Der israelische Premierminister Yitzhak Rabin und PLO-Chef Jassir Arafat beim Händeschütteln nach der Unterzeichnung des ersten Oslo-Abkommens mit Präsident Bill Clinton im Jahr 1993.
Maoz Israel Bericht Oktober 2021

Sag niemals Nie!

Wie alles begann - Teil 9

Israel durchlebte die Hölle der ersten Intifada, die für ihre Selbstmordanschläge und Morde berüchtigt war. Der islamische Aufstand rückte 1987 in den Mittelpunkt, und die Israelis hatten das Gefühl, im Schatten des Tals des Todes zu sein. Jahrelang lebten wir als Nation von Tag zu Tag im Überlebensmodus. PLO-Chef Jassir Arafat hetzte seine Selbstmordattentäter und kreativen Killer auf – und man wusste nie, wo sie auftauchen würden. Es war ein bisschen wie mit dem Coronavirus von heute. Die Gefahr war unsichtbar – bis sie zuschlug.


Shira Sorko-Ram
Durch Shira Sorko-Ram
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Israel durchlebte die Hölle der ersten Intifada, die für ihre Selbstmordanschläge und Morde berüchtigt war. Der islamische Aufstand rückte 1987 in den Mittelpunkt, und die Israelis hatten das Gefühl, im Schatten des Tals des Todes zu sein. Jahrelang lebten wir als Nation von Tag zu Tag im Überlebensmodus. PLO-Chef Jassir Arafat hetzte seine Selbstmordattentäter und kreativen Killer auf – und man wusste nie, wo sie auftauchen würden. Es war ein bisschen wie mit dem Coronavirus von heute. Die Gefahr war unsichtbar – bis sie zuschlug.

Nur 15 Jahre zuvor hatte die israelische Regierung das Jibril-Abkommen unterzeichnet und im Gegenzug für drei israelische Soldaten 1.150 palästinensische Terroristen freigelassen. Viele dieser Terroristen formten das Rückgrat der Führungsriege dieser ersten Intifada.

Aus unbegreiflichen Gründen wird in der Geschichte festgehalten, dass die erste Intifada sieben Jahre dauerte. Für jene von uns, die sie miterlebt haben, sah die Realität so aus, dass Terroristen uns etwa 20 Jahre lang mit Bomben, Messern, Autos und Traktoren angriffen. Allein während dieser ersten sieben Jahren wurden 233 israelische Zivilisten und 60 IDF-Soldaten durch Bomben getötet. Und 1.400 israelische Zivilisten und 1.700 Soldaten wurden verwundet.

Das war nur der Anfang. Arafats Ziel war es, das Leben der Israelis unerträglich zu machen. Der Terror konnte überall zuschlagen. Die meisten Menschen hörten auf, Bus zu fahren, denn diese waren besonders gefährdet. Wir haben unsere Kinder überallhin gefahren. Das eigene Zuhause war der sicherste Ort, an dem man sein konnte.

Als Yitzhak Rabin 1992 auf dem Höhepunkt der ersten Intifada zum Premierminister gewählt wurde, begann er einen Plan zur Beendigung der Gewalt und zur Schaffung eines palästinensischen Staates zu verwirklichen. Sein Plan basierte auf einem Friedensabkommen mit Jassir Arafat. Rabins Team verhandelte heimlich mit ihm und Rabin unterzeichnete 1993 das berüchtigte 1. Osloer Friedensabkommen. Die Gewalt war so verheerend, dass sogar Israelis, die überzeugte Zionisten waren, zu denken begannen, dass sich eine Teilung des Landes vielleicht lohnen würde, wenn sie der Gewalt ein Ende bereiten würde.

Aber für die kleine israelische Gemeinde der Gläubigen war dies eine emotional schwierige Zeit. Wir, die wir an die Bibel glauben, wussten, dass Gott dieses kleine Stück Land dem jüdischen Volk als ewigen Bund gegen hatte. Und nun war unser eigener Premierminister entschlossen, „die Berge Israels“ herzugeben, um eine islamische Nation zu schaffen. Er erklärte sogar, dass die Bibel nicht die Eigentumsurkunde Israels sei.

