Joice studiert in seinem Schullabor
Maoz Israel Bericht Dezember 2021

IStandwithIsrael Geschichten

Aus Libanon in Israels Negev Wüste

Joice war noch nicht einmal ein Jahr alt, als seine Eltern aus dem Libanon flohen und sich in Israel niederließen. Seine Familie war nur eine von mehreren hundert Familien, denen Israel erlaubte, auf die Golanhöhen zu ziehen, als sich die IDF im Jahr 2000 plötzlich aus dem Libanon zurückzogen. Als Teil der südlibanesischen Armee waren sie Israels militärische Verbündete gewesen. Der Kulturwandel fiel ihnen zwar nicht leicht, aber die Alternative war, von der Hisbollah gefangen genommen und gefoltert zu werden.


Shani Ferguson
Durch Shani Ferguson
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Joice

Joice war noch nicht einmal ein Jahr alt, als seine Eltern aus dem Libanon flohen und sich in Israel niederließen. Seine Familie war nur eine von mehreren hundert Familien, denen Israel erlaubte, auf die Golanhöhen zu ziehen, als sich die IDF im Jahr 2000 plötzlich aus dem Libanon zurückzogen. Als Teil der südlibanesischen Armee waren sie Israels militärische Verbündete gewesen. Der Kulturwandel fiel ihnen zwar nicht leicht, aber die Alternative war, von der Hisbollah gefangen genommen und gefoltert zu werden.

Vor anderthalb Jahren, als Israel einen besonders verregneten Winter erlebte, hatte ein heftiger Sturm viele Bäume auf den Golanhöhen umgestürzt. Joice, der gerne Holz für den Kamin sammelte, machte sich mit seinem Vater auf den Weg, um die umgestürzten Bäume zu zerkleinern. Da ihr Auto recht klein war, nahmen sie eine Ladung mit nach Hause und fuhren dann zurück, um den Rest zu holen. Bis sie jedoch zurückgekehrt waren, um das restliche Holz zu holen, war es schon weg.

Joice‘ Vater sagte, er kenne einen Mann namens David, der auch gerne Holz für seinen Kamin sammelt, also fuhren sie zu seinem Haus und fanden das fehlende Holz noch im Fahrzeug des Mannes. Als sie ihn zur Rede stellten, entschuldigte sich David nicht nur für das Missverständnis, sondern brachte das gesamte fehlende Holz zu Joice nach Hause und legte sogar noch etwas von seinem eigenen dazu. Dann setzten sie sich zum Kaffee zusammen und David erzählte seine Geschichte. Er war ein messianischer Jude und es gab noch andere wie ihn in der Gegend. Joice war als traditioneller maronitischer Katholik aufgewachsen und war verblüfft und fasziniert, dass ein Jude an Jeschua glauben konnte.

„Ich wusste nicht, dass es solche Leute gibt“, erklärte Joice, als er versuchte, die Begegnung mit den messianisch-jüdischen Mitgliedern in Davids Gemeinde zu beschreiben. Innerhalb weniger Monate, nachdem er sie besucht und ihren Glauben kennengelernt hatte, übergab er sein Leben dem König der Juden. „Als ich aufwuchs, wurde ich als Araber, der unter Juden lebte, nie diskriminiert. Ich hatte mich in meiner Schule und in meiner Ortschaft immer wohl gefühlt. Aber ich habe noch nie ein so starkes Gefühl der Zugehörigkeit verspürt wie in meiner jetzigen Gemeinde. Wir sind unter der Woche gerne zusammen und legen überall, wo wir hinkommen, Wert darauf, Zeugnis zu geben.“

Schon in der High School kam Joice mit den Naturwissenschaften in Berührung und verliebte sich in sie. Er träumte davon, einen Doktortitel in Physik und Biotechnologie zu erwerben. Doch das nächste College war weit entfernt. Er ließ sich nicht entmutigen, bewarb sich und wurde in das Biotech-Programm für medizinische Studien aufgenommen. „Jeden Tag fuhr ich per Anhalter zur Schule, aber ich kam oft zu spät und verschwitzt vom Laufen an. Dann musste ich Hausaufgaben und meinen Job unter einen Hut bringen. Es war viel zu tun – ich hatte meinen Masterabschluss bereits in der Tasche, aber ich hatte noch Jahre des Studiums vor mir, um einen Doktortitel zu erlangen, und ich wusste nicht, wie lange ich das Tempo noch durchhalten konnte.

“Ich fragte meinen Pastor, ob er eine Organisation kenne, die Gläubigen hilft, und er erzählte mir vonIStandwithIsrael. Die Zuwendung von ISWI hat mir geholfen, mich auf mein Studium zu konzentrieren, ohne von der Frage abgelenkt zu werden, woher meine nächste Mahlzeit oder die Fahrt zu Schule kommen würde. Ich weiß nicht, ob ein „Dankeschön“ eine ausreichende Form ist, um es auszudrücken. Israel ist führend auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung, wo meine Interessen liegen. Wer weiß, was ich noch alles entdecken kann, wenn das Gottes Wille ist? Ich stelle Seine Träume an erste Stelle und hoffe, dass Er mich Dinge entdecken läßt, die das Leben der Menschen verbessern werden.“

Als Teil des Programms werden die Schüler ermutigt, in Gruppen zu musizieren, um für ihre künftige Teilnahme in Lobpreisteams zu üben.

