordert. Es ist eine geistliche Wüste. In dieser Zeit des Lebens erleben sie auch einen enormen emotionalen Druck. Was die Sexualität anbelangt ist es eine Versuchung. Ein wahrer Kampf.

Wir sprechen hier über das Alter von 18, 19, 20 und 21 Jahren. Die Männer dienen drei Jahre lang, die Frauen zwei. Es ist eine maßgebende Etappe des Lebens, in der sie schwierigeEntscheidungen darüber treffen, wer sie sind und was sie glauben. Sie sind in einem höchst prekären und  herausfordernden Lebensabschnitt ihres Lebens.

HILFE IST UNTERWEGS

Unsere Organisation Netivah (übersetzt: „Der Pfad“) dient diesen Teenager mit jährlich insgesamt 22 Konferenzen, Feldlagern und Programmen, um sie geistlich auf das vorzubereiten was vor ihnen liegt! Wir bieten den Messianisch-Jüdischen Jugendlichen „Feldlager“ angefangen bei Siebtklässler und Achtklässler bis hin zu ihrer Armeezeit. Wie ermutigen wir und fordern wir sie heraus? Wie bieten wir ihnen das was sie brauchen, um den ganzen langen Weg der zwei oder drei Jahre bei der Armee durchzuhalten?

Die Chance, dass sie für den Herrn leben und ihr Glaube nicht erschüttert wird, ist umso größer, je eher wir sie in die regelmäßige Gemeinschaft mit einer Gruppe anderer Gläubigen bringen können, vor allem mit Gleichaltrigen.

Vor ca. zehn Jahren begannen wir mit dem Programm Netzor für Abiturienten, kurz bevor sie zur Armee gingen. Netzor ist ein 10-tägiger Kurs, der diese Teenager herausfordert zu wissen wofür sie stehen, und um sie zu ermutigen jetzt eine Entscheidung zu treffen! Es gibt Kinder, die im Glauben erzogen wurden, aber nie eine ernsthafte Entscheidung getroffen haben Jeschua um jeden Preis zu dienen. Das sind jene, die bei der Armee vom Weg abkommen. In diesem Jahr erwarten wir 60–70 Jugendliche, die das Netzor Training absolvieren werden.

ENTSCHEIDE HEUTE

Ich glaube wirklich, dass es unsere Verantwortung ist ihnen zu zeigen, dass sie eine Entscheidung treffen müssen. Es ist wie in Josua 24, als der Anführer Israels sagte: „Erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt.“ Die Kinder Israels kehrten zurück und sagten: „Wir wollen dem Herrn dienen.“ Doch wir wissen auch, dass Josua sie warnte, dass sie nicht dem Herrn und zugleich anderen Göttern dienen können.

„Netzor“ bedeutet „in Sicherheit sein, bewahrt sein.“ In Sprüche steht: „Mehr als alles andere bewahre dein Herz.“

Wir helfen diesen jungen Männern und Frauen ihre Herzen zu bewahren und bereiten sie für die vielen Herausforderungen und Ablenkungen vor, die ihnen während ihrer Militärzeit bevorstehen. Wir reden zu ihnen über Werte; über biblische Mandate – was es bedeutet ein Diener zu sein. Unser Ziel ist es nicht aus ihnen bessere Soldaten zu machen, sondern bessere Jünger Jeschuas, die bei der Armee dienen. Wir wünschen uns aus ihnen bessere Botschafter der Wahrheit und der Hoffnung zu machen, die das Evangelium den jungen Männern und Frauen verspricht, die gemeinsam dienen.

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Unser Ziel ist es nicht aus ihnen bessere Soldaten zu machen, sondern bessere Jünger Jeschuas, die bei der Armee dienen.

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Messianisch-jüdische Teenager verbringen, ein paar Tage bevor sie zur Armee einrücken, zehn Tage mit Campen bzw. Arbeiten im Freien und sich zusammen mit 60–70 Gleichaltrigen geistlich vorzubereiten. Jedes Jahr wächst die Anzahl der Teilnehmer.

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EUER JOB: EIN LICHT ZU SEIN

Bei uns stellt sich die Frage erst gar nicht, ob man zur Armee geht oder nicht. Das ist unsere Gesellschaft; es ist Teil unserer Kultur, Teil unserer fortwährenden Bemühungen, dass unser Staat überlebt. Und selbstverständlich wollen wir sie dazu ermutigen ihr Bestes zu geben, wie für Jeschua, wo auch immer sie sich befinden.

