Januar 2019

/Januar 2019
Januar 2019 2019-01-08T06:43:07+02:00

ETWAS GUTES KOMMT AUS NAZARETH

Die Sakhnini Brüder zu Hause in ihrem Musikraum.

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Das Jahr 2007 veränderte alles für sie.

Die Sakhninis waren eine typische arabische christliche Familie, die in Nazareth wohnt. Ihre Vorfahren lebten seit Generationen in Nazareth.

Sie feierten Weihnachten und Ostern wie alle anderen christlichen Araber in ihrer Stadt. Der Vater, Bishara, war ein Herrenfrisör und die Mutter, Sarah, eine Kosmetikerin. Sie zogen ihre drei gesunden, vitalen Jungen in einem Apartment oben auf einem Hügel groß – nicht weit vom Ort, wo Josef und Maria einst Jeschua großzogen.

Sie hatten ein gutes Leben. Und dann kam das Jahr 2007, als Bishara von einem engen Freund verraten wurde. In der arabischen Kultur sind Freundschaften sehr eng, also hatte das eine tiefe Wunde hinterlassen.

Bishara war davon immer noch tief erschüttert, als er die Nachricht erhielt, dass die Frau seines Bruders nur noch eine Lebenserwartung von einem Monat hatte – sie lag mit Krebs im Sterben. Es war eine finstere Zeit für Bishara. Mitten in dieser Zeit erfuhr Sarah, Bisharas Frau, dass sie mit ihrem vierten Kind schwanger war.

Bishara und Sarah Sakhnini und ihre vier Söhne auf einem Selfie auf der Ben Yehuda Straße in Jerusalem.

Ein lokaler Pastor aus Haifa befreundete sich mit Bishara und begann, ihm über die Bibel und Jeschuas Lehren über Vergebung zu erzählen. Ein arabischer Christ zu sein bedeutet einfach eine kulturelle Identität, in die man hineingeboren wird. Daher hatte Bishara diese Lehren noch nie gehört. Trotz des Schmerzes vergab er seinem Freund und bekam echte Vergebung für seine eigenen Sünden.

Bishara war ermutigt von der neuen Freiheit, die er durch die Wiedergeburt erlebt hatte. Daher erzählte er dem Pastor auch von der anderen Situation, die schwer auf seinem Herzen lastete und zwar, dass seine Schwägerin im Sterben lag. Der Pastor vereinbarte mit Bishara und seiner ganzen Familie, inklusive der drei jungen Söhne, dass sie drei Tage lang fasten wollten. Als Gebetserhörung konnte seine Schwägerin komplett geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden und ist bis zum heutigen Tag gesund.

Kurz danach bekam Sarah ihre Wehen. Als der kleine Junge entbunden wurde, hatte seine Nabelschnur einen Knoten, der die Zufuhr des Sauerstoffs und der Nährstoffe total blockierte. Da die Krankenschwestern nicht wussten, wie lange dieser Knoten schon da war, gerieten  sie in Panik und brachten das Baby sofort zum Testlabor. Doch das neue Familienmitglied war vollkommen gesund.

Bishara, Sarah und ihre drei Söhne – Adeeb, Eliya und Yazid – vertieften sich daraufhin in die Heilige Schrift mit einem unbändigen Hunger und einer Neugierde über diesen Gott, der so viel Macht und Güte bewiesen hatte. Und gemeinsam als ganze Familie übergaben sie ihr ganzes Leben diesem Gott.

NICHT MEHR ALS CHRISTEN BETRACHTET?

Diese Ereignisse lösten Schockwellen in ihrer Gemeinschaft aus. Ein Christ zu sein bedeutet in Nazareth hauptsächlich, kein Muslim zu sein. Aber Fasten, Vergebung, Wunder – das war eine ganz andere Geschichte. Für ihre christlich-arabischen Nachbarn waren die wiedergeborenen Sakhninis nun Mitglieder einer komplett anderen Religion. In dem Ort, wo Jeschua aufwuchs, wurden nun Seine neuen Nachfolger verachtet. Doch die Sakhninis waren unbeirrt. Was sie erlebt hatten, war real, und sie erzählten jedem darüber, der ihnen zuhören wollte.

Wenn es etwas gibt, was die Sakhninis lieben, ist es die Musik. Jede freie Minute widmeten sie dem Üben auf dem Instrument, mit dem sie gerade in dem Monat arbeiteten und selbstverständlich dem miteinander Musizieren.

Da sie sich wünschten, sich in ihrer Gemeinde mehr einzubringen, bot Bishara an, im Anbetungsteam die Kurzhalslaute zu spielen. Das ist ein Saiteninstrument aus dem Mittleren Osten. Als ihre drei ältesten Söhne heranwuchsen, wurde ihre Vortrefflichkeit im Geist und in der musikalischen Kompetenz offensichtlich, so dass sie auch begannen, die Anbetung zu leiten.