Musizieren für Kinder

Oberflächlich betrachtet klingt das Programm „Musizieren für Kinder“ ein wenig simpel. Maoz vergibt Musikstipendien an engagierte Kinder in der Hoffnung, mehr gläubigen Kindern die Möglichkeit zu geben, ein Instrument hervorragend zu spielen, um Gott anzubeten. Aber es ist tatsächlich so: Wenn Gläubige befähigt werden, die Träume zu verwirklichen, die Gott ihnen gegeben hat, dann ist es ganz natürlich, dass sie Früchte für das Reich Gottes tragen. Jedes Jahr vergibt Maoz Stipendien an etwa 60 Kinder aus dem ganzen Land, damit sie eine musikalische Ausbildung bei den qualifiziertesten Lehrern in ihrer Gegend erhalten.

Musikalisch sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Im Rahmen des Programms „Musizieren für Kinder“, das nun schon seit 10 Jahren läuft, sind viele der Kinder (die jetzt Teenager sind!) in Lobpreisteams und Orchester aufgenommen worden und haben sogar an internationalen Wettbewerben teilgenommen (und gewonnen!). Aber noch mehr freuen wir uns über den geistlichen Einfluss, den diese Kinder und ihre Familien ausüben. Durch dieses Programm wurden Musiklehrer zum Herrn geführt, und sogar Türen in die sehr weltliche Musikwelt haben sich geöffnet für diese Kinder, die dazu ausgebildet wurden, moderne Leviten zu werden.

Eine Armee von Anbetern hervorzubringen, braucht Zeit, Geduld – und eine Menge Seelsorge. Aber wir bereiten sie darauf vor, für den Herrn zu kämpfen. Wenn sie nicht darin geschult werden, ihre Talente für den Herrn einzusetzen, könnten sie ihre Talente an die Welt verschwenden.


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Die Sitzgelegenheiten die I Stand with Israel bereitgestellt hat

IDF-Soldaten

Die Militäroperation in diesem Jahr hieß „Watchman on the Walls“ (dt. Wächter auf den Mauern). Wir bei Maoz hielten uns nicht nur über die Geschehnisse auf dem Laufenden, damit wir wussten, wann wir in unsere Luftschutzbunker gehen mussten; wir hatten auch Mitarbeiter und Kinder von Mitarbeitern bei der IDF, die an der Front gegen die Hamas kämpften.

Unter den Gebetsanliegen, die uns unsere Soldaten während des Einsatzes übermittelt haben, war auch eine Bitte für die Menschen in Gaza. Es ist eine schwierige Situation, wenn man als Gläubiger für die Menschen als Gottes Schöpfung Liebe empfindet, aber gegen einen gefährlichen Feind kämpft, der sich unter eben diesen Menschen versteckt. Selbst in ihrem unerlösten Zustand ringen die Israelis damit, dass sie ihre Heimat verteidigen wollen – und dabei Menschen umkommen müssen. Viele sind mit posttraumatischen Belastungsstörungen nach Hause gekommen und haben jahrelang unter dieser schrecklichen Entscheidung gelitten. Die ehemalige Premierministerin Golda Meir soll einmal geklagt haben: „Eines Tages, wenn wir Frieden haben, mögen wir ihnen verzeihen, dass sie unsere Söhne getötet haben, aber wir können ihnen nicht verzeihen, dass sie uns gezwungen haben, ihre Söhne zu töten.“

Die ganze Operation war in wenigen Wochen vorbei, aber jeder Tag fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Es gab so vieles, was sie uns nicht sagen konnten, bevor die Operation vorbei war. Sobald sie jedoch wieder zu Hause in Sicherheit waren, konnten wir uns ein besseres Bild von ihren Erfahrungen machen (mit Ausnahme sensibler Informationen, die sie natürlich nicht preisgeben durften). Auch wenn IStandwithIsrael sich nicht an militärischen Aktivitäten beteiligt, wissen wir, dass auch die Soldaten der IDF Menschen mit Grundbedürfnissen sind, so wie wir alle. Die meisten Soldaten, die gegen die Hamas-Terroristen kämpften, sind unter 20 Jahre alt. Zu den fesselnden Kriegsgeschichten, die sie erzählten, gehörte auch die Randnotiz, dass sie nirgendwo sitzen oder sich ausruhen konnten, wenn sie von ihren Einsätzen zu ihren Stützpunkten zurückkehrten. Die wenigen, die Glück hatten, konnten eine Handvoll herumliegender Plastikstühle in Anspruch nehmen. Die anderen mussten sich mit Decken auf dem Boden begnügen, die voller Wüstenstaub waren.

Wir wollten nicht, dass die Männer und Frauen, die gerade Raketenwerfer ausgeschaltet hatten, die auf unsere Häuser gerichtet waren, so begrüßt werden, wenn sie vom Schlachtfeld zurückkehrten. Wir riefen den Hersteller an, verhandelten und bestellten so viele Sitzecken, wie es unser Budget hergab.

Manchmal ist die Möglichkeit, sich richtig auszuruhen, ebenso wichtig wie eine gute Ausbildung, um einen Job gut zu erledigen.

Also haben wir nicht nur die Sitzecken finanziert, sondern auch spezielle Ruhetage außerhalb des Stützpunktes gesponsert. Die „Erholung“ zwischen den Einsätzen erschien uns als eine unzureichende Art, unsere Truppen zu unterstützen – aber die Soldaten hätten nicht dankbarer sein können. Sie schickten uns tonnenweise Fotos und Videoclips von ihrer Zeit außerhalb des Stützpunktes (wir können nur einige wenige zeigen), und auf jeder Bank brachten sie eine Plakette an, damit die israelischen Soldaten (von denen viele schon von IStandwithIsrael) gehört haben) wissen, dass sie von Israel-Freunden aus den Nationen umsorgt werden.


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