Diese Gläubigen wissen, dass man in unserer Gesellschaft angesehen wird, wenn man in höherer Stellung in der IDF dient, und wir müssen wirklich gute Soldaten sein. Doch wir sagen ihnen: „Es geht nicht darum wie ihr die besten Soldaten oder Offiziere sein werdet. Sondern es geht darum ein Licht zu sein, wo auch immer ihr seid!“

Wir erklären ihnen aber auch, dass Gott sie manchmal an den schlimmsten Ort, den schwierigsten Ort mit den schwierigsten Menschen der Armee stellen wird, weil sie dort einen Einfluss haben können. Dort können sie das Evangelium und die Wahrheit den Menschen in ihrem Umfeld weitergeben.

Man macht sich nicht immer beliebt, wenn man sowas sagt. Aber ich denke, dass sie nach Beendigung des Netzor Programms mit einem Verständnis dafür weggehen, was es heißt, ein Diener Jeschuas während der Militärzeit zu sein.

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* ÜBUNGEN

ERSTE GROSSE HERAUSFORDERUNG

Es gibt drei große Herausforderungen denen Messianische Gläubige bei der Armee gegenüberstehen. Erstens erzählen unsere Soldaten von einer geistlichen Trockenheit während ihres Militärdienstes. Es ist völlig verständlich, dass die Routine ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre, umgeben von Nicht-Gläubigen, Tag für Tag wegen seinem Glauben herausgefordert, ermüdend ist; es ist nicht leicht für diese jungen Männer und Frauen während dieser langen Zeit für ihren Glauben gerade zu stehen.

Wir betrachten die Armeezeit als eine geistliche Wüste, und wir wollen sie mit Wasserbrunnen entlang des Weges versorgen, von einem Brunnen zum nächsten Brunnen, von einer Wasserquelle zur nächsten Wasserquelle. Ihr habt noch keine tiefempfundene Anbetung gehört, bis ihr 120 Soldaten singen hört, die nach einer geistlich trockenen Woche zu einer Zeit der Anbetung und des Gebets kommen, in der wir ihnen eine geistliche Oase für ihre Seelen anbieten.

Ich bin ein Lobpreisleiter und manchmal höre ich auf zu spielen  und wir singen einfach nur zusammen. Dann hört man wie die Stimmen ihres Herzens nach Jeschua rufen. Sie wissen, dass sie in einer großen geistlichen Wüste sind.

 

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* GEBET

DIE ZWEITE GROSSE HERAUSFORDERUNG

Die zweite Herausforderung ist die Selbstverpflichtung zu sexueller Enthaltsamkeit. Für Jungs gibt es Pornographie und konstante Versuchungen. Bei den Mädchen: es gibt nichts  Attraktiveres für junge nicht-gläubige Soldaten als ein süßes, reines, junges Mädchen, das in einem Messianischen Elternhaus aufgewachsen ist.

Eine Sache, die wir rausgefunden haben ist diese, dass unsere Jungs und unsere Mädchen einfach nicht vorbereitet sind für diese Herausforderung. Und es ist nicht nur sexuell. Es beginnt mit echten Freundschaften. Zum Beispiel haben wir hier ein süßes junges Mädchen, das in einem Messianischen Elternhaus aufgewachsen ist; sie ist eine wahre Gläubige. Und die Jungs baggern sie an von allen Seiten. Sie ist eine solche Aufmerksamkeit nicht gewohnt, denn in Messianischen Kreisen, bei unseren Camps und Konferenzen sind die Jungs respektvoll. Doch nicht-gläubige Jungs sind direkt und halten sich nicht zurück!

Eigentlich sind unsere Jugendlichen, die in Messianischen Elternhäusern aufgewachsen sind recht beeindruckend. Sie sind respektvoll. Sie sind gute Soldaten. Sie machen sich gut. Sie haben ein hohes Niveau an Werten und wir haben festgestellt, dass sogar orthodoxe Mädchen auf diese Messianischen Jungs stehen! Wieso? Weil sie gute Jungs sind! Die Messianischen Jungs schauen sich dann diese Mädchen an und sagen: „Wow, solche Mädchen habe ich in unserer Messianischen Gemeinschaft nicht gesehen!“ Die Versuchung gibt es also von allen Seiten.

 

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* ANBETUNG

 

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VerMessianische Soldaten im aktiven Dienst geben Zeugnis vor  Messianischen Abiturienten ab, die sich darauf vorbereiten zur Armee zu gehen.