Eines Tages kamen ein paar jüdische Gläubige, die mit diesem Pastor befreundet waren, zu Besuch in ihre arabische Gemeinde. An jenem Tag wurde das Weltverständnis der Sakhninis ein weiteres Mal erschüttert. Unter den arabischen Namenschristen ist es nicht allgemein bekannt, dass Jeschua jüdisch ist, doch die Sakhninis hatten das schon gelernt, als sie die Schriften studierten.

Trotzdem, seit wann glauben Juden an Jeschua?!

ARABISCHE UND JÜDISCHE GLÄUBIGE FINDEN EINANDER

Ich (Shani) wuchs in Israel auf, wo wir manchmal zusammen mit arabischen Gläubigen Gott anbeteten. Und meine Eltern unterstützten eine arabische Gemeinde schon seit ich denken kann. Doch seit etwas mehr als einem Jahrzehnt begannen die Gläubigen in Israel mit gemeinsamen Bemühungen, um eine umfangreichere Einheit zwischen den wiedergeborenen jüdischen und arabischen Gläubigen zu finden.

Langsam aber sicher wurden an den verschiedensten Orten zwischen kleineren Gruppen von Gläubigen im ganzen Land Verbindungen hergestellt. Wenn sie sich in öffentlichen Veranstaltungen und Konferenzen trafen, waren Ungläubige  jedes Mal fasziniert. Wenn sie uns sahen, wie wir zusammen singen und tanzen – und denselben Gott anbeten – waren Außenstehende wie gebannt und hatten jedes Mal jede Menge Fragen.

Die Beziehungen vertieften sich, und solch gemischte Zusammenkünfte fanden überall im Land statt. Die Zeiten der Anbetung auf Hebräisch, Englisch und Arabisch waren wunderschön und ermutigend. Es gibt doch kein größeres Zeugnis von Jeschuas Macht für ungläubige Juden, als wenn Araber sie als das Volk ihres Retters anerkennen und schätzen.

Und doch wollten wir mehr, als nur gemeinsam in einem Gottesdienst Gott anzubeten. Wir gründeten die sogenannte „Israel Worship Initiative“, weil wir glauben, dass es eine der bedeutendsten und mächtigsten Berufungen Israels ist, die Anbetung des Gottes Israels zu schaffen und zu exportieren. Daher ist es nötig, für diese Berufung begabte Musiker und Liedermacher zu entwickeln.

Wir wollten, dass diese Mischung aus arabischen und jüdischen Anbetungsklängen die Leute auf der Straße erreichen. Doch arabische Musiker zu finden, die erstklassige musikalische Fähigkeiten haben, um Studio-Aufnahmen zu machen, war nicht einfach.

ICH HABE SIE GEFUNDEN!

„Ich habe sie gefunden! Sie sind in Nazareth!“ Wir erinnern uns noch an den Tag, als ein israelischer Musikerkollege diese Worte sprach. Er hatte drei arabische Brüder kennengelernt, die in ihrer Gemeinde in Haifa die Anbetung geleitet hatten. Sie waren jung, in ihren späten Teenie-Jahren, Anfang ihrer Zwanziger-Jahre, doch ihr aufstrebendes Talent war offensichtlich und ihr Engagement zu Spitzenleistung in der Musik war unbestreitbar.

Wir baten sie, bei einem unserer Aufnahmeprojekte mitzumachen. Als die Sakhnini Brüder zum ersten Mal in unser Ministry Zentrum in Jerusalem kamen und ins „Fellowship of Artists Studio“ traten, machten sie große Augen. Der Raum in ihrem Apartment, wo sie all ihre Instrumente hatten, war ganze 7,5 m2 groß. In diesen Raum quetschten sie ca. 15-20 Instrumente, angefangen von den verschiedensten ethnischen Instrumenten bis zu Gitarren und Violinen, ein Schlagzeug und sogar ein Piano. Unser Studio-Zentrum in Jerusalem hat 185 m2, die ausschließlich dem Schaffen und Aufnehmen der Musik zur Ehre Gottes gewidmet sind.

Shani and the Sakhnini Brothers recording in the Fellowship of Artists Studio.

Weil Nazareth zwei Stunden Autofahrt entfernt liegt, ließen wir sie im Studio übernachten. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht viel über sie. Doch man lernt viel über die Menschen, wenn man ein paar intensive Tage mit ihnen verbringt und zusammen arbeitet. Sie waren durch und durch Gentlemen. Sie hielten ihren Bereich sauberer, als ich es für möglich hielt bei drei jungen Männern in einem Raum. Sie dankten uns für jede noch so kleine Sache, die wir für sie machten, als ob sie es kaum glauben konnten, dass es wirklich passiert. Als ich Monate später ihre Mutter traf, hatte ich mir fest vorgenommen, mich bei der ersten Gelegenheit mit ihr hinzusetzen und sie um Erziehungs-Tipps für meine Söhne zu bitten.