Am Ende war alles umsonst. Das Oslo-Abkommen war nur ein Geben und kein Nehmen. Es löste sich langsam auf, und wir mussten weiterhin unter diesen Angriffen leiden, bis unsere Regierung schließlich eine Mauer baute, um die palästinensische Bevölkerung von Israel zu trennen. Aber das sollte erst viel später geschehen.

Ari und Shira sprechen auf der ersten nationalen Leiterkonferenz (oben)

Unseren Platz finden

Nach unserem zweijährigen Aufenthalt in den USA begannen wir 1991 damit, jede Woche zu einer Gemeinde in Jerusalem zu fahren, um unseren Plan weiter zu verfolgen, in die Gegend von Jerusalem zu ziehen (siehe MIR vom April 2021 Der Krieg, die Einwanderer und das Trainingszentrum). Als uns jedoch klar wurde, dass wir in Ramat HaSharon, einem Vorort von Tel Aviv, bleiben würden, begannen wir nach einem Gottesdienst in Tel Aviv zu suchen. Es gab mehrere großartige Pioniergruppen in unserer Gegend, und wir entschieden uns schließlich für eine geisterfüllte Gemeinde in Jaffa, die von David Lazarus geleitet wurde.

Gottes Gegenwart war sehr präsent und man fühlte sich frei in der Anbetung. Die Gottesdienste wurden in mehrere Sprachen übersetzt, um den vielen neuen Einwanderern entgegenzukommen. David bestärkte uns auch leidenschaftlich in unserer Berufung zu evangelisieren und zu lehren. Arni und Yonit Klein waren vor kurzem nach Israel eingewandert und wurden unsere engen Mitarbeiter. Gemeinsam träumten und planten wir kreative Wege, um die Verlorenen von Tel Aviv zu erreichen.

Führungskräfte aus dem ganzen Land genießen die Gemeinschaft und knüpfen neue Beziehungen

Im Dienste unserer messianischen Pioniere

Trotz unserer allgegenwärtigen Last für die Verlorenen sahen wir, dass es innerhalb der örtlichen messianischen Gemeinschaft Bedürfnisse gab. Wir kannten viele der Leiter und sahen ihre leidenschaftlichen Bemühungen für das Reich Gottes. Wir beteten für Möglichkeiten, der Gemeinde in Israel zu dienen, als uns eine wunderbare Überraschung aus Kalifornien in den Schoß fiel. Ein weitsichtiger Pastor, Tom Barkey, bot 1994 an, auf einer dreitägigen Konferenz in Israel zu lehren. Er bat uns, alle Pastoren und Leiter in Israel zusammen mit ihren Ehepartnern in ein schönes Hotel in Herziliya, nördlich von Tel Aviv, einzuladen, und das auf seine Kosten!

Einige der örtlichen Leiter waren noch nie in ihrem Leben in einem Hotel gewesen! Tom Barkey diente aus tiefstem Herzen rund hundert Leitern und ihren Ehefrauen, darunter auch eine wunderbare Vertretung von Leitern aus der arabischen christlichen Gemeinschaft. (Dies war der Beginn unserer engen Beziehungen zu vielen arabischen Pastoren).

Nach den Rückmeldungen zu urteilen, war die Konferenz ein großer Erfolg. Der Hunger, den wir in den Gesichtern unserer israelischen Brüder und Schwestern sahen, ließ uns erkennen, dass Gottes Pioniere in Israel und insbesondere die messianische Leiterschaft, die oft gegen große Widerstände ankämpfte, wenig Gelegenheit hatten, Ermutigung und geistliche Nahrung zu erhalten.

Diese treuen Führungskräfte nahmen alles in sich auf, ruhten sich aus, empfingen das Wort Gottes und hatten eine wunderbare Gemeinschaft. Sie kamen aus vielen verschiedenen Überzeugungen und theologischen Ansichten, und viele schlossen auf dieser Konferenz neue und dauerhafte Freundschaften.

Gleich zwei Jahre hintereinander war Pastor Jack Hayford, ebenfalls aus Kalifornien, der Hauptredner der von uns veranstalteten Konferenzen. Pastor Jack übernahm die Hälfte der Kosten, und Maoz brachte die andere Hälfte auf. Nach dem herzzerreißenden Verlust unserer eigenen Gemeinde, während wir in den USA waren, weil unser Sohn eine Sonderschule benötigte, waren wir sehr ermutigt, den verbindenden Einfluss zu sehen, den diese Konferenzen hatten.