DIE DRITTE GROSSE HERAUSFORDERUNG

Die dritte Herausforderung ist wie sie ihren Glauben teilen und ein Licht sein sollen. Messianische Soldaten müssen zugerüstet werden, denn zum ersten Mal in ihrem Leben werden ihnen reale, ehrliche, elementare Fragen über ihren Glauben gestellt. Bis dahin konnten sie entscheiden, nur mit denen zu reden, mit denen es für sie noch angenehm war zu reden. Im Gymnasium wählst du selbst deine Freunde; du entscheidest wem du erzählst, dass du ein Gläubiger bist, und du bist ehrlich und offen mit wem du das willst. Das geht so nicht in der Armee. Da bist du – 24/7 – mit einer Gruppe von Leuten, die alles was dich ausmacht sehen können.

Da wirst du beurteilt, nicht nur was dein äußeres Verhalten anbelangt, sondern sie beurteilen alles – jedes Wort das du sagst, jede Einstellung die du hast. Sie messen dein Verhalten mit dem was du sagst, dass du glaubst. Bei der Armee kannst du also nicht verstecken, wer du wirklich bist; es wird rauskommen. Es wird daran sichtbar, was für ein Soldat du bist. Es wird durch dein Verhalten rauskommen, durch die Worte die du redest, durch die Werte die du vertrittst. Manche junge Gläubige möchten nicht unter einem solch prüfenden Blick stehen, daher sagen sie womöglich niemandem was über ihren Glauben.

Doch viele Messianische Soldaten möchten wirklich ein Zeugnis sein – sie möchten ein Licht sein. Für sie ist es eine große Herausforderung beim Weitersagen des Evangeliums, dass es dort orthodoxe Jungs und Mädchen gibt, die die Bibel kennen. Sie kennen die Schriften aus einer rabbinischen Perspektive. Deren Herausforderungen sind heftiger. Sie antworten: „Zeig mir das in den Schriften. Beweise mir, dass du weißt woran du glaubst.“ Das ist also eine unserer Herausforderungen bei Netzor. Du musst wissen was du glaubst, warum du es glaubst und wie du es verteidigen kannst.

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PERSÖNLICHE VERSPRECHEN BETREFFEND DAS VERHALTEN IN DER ARMEE
• Ehrlichkeit  • Nicht fluchen  • Bescheiden kleiden  • Keinen ungläubigen Freund/Liebhaber  • Geduld zu Hause  • Nett sein aber nicht flirten  • Täglich die Bibel lesen  • Klatsch und Tratsch vermeiden  • Freude  • Beten vor dem Essen  • Zu Gemeinde und Konferenzen gehen  • Auf den Heiligen Geist hören

SIE KOMMEN AUS ALLEN TEILEN ISRAELS

In unserem vormilitärischen Programm Netzor versammeln sich Jungs und Mädchen aus dem ganzen Land, aus allen möglichen Gemeinden Israels. Gewöhnlich haben wir 60–70 Teenager, die kurz davor ihr Abitur geschafft haben und bald ihren Militärdienst antreten sollen. Es ist ein intensives 10-tägiges  Programm, wo wir im Freien auf den Golanhöhen schlafen. Wir wandern mit ihnen und machen Team-bildende Aktivitäten, die ihre Beziehungen fördern. Wir laden auch Soldaten ein, die im aktiven Dienst sind, um ihnen zu erzählen wie es ist, ein Gläubiger in der Armee zu sein.

Wir studieren zusammen die Bibel und konzentrieren uns hauptsächlich darauf, was Gottes Anweisungen zu unserem Lebensstil sind. In einem langen  vierstündigen Treffen diskutieren wir über ethische Dilemmas und Werte. Danach geben wir ihnen Karten, auf denen sie ihre eigene Ethik, die Werte und das Versprechen an Jeschua aufschreiben.

DAS VERSPRECHEN AUFSCHREIBEN

Wir fordern sie heraus etliche Aspekte ihrer eigenen persönlichen Versprechen betreffend folgender Werte aufzuschreiben: Ehrlichkeit, Enthaltsamkeit, Beziehungen zu anderen, Respekt, Familien-Beziehungen, geistliches Wachstum und weitergeführte Beziehungen mit ihrer Gemeinde. Sie wissen, dass sie diese Versprechen vor dem Herrn machen. Anschließend laminieren wir diese Karten, damit sie sie in ihre Bibel legen können.

Das ist ein wunderbares Werkzeug um diesen Teenagern zu helfen, rechenschaftspflichtig zu bleiben. Das wissen wir aus den Zeugnissen, die uns diese jungen Leute nach ihrem Militärdienst erzählen. Ihre persönlichen aufgeschriebenen Versprechen waren und sind immer noch eine große Hilfe für sie, dass sie stark in ihrem Glauben bleiben.