Während der nächsten ein, zwei Jahre sah ich die Brüder bei den verschiedensten lokalen Konferenzen und Anbetungs-Events auftauchen. Ihr Spielstil ergänzte die eher westlichen Klänge der lokalen jüdischen Gemeinden mit einem einzigartigen ethnischen Flair. Sie wurden auch eingeladen, zusammen mit der israelischen Band Miqedem zu spielen, die überall in den USA und Kanada auf Tournee war. Miqedem erkundete alle möglichen Arten von ethnischen Rhythmen und Klängen, und sie sangen die hebräischen Psalmen zu diesen Klängen.

Am Drehort, Shani und die Sakhnini Brüder beim Filmen des Musikvideos „Sapphire [J1]  Skies“ in der Wüste.

Die Brüder spielten auch mit bei meinem ersten auf Englisch komponierten Lied, das ich je veröffentlichte, „Sapphire Skies“ (Saphirblaue Himmel). Wir hatten ausführliche Gespräche, während wir raus in die Wüste fuhren, um das Musikvideo zum Lied zu filmen. Sie erzählten uns über ihren Herzenswunsch, den Mittleren Osten mit Liedern auf Arabisch zu erreichen. Sie wünschten sich, dass durch ihre Musik sogar islamische Länder wie der Irak, Syrien, Saudi-Arabien und Ägypten mit dem Evangelium erreicht werden. Und selbstverständlich auch unsere eigenen Millionen Moslems, die unter Israels Souveränität leben.

EIN HELLES LICHT WURDE IN GALILÄA ENTZÜNDET

Obwohl heute ganz Nazareth arabisch ist, besuchen Juden öfters hier die Unternehmen und Restaurants. Als Hamas-Sympathisanten kamen und versuchten, die Gemüter gegen Israel aufzuhetzen, warf der Bürgermeister von Nazareth sie raus. Allerdings, bevor im Jahr 2000 die zweite Intifada begann, bestand Nazareth zu 80% aus christlichen Arabern. Heute sind in Nazareth 70% Moslems und nur noch 30% Christen. Und auch wenn die christlichen Araber Israels meist nur Namenschristen sind, leiden sie unter der anmaßenden Haltung der islamischen Kultur.

Weil der Islam die arabischen Nationen dominiert, gibt es ganz wenig Musik auf Arabisch, die von der Herrlichkeit des Gottes Israels singt. Letztes Jahr halfen wir ihnen, „Stille Nacht“ auf Arabisch aufzunehmen, denn sogar christliche Musik auf Arabisch ist schwer zu finden. Wir erkannten, dass diese Brüder, auch wenn sie gern ihrer lokalen arabischen Gemeinde und den verschiedensten jüdischen Gruppen gedient hatten, in ihren Herzen einen ganz eigenen Sound und eine eigene Last trugen. Nun war es Zeit, dass ihre eigene Stimme gehört wurde.

Die Sakhnini Brüder haben ein Dutzend Lieder zusammengestellt – manche als eigenes Original, manche als alte arabische Hymnen, und es wird ca. 20.000$ kosten, um dieses Projekt für sie durchzuführen. Musik ist ein Werkzeug, das erwiesenermaßen bis zu den Orten durchdringen kann, die am schwersten zu erreichen sind. Und die Orte, die sie erreichen möchten, sind oft gefährlich für diejenigen, die das Evangelium bringen.

Doch von hier, aus dem demokratischen Israel, kann diese israelisch-arabische Familie Millionen Menschen in den umliegenden islamischen Ländern erreichen.

Wäret ihr bereit, zusammen mit uns Nazareth nochmal zu einem Licht zu machen, das den Mittleren Osten mit der Botschaft der Vergebung und der Freiheit erreicht?

Adeeb, Eliya and Yazid on a picturesque lane in Nazareth.

 

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VATER DER MODERNEN HEBRÄISCHEN SPRACHETeil 4: DIE ORTHODOXEN JUDEN JERUSALEMS GEGEN ELIEZER BEN YEHUDA

Bild mit sieben ultra-orthodoxen aschkenasischen Männern (europäischer Herkunft) in Jerusalem aus dem Jahr 1876. Da Eliezer Ben Yehuda und seine Braut Devora im Jahr 1881 in Jerusalem ansässig wurden, nahmen diese Männer höchstwahrscheinlich Teil bei den Horden religiöser Juden, die Ben Yehuda bekämpften, als er daran arbeitete die uralte hebräische Sprache für eine zukünftige moderne israelische Nation zum Leben zu erwecken.

Durch alle Zeiten hindurch wurde die Hebräische Bibel in seiner originalen, wunderschönen lyrischen Sprache erhalten. Doch als ein Jude des 19. Jahrhunderts versuchte, dieselbe Sprache der Propheten in einem modernen Umfeld zu sprechen, war es ein schwerfälliges und umständliches Unterfangen.

Die Hebräische Bibel benutzt insgesamt 6.259 spezifische Wörter. (Zum Vergleich, die englische Sprache hat aktuell über 170.000 Wörter im täglichen Gebrauch; die Hebräische Sprache ca. 80.000). Aus diesem Grund versuchte niemand, Hebräisch als Alltagssprache zu benutzen. Das heißt, niemand außer Eliezer Ben Yehuda. Nicht nur dass er und seine Familie zu Hause im „Alltags-Hebräisch“ sprachen, sondern er unterrichtete Hebräisch an einer jüdischen Schule in Jerusalem. Er brauchte nicht lange, um zu verstehen, dass es für die Version einer modernen Sprache tausende weiterer Wörter benötigte.

Durch alle Zeiten hindurch wurde die Hebräische Bibel in seiner originalen, wunderschönen lyrischen Sprache erhalten. Doch als ein Jude des 19. Jahrhunderts versuchte, dieselbe Sprache der Propheten in einem modernen Umfeld zu sprechen, war es ein schwerfälliges und umständliches Unterfangen.

Die Hebräische Bibel benutzt insgesamt 6.259 spezifische Wörter. (Zum Vergleich, die englische Sprache hat aktuell über 170.000 Wörter im täglichen Gebrauch; die Hebräische Sprache ca. 80.000). Aus diesem Grund versuchte niemand, Hebräisch als Alltagssprache zu benutzen. Das heißt, niemand außer Eliezer Ben Yehuda. Nicht nur dass er und seine Familie zu Hause im „Alltags-Hebräisch“ sprachen, sondern er unterrichtete Hebräisch an einer jüdischen Schule in Jerusalem. Er brauchte nicht lange, um zu verstehen, dass es für die Version einer modernen Sprache tausende weiterer Wörter benötigte.

Trotz seiner bitteren Armut hatten Ben Yehudas persönliches Beispiel und seine Leidenschaft und Fähigkeit zu unterrichten, einen tiefen Eindruck bei anderen hinterlassen, und viele davon wurden selbst Lehrer.

Auch wenn junge jüdische Pioniere große Schwierigkeiten hatten, als sie anfingen das Lesen, Schreiben und Sprechen auf Hebräisch zu lernen, gab es nirgendwo in der Welt auch nur ein einziges hebräisches Wörterbuch. In den 1880er Jahren benötigte man immer noch neue Wörter für z.B. Postamt, Eiscreme, Gelee, Omelett, Handtuch, Fahrrad, Kamera, Glühbirne, Springseil und Puppe.

Da so wenige Menschen die Pionierarbeit in der Sprachentwicklung leisteten, mussten sie unbedingt alle auf derselben Wellenlänge sein. Die neuen Wörter, die zur modernen Hebräischen Sprache hinzugetan wurden, mussten alle von derselben Quelle kommen. Ben Yehuda wusste, dass niemand sonst aus seiner Generation ein solches Projekt in Angriff nehmen könnte. Doch nicht mal er hätte sich vorstellen können, dass es 50 Jahre bis zum ersten hebräischen Wörterbuch dauern würde.

Also begann er auf kleine Papierstückchen jedes neue Wort aufzuschreiben, das er in irgendeinem uralten Dokument fand oder aus dem Mund seines „ersten hebräischen Kindes“ Ben Zion kam oder auch ganz einfach aus seinem eigenen kreativen Verstand. Er war entschlossen, dass die Wurzel jedes einzelnen Wortes auf einer biblischen Quelle basiere, und er wollte keine Fremdwörter in seinem Wörterbuch haben. Schon bald hatte er Schachteln voller Papierfetzen – jedes mit einem Wort, das für Eliezer genauso unbezahlbar war wie Gold. Aber auf dem Tisch war kein Essen.

Eliezer Ben Yehuda bei der Arbeit an seiner wöchentlichen Zeitung The Deer.

AUF DER SUCHE NACH FINANZIELLER HILFE IN RUSSLAND

Ermutigt von seiner Frau fuhr er nach Russland ins Haus von Devoras Eltern, die wohlhabende Unternehmer waren. Da seine Haupteinnahmequelle die Abonnements für seine wöchentliche Zeitung The Deer war, hoffte er bei den Treffen, die sein Schwiegervater arrangierte, neue Abonnenten zu gewinnen. Solomon Jonas war bereit, seinem eher ungewöhnlichen Schwiegersohn zu helfen, obwohl er erstaunt war, Eliezer nun in türkischer Bekleidung als Orthodoxer Jude zu sehen, der nur noch koschere Speisen aß!

Es gab keine Zweifel, Ben Yehuda war ein inspirierender Redner. Er begann mit seinem Mantra: „Der Tag ist kurz, und das Ziel ist groß!“ Das war ein Motto, das er sich in seinem Büro ganz bewusst vor Augen geheftet hatte.

Seine Botschaft an die russischen Juden war sowohl eindringlich als auch elektrisierend: „Wir, die Juden, haben viel zu lange unseren ganzen Glauben in eine übernatürliche nationale Wiederherstellung beim `Kommen des Messias´ gesetzt. Die Menschen, die weiterhin dieser Erwartung nachfolgen, werden für immer verloren sein. Gott wird niemandem helfen, der sich nicht selbst hilft. Er hat Adam geschaffen, um in Seinem Garten hart zu arbeiten. Wir müssen von Adam lernen. Die Zeit ist gekommen, uns selbst zu helfen. Wir müssen handeln und zwar jetzt handeln.“

Danach fuhr er nach Paris und war erstaunt zu sehen, wie enthusiastisch er empfangen wurde. Es hatte eine Veränderung stattgefunden. Sie bezeichneten ihn nicht mehr als Träumer, sondern akzeptierten ihn als die Stimme einer nationalistischen Bewegung.