Dann sind auch andere, die noch nie ihr Leben unter die Herrschaft Jeschuas gestellt haben, obwohl sie in Messianischen Elternhäusern aufgewachsen sind und die Wahrheit kannten. Bei Netivah haben sie die Gelegenheit dazu.

Beim Abschluss laden wir die Ältesten und die Leiter ihrer Gemeinden, die Eltern und Jugendleiter ein und fordern sie auf diese jungen Männer und Frauen im Gebet und engen Beziehungen zu begleiten. Das vormilitärische Programm Netivah wurde zu einem Sicherheitsnetz, zu einem Instrument Gottes, um junge Soldaten in ihrem Glauben zu stärken.

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Ehrenamtliche Begleiter und Leiter für Netzor

Wir haben mind. 22 jährliche Treffen, Feldlager und Programme und wir wollen das ständig weiter vorantreiben. Zum Beispiel sind wir der Meinung, dass wir vier bis sechs Treffen pro Jahr mit unseren Soldaten haben müssen. Die meisten unserer Konferenzen finden Freitag-Samstag statt, wenn die Soldaten frei haben.  Und wir verraten euch unsere Statistik. Um die 90 % der Männer und Frauen, die in der Armee dienen und die Konferenzen für Soldaten besuchen, besuchten auch die Konferenzen für Teenager, als sie heranwuchsen! Wir müssen früh anfangen! Und wir müssen die Beziehung mit ihnen auch während ihrer Teenager-Zeit und ihres Militärdienstes weiter pflegen. Wir haben erkannt, dass die Begleitung der gläubigen Soldaten entscheidend ist für ihren erfolgreichen Wandel mit dem Herrn.

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Februar 2019

Vor über 20 Jahren bin ich, ähnlich wie Joel Goldberg in diesem Report, in die Armee eingetreten, zuerst mehrere Jahre vollzeitig und später 20 weitere Jahre als Reservist.

Die Armee in Israel ist Pflicht für alle. Männer dienen drei Jahre, Frauen zwei Jahre, bevor sie nachher in den Reservedienst eintreten. Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) sind  natürlich primär für die Sicherheit Israels verantwortlich. Aber das Militär ist auch sozial wichtig, weil es die vielen Kulturen, die in Israel mit- und nebeneinander leben, näherbringt. Nur in der Armee habe ich mit Siedlern, »Frieden Jetzt«-Aktivisten,  traditionellen und säkularen Juden, Tscherkessen, Drusen,  Beduinen, Christen und Samaritern nicht nur an einem Tisch gesessen, sondern auch mit ihnen Seite an Seite gekämpft, und so einen Blick in ihr Leben und Kultur erhalten. Darum wird die Armee in Israel auch als der Schmelztiegel der Nation gesehen.

Die Zeit im Militär hat mir sehr viel Gutes gegeben. Im Militär wurde ich erwachsen, ich habe Freunde fürs Leben erhalten. Ich habe gelernt, schnelle Entscheidungen zu treffen und dafür auch Verantwortung zu übernehmen. Und ich wurde ein voll integrierter Teil der Gesellschaft.

Auf der Gefühlsebene und geistlichen Ebene bin ich durch die Armee jedoch in einen regelrechten Wirbelsturm geraten. Zum ersten Mal im Leben musste ich ganz ohne Familie und andere Gläubige auskommen, gerade in einer sensiblen Zeit, in der mein eigener Charakter noch nicht 100 % entwickelt war. Das hat mir auf geistlicher Ebene geschadet. Erst einige Jahre nach dem  regulären Dienst habe ich Gott wieder gesucht und gefunden.

Gerne wäre ich durch Programme wie Netzor (»Gesichert«) und Netivah (»Pfad«) richtig auf die Armee vorbereitet worden. Sie bieten wichtige Vorbereitung auf die schwierige Zeit beim Militär und unterstützen die jungen Gläubigen auch während der Dienstzeit. Das Resultat ist: Heute treten gläubige Soldaten mit einem starken Rückgrat ihren Dienst an. Sie haben keine Angst  wegen ihres Glaubens und erzählen die frohe Botschaft. Viele junge Israelis kommen durch sie in der Armee zum Glauben an Jeschua. Die Zahl der messianischen Juden in Israel hat sich dadurch in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Diese Programme sind nicht günstig. Ihr könnt Joel Goldbergs Jugendprojekte über Maoz finanziell und im Gebet unterstützen, damit die jungen Gläubigen am Ende ihrer Armeezeit stärker denn je im Glauben in die reale Welt entlassen werden können – auf das ganz Israel gerettet werde!

Gottes Segen wünscht euch

Gil Paz und das ganze Maoz Deutschland Team

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