CHAOS MIT SEINER ZEITUNG

Er machte sich auf den Heimweg, ohne zu wissen, dass sein Freund Michael Pines, der Eliezer als Verleger vertreten hatte, einen extrem kontroversen pro-religiösen Artikel darüber geschrieben hatte, man solle das Land ein ganzes Jahr lang von seinen Feldfrüchten ruhen lassen und zwar alle sieben Jahre, wie in biblischen Zeiten. Dieser Artikel hatte die Siedler in Aufruhr gebracht.

Eliezer wusste, dass die Farmer in ihren Siedlungen gerade versuchten, die ersten Feldfrüchte aus dem unfruchtbaren Boden zu ernten, der 2.000 Jahre lang brach gelegen hatte. Er wusste also, dass es für die neuen Farmer ein Desaster wäre, wenn sie das Land ein weiteres Jahr brach liegen lassen würden.

Er schrieb sofort einen Artikel, mit dem er Pines Artikel negierte. Er sagte den Farmern, sie sollten ruhig bleiben und für den Anfang erstmal weiterhin das Land bearbeiten. Zu dieser Zeit waren Eliezer und seine Frau praktizierende ultra-orthodoxe Juden. Aber er fühlte, dass es Gott wichtiger war, dass sein Volk am Leben bleibt, als die „Shmitah“, die Ruhe des siebten Jahres einzuhalten. Und das war das Ende seiner Freundschaft mit Pines, der einer seiner wenigen guten Freunde war.

FLUCH DER SCHWARZEN KERZE DURCH DIE RELIGIÖSEN

Für die aschkenasischen (europäischen) orthodoxen Juden brachte Eliezers Artikel das Fass zum Überlaufen. Sie nannten ihn den Ketzer aller Ketzer, einen großen Schwindler, und sie belegten das Gebäude mit einem Bann, in welchem seine Zeitung The Deer gedruckt wurde. Wiederum führten sie eine Zeremonie mit angezündeter schwarzer Kerze in ihren Synagogen durch, wo auch ein Erlass zur Exkommunikation vorgelesen wurde. Die Rabbiner sprachen von der Irrlehre zu glauben, dass das Land ohne die Hilfe Gottes erlöst werden könnte.

Ein Schnappschuss seiner Zeitung mit der Titelzeile The Deer.

Ben Yehudas Antwort kam sofort. Er sagte Devora: „Die Orthodoxen haben sich von mir losgesagt – und ich werde mich von ihnen lossagen. Sie werden uns nie akzeptieren. Wir werden immer Außenseiter sein.“ Sieben Jahre lang hatten er und seine Frau jedes Detail des rabbinischen Gesetzes befolgt, in dem Glauben, dass ihre Regeleinhaltung helfen würde, die Juden des Heiligen Landes zu vereinen. Doch in diesem Moment zog er sein Gewand aus, nahm die rote Kopfbedeckung ab und warf sie auf den Boden, stampfte auf ihnen rum und rasierte seine Bart ab. (Er trimmte ihn zu einem Spitzbart.)

Weil die sephardischen Juden aus Jerusalem (diejenigen, die aus arabischen Ländern kamen) bei weitem nicht so fanatisch waren, konnte er immer noch Papier von ihnen kaufen, dieselben Druckerläden benutzen und mit seiner Zeitung weitermachen.

DIE ORTHODOXEN SOLLTEN ARBEITEN

Und mit dieser Zeitung wetterte er gegen die aschkenasischen Juden. Er warf ihnen vor, dass sie den Fortschritt Israels verhinderten. Er traf sie da, wo es wehtat. Er forderte, dass die großen Summen von Spenden, die die Rabbiner erhielten, dokumentiert werden. Er wollte, dass die Bücher offen gelegt werden, um zu sehen, wie viel die Rabbiner für sich selbst nehmen, und wie viel ihre engen Freunde erhalten.

Er empfahl, dass die Rabbiner Land kaufen und es ihren Yeshiva Studenten geben, damit diese sich dort niederlassen, Häuser bauen und kleine Farmen für die eigenen Familien gründen – und arbeiten – anstatt von Unterstützung zu leben.

Die Reaktion der Orthodoxen war ein weiterer Bann. Das Haus von Ben Yehuda war jetzt eine verbotene Zone. Kein religiöser Jude durfte sein Büro oder Haus betreten, ohne die Folgen einer harten Bestrafung zu riskieren.

Diejenigen in der Stadt Jaffa und den Siedlungen waren komplett auf Ben Yehudas Seite. Sie wussten, wenn sie in dem Jahr nichts anbauen, würden sie verhungern. Aber von Seiten seiner persönlichen Freunde aus Jerusalem, verteidigte ihn öffentlich nur Nissim Behar, der Direktor der Alliance Schule.

DEVORA UNTERRICHTET HEBRÄISCH BIS ZUM VERBOT

Devora hatte jetzt gar keine Freundinnen mehr, da all ihre Bekannten sich fürchteten, den Ältesten aus Jerusalem die Stirn zu bieten. Dann wurde Devora eine einmalige Gelegenheit vorgeschlagen. Die Schwester von Nissim Behar eröffnete eine Alliance Schule für Mädchen unter der Schirmherrschaft von Baron Edmond Rothschild. Devora wurde gebeten Hebräisch zu unterrichten, was Eliezer die Möglichkeit gab, seine ganze Zeit der Zeitung und dem Wörterbuch zu widmen.

Doch sogar diese Gnadenfrist war von kurzer Dauer, da die Orthodoxen mit einem Bann auf die Alliance Schule drohten, wenn Devora dort weiterhin unterrichten sollte, also wurde sie gezwungen zu gehen.

Die Wut der Orthodoxen ging sogar noch weiter. Eliezer wurde von einem jungen freundlichen sephardischen Rabbi gewarnt, dass es einen Komplott gäbe, ihn umzubringen. Doch Eliezer weigerte sich, seine tägliche Routine zu ändern. Als er und sein Sohn Ben Zion am nächsten Tag auf einem Esel reitend durch die Tore in die Altstadt kamen, rannte eine Horde Jugendlicher mit Stöcken und Steinen auf sie zu.

Wenn nicht ein paar Ladenbesitzer und später die Polizei eingegriffen hätten, wären die beiden zu Tode geschlagen worden. Als sie davon hörten, kam eine „Kavallerie“ von jungen Siedlern auf ihren Pferden aus der Küstenebene, um die Ben Yehudas zu beschützen – was die mörderischen Anschläge vorübergehend beendete.

EIN ERSTAUNLICHER FINANZIELLER DURCHBRUCH

Nissim Behar schrieb schließlich einen Brief an Baron Rothschild, in welchem er die permanente und endlose Verfolgung von Ben Yehuda und seiner Familie beschrieb. Und, oh Wunder! Wer sollte ihm zu Hilfe kommen, als Rothschild selbst! Obwohl Rothschild nicht glaubte, dass das Hebräische je wieder eine weit verbreitete Sprache werden würde, bewunderte er Ben Yehudas Werk.

In einem Brief schrieb er: „Fürchte dich nicht, Ben Yehuda; ich persönlich werde dich in deinem Kampf unterstützen, sowohl geistlich, als auch mit Geld. Ab jetzt wirst du für dein literarisches Werk ein regelmäßiges Gehalt von meinem Agenten bekommen.“

Für eine kleine Weile war das Leben etwas gütiger. Die Zeitung florierte, wuchs an Größe und Bedeutung. Es war die erste hebräische Zeitung, die als Nachrichtenjournal im Stil der besten europäischen Zeitungen veröffentlicht wurde. Devora hatte sogar eine Magd, die ihr mit den Kindern half, inklusive einem Neugeborenen. Ihr Ältester war neun, und jetzt half er dabei, seinen Geschwistern das wunderschöne Hebräisch zu unterrichten. Die Alliance Schule hatte Hebräisch-Lehrer, die Geographie, Geschichte und Mathematik – alles in Hebräisch – unterrichteten.

Und dann begann sie zu husten.

VORBEREITUNG AUF DAS SCHLIMMSTE

Eliezer kniete sich mit Volldampf in die Arbeit mit seiner Zeitung, seinem Wörterbuch und seinem Familienleben, als Devoras Tuberkulose sich verschlimmerte. Eliezer wusste, dass ihr Zustand diesmal tödlich enden würde. Er hatte fünf Kinder und musste sie für den Tod ihrer Mutter vorbereiten.

In seiner Verzweiflung bat er seine Mutter Feyga, aus Russland zu kommen, um seiner Familie zu helfen. Er veranlasste, dass sie als Kartoffelsack ins Land geschmuggelt wurde. Allerdings erlaubte er ihr nicht, auch nur ein einziges Wort mit seinen fünf Kindern zu sprechen, da sie kein Hebräisch konnte!

Devora flehte ihn an, auch ihre eigene Mutter zu holen. Und Eliezer schaffte es, Mutter Jonas ebenfalls ins Land zu schmuggeln. Doch als sie ankam, war Devora schon im Krankenhaus und für die eigene Mutter kaum noch zu erkennen.

Frau Jonas wollte ihre Tochter rausholen aus dem Krankenhaus. Sie suchte sofort in Jerusalem nach einem hübschen, gemütlichen Haus mit schönem Garten. Sie mietete es und zog mit der ganzen Familie dort ein. Devora verbrachte dort den Sommer, wo sie sich zusammen mit ihren Kindern, der Mutter und der Schwiegermutter im Garten sonnen konnte. Abends saß sie mit ihrem Mann in seinem Arbeitszimmer und las, bis sie ins Bett ging. Obwohl es ihr besser zu gehen schien, wusste sie, dass ihre Zeit nur kurz war. Das ist aus ihrem Brief vom 10. September 1891 an ihre Schwester Paula ersichtlich, die sie zehn Jahre lang nicht mehr gesehen hatte.

IHR LETZTER BRIEF

In diesem Brief flehte sie Paula an, ihren Platz einzunehmen und Eliezer zu heiraten! Sie schrieb, dass sie Gott dankbar wäre für jede Minute, die sie mit ihrem Mann hatte teilen können. Doch jetzt ging ihre Zeit rapide zu Ende. Es würde nicht leicht sein, schrieb Devora an Paula, weil „Eliezer ein Mann mit einer Mission ist, und es fünf Kinder gibt“, die sie übernehmen müsste. Doch das wäre es allemal wert, und „du wirst deinen eigenen Platz in der Geschichte bekommen.“

Fünfzehn Tage später stieß Devora einen gellenden Schrei aus, als sie Blut hustete. Eliezer rannte los und suchte weitere Decken, um ihren zitternden Körper zuzudecken. Als er rausging, waren ihre letzten Worte an ihre Mutter: „Versprich mir, Mutter! Versprich mir jetzt, Mutter. Paula als Ehefrau… Versprich mir – sonst verlasse ich diese Welt als die unglücklichste aller Frauen.“

Mutter Jonas antwortete: „Ja, meine liebe Devora. Wenn sie das möchte, werde ich es erlauben. Wenn das dein Wunsch ist, ich verspreche es dir.“

Und dann war sie gestorben.

Eliezer sprach zu seinen zwei ältesten Kindern: „Es ist in Ordnung, dass wir weinen. Aber seid nicht bekümmert. Sie hat ihre Arbeit getan, sie hat ihre Pflicht erfüllt. Wir müssen ebenfalls unsere Pflicht erfüllen… sie war die erste Hebräische Mutter seit zweitausend Jahren. Sie war die Stammmutter aller hebräischen Kinder, die noch geboren werden sollen.“

Der Grabstein von Devora Ben Yehuda oben auf dem Ölberg. Einlage: Eines der sehr wenigen Bilder von Ben Yehudas erster Ehefrau.

HIER KANNST DU SIE NICHT BEERDIGEN!

Die aschkenasischen Bestatter legten den Leichnam seiner Frau auf eine Bahre und begannen mit ihr in Richtung des Ölbergs zu gehen. Dahinter gingen außer Eliezer nur zwei Personen – sein ältester Sohn Ben Zion und sein Freund Nissim Behar.

Während sie Richtung Friedhof gingen, schloss sich ihnen ein Fremder an. Er war ein hochgewachsener, dünner Mann mit einem schwarzen Gewand und einem schwarzen, breitkrempigen Hut. Dieser Fremde sang aus dem Buch der Klagelieder. Für Eliezer und seinen Sohn klang diese Stimme so sanft und tief, dass sie wie aus einer anderen Welt zu kommen schien.

Auf halbem Weg zum Ölberg wartete eine Gruppe Orthodoxer auf sie. Sie stoppten die Träger und ballten die Fäuste gegen Ben Yehuda. Sie schrien, dass Ben Yehuda unter dem rabbinischen Bann stehe, und dass seine Frau nicht auf dem Ölberg beerdigt werden kann.

KEIN RABBI EINGELADEN

Wütend stürmte Ben Yehuda alleine zurück in die Altstadt und kam bald mit sephardischen Bestattern zurück. Es brach ein Faustkampf aus, während der neunjährige Junge neben dem Leichnam seiner Mutter stand und sich fragte, wo seine Mutter beerdigt werden kann. Während dieser ganzen Zeit sang der Fremde Klagelieder.

Schließlich gab die aschkenasische Meute nach und erlaubte, dass der Leichnam hinauf auf den Ölberg gebracht und beerdigt wird. Doch Ben Yehuda hatte keinen Rabbi und auch kein Gebetsbuch zum Friedhof mitgebracht. Während die beiden Männer und der Junge still dastanden, sang der Mann in Schwarz aus Sprüche 31: Eine tugendhafte Frau – wer findet sie?

Als sie zurück nach Jerusalem gingen, wollte Eliezer den Fremden auf eine Tasse Tee zu sich nach Hause einladen. Doch der Fremde war verschwunden. Seine Identität bleibt bis zum heutigen Tag ein Geheimnis für die Familie von Ben Yehuda.

DIE ANERKENNUNG BEN YEHUDAS

Die Abonnenten von The Deer warteten ungeduldig zu lesen, was Ben Yehuda über seine geliebte Devora schreiben würde. Doch nach den sieben Trauertagen (Shiva) erwähnte die nächste Ausgabe seiner Zeitung weder ihren Tod noch die Kontroverse mit den Orthodoxen wegen ihrer Beerdigung. Stattdessen setzte er den Vers aus Jeremia 2,2 in eine schwarze Umrandung:

Ich denke noch an die Zuneigung deiner Jugendzeit, an deine bräutliche Liebe, als du mir nachgezogen bist in der Wüste, in einem Land ohne Aussaat.

Nach der Trauerzeit packte Mutter Jonas ihre Sachen, um nach Moskau zurückzukehren. Sie brachte es nicht über sich, Eliezer von Devoras letztem Wunsch zu erzählen, dass er ihre Schwester heiraten solle. So reiste sie ab.

Eliezers Mutter Feyga blieb noch. Aber ihr war es nicht erlaubt, mit ihren Enkelkindern zu sprechen, weil sie nicht Hebräisch sprechen konnte.

Während der nächsten zwei Monate wurde Jerusalem von einer grausamen Grippe-Epidemie heimgesucht, und drei seiner fünf Kinder starben. Sie wurden neben ihrer Mutter auf dem Ölberg beerdigt. Eliezer begann erneut zu husten und Blut zu spucken. Die Orthodoxe Gemeinschaft war erfreut und befriedigt über Neuigkeiten von Eliezers schlechtem Gesundheitszustand. Gott hatte sie gegenüber ihrem Feind rehabilitiert. Sie sagten: „Bald werden wir diesen Mann und seine ketzerischen Ideen für immer los sein!“ Dabei hatte ihr Kampf gegen ihn erst begonnen.

 

Hauptquellen:
„Fulfillment of Prophecy, Eliezer Ben Yehuda”, von Eliezer Ben Yehuda (Enkelsohn) 2008; „Tongue of the Prophets, The Life Story of Eliezer Ben Yehuda” von Robert St. John 1952; https://goo.gl/MVmMUK; https://goo.gl/8r29uN

Korrektur: in Teil 3, Moshe Sertok (Sharett) war Israels zweiter Premierminister, nicht Präsident.

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Januar 2019

Liebe Freunde von Maoz!

Als Ari und Shira Sorko-Ram uns 2008 fragten, ob wir bereit wären, Maoz im deutschsprachigen Raum zu repräsentieren, haben wir sehr gerne Ja gesagt.

Wir hatten vorher schon einige Zeit in Jerusalem gelebt und dort für eine internationale, christliche, humanitäre Organisation gearbeitet. Nach unserer Rückkehr beteten wir um eine neue Aufgabe von Gott – aber Israel sollte es unbedingt sein! Unsere Überzeugung dabei war: Humanitäre Hilfe für dieses irdische
Leben ist biblisch und wunderbar! Aber noch wichtiger war uns darüber hinaus das Ewige Leben der Israelis – ihre Errettung. Und das Wachsen der messianischen Gemeinde in Israel.

Damals – in den 70ern – als Ari und Shira Maoz gründeten, gab es nur etwa zwei Hände voll messianische Gläubige in ganz Israel!

Einen enormen Anteil am dynamischen, gesunden Wachstum der israelischen Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten hatten Ari und Shira Sorko-Ram durch ihren Maoz-Dienst. Dafür bewundern wir sie von ganzem Herzen!

Und deshalb folgten wir ihrem Ruf und waren bisher seit gut 10 Jahren ehrenamtlich und freudig für Maoz im deutschsprachigen Raum aktiv.

Wir fühlen uns sehr reich gesegnet durch dieses Jahrzehnt! Es gab so viele wunderbare Begegnungen mit unseren Maoz-Unterstützern. Und wir durften begeistert und aus 1. Hand miterleben, wie Gott seine Prophetien vor aller Augen erfüllt: Die messianische Gemeinde in Israel wächst, blüht und gedeiht … und bereitet die Wiederkunft Jesu vor! Ein sehr wichtiges  prophetisches Zeichen für uns sog. Heiden-Christen!

Und obwohl wir beide das Wort Gottes schon sehr lange kennen, studieren und lieben, stellen wir fest: Die Bibel durch die Augen von unseren jüdischen Geschwistern zu erforschen, öffnet unsere geistlichen Augen ganz neu und bereichert uns enorm! So sind wir mit großen geistlichen Schätzen aus dem Wort Gottes beschenkt worden.

Diese Schätze kamen natürlich auch in Gestalt von echten messianischen Gläubigen in Israel – viele von ihnen geistliche Pioniere –, die uns sehr ans Herz gewachsen sind: Ari und Shira Sorko-Ram, Gil und Veronica Paz, Ron und Elana Cantor, die „Tiferet Jeschua“-Gemeinde in Tel Aviv, Asher und Betty Intrater und ihr messianisches Zentrum „Revive Israel“, Moti, Kati, Aviva, Eli …

So verabschieden wir uns heute. Und übergeben Maoz-Deutschland an unsere jungen Nachfolger: Jessica und Oliver Strecker.

Wir danken Euch allen von Herzen – für Eure Treue, für viele interessante Gespräche, Euer Interesse, für Eure Gebete und Eure Gaben für den so wichtigen Dienst von Maoz in Israel.

Gottes reichen Segen wünschen wir Euch,

Jürgen & Ulrike Herrmann

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