Ayal Frieden mimte die Geschichte eines „Suchenden“ beim Einsatz in Tel Aviv (links)

Aus Liebe zu Russland

Im Herbst 1994 wurden wir nach Russland eingeladen, wo Jonathan Bernis große messianische Evangelisationskonzerte abhielt, bei denen Zehntausende von Juden und Nicht-Juden zum Herrn kamen. Er veranstaltete Konzerte in vielen russischen Städten, und mindestens 250.000 Menschen folgten der Einladung, öffentlich aufzustehen und zu beten. Aus den Rückmeldekarten ging hervor, dass 50% jüdisch waren oder mindestens einen jüdischen Großelternteil hatten. Jonathan erkannte, dass er Jüngerschafts-Modelle schaffen musste, um diese unglaubliche Erweckung aufrechtzuerhalten.

Seine erste Bibelschule wurde in St. Petersburg mit 108 Studenten eröffnet. (Viele dieser neuen jüdischen Gläubigen machten später Alija nach Israel und wurden zu Führungskräften in der messianischen Bewegung).

Jonathan lud uns ein, in seiner brandneuen Bibelschule zu unterrichten. Wir verbrachten eine Woche dort und vermittelten ihnen alles, was wir konnten. Wir lehrten sie die grundlegenden Wahrheiten der Bibel – von Abraham über Mose bis zu Jeschua, dem Messias! Als meine Mutter (Freda Lindsay) von den Ereignissen erfuhr, rief sie uns an und bestand darauf, dass wir für eine Weile nach Russland ziehen sollten, um mitzuhelfen, die vielen neuen Gläubigen zu Jüngern zu machen, da zu diesem Zeitpunkt eine riesige Ernte stattfand.

Ein Teil der überfüllten Treppe in Dizengoff, wo die Israelis während der gesamten Präsentation gebannt saßen

Die verlorene Stadt Tel Aviv

Aber unsere Leidenschaft für die Verlorenen ließ unsere Herzen immer wieder den Herrn fragen: Wie können wir die verlorenen Schafe von Tel Aviv erreichen? Als wir nach Israel zurückkehrten, begannen wir, mit unseren Partnern Arni und Yonit eine Straßenaufführung mit Musik und Theater zu planen. Wir wollten den größten Einsatz, den wir zustande bringen konnten – auf dem berühmten Dizengoff-Platz wagen.

Es war der erste Abend. Wir bauten unsere „Bühne“ auf dem Bürgersteig auf. Lautsprecher, Mischpulte, Lichter, Instrumente. Die Kulisse wurde zwischen zwei Bäumen aufgehängt. Die Stufen vor uns bildeten ein natürliches Amphitheater, das zu einem Springbrunnen führte. Die Busse und Autos stießen Rauch aus und hupten. Rund um diesen großen Platz im Herzen von Tel Aviv verkauften die kleinen Läden Falafel, Pizza auf arabischem Brot, Smoothies und Shwarma – Lammfleisch am Ständer. Als wir das Bühnenlicht einschalteten, begann sich eine Menschenmenge zu versammeln.

In der Zwischenzeit trafen sich Avi Mizrachi und eine Gruppe von Freiwilligen von 17:00 bis 19:00 Uhr, nur zwei Blocks weiter in seinem messianischen Buchladen Dugit, um für den Einsatz an diesem Abend zu beten – sie alle waren bereit, Zeugnis zu geben und von ihren Erfahrungen zu berichten. Um 19:00 Uhr kamen sie auf den Platz, wo sie bis zum Beginn der Veranstaltung beteten. Die Fürbitter waren aus dem ganzen Land angereist.

Um 20:00 Uhr begann unsere Band zu spielen und innerhalb weniger Minuten waren die Stufen voll. Sogar oben, entlang des Geländers, standen die Leute bis zum letzten Platz, damit sie die „Show“ noch sehen konnten. Es war kein Platz mehr frei. Die Leute versuchten sogar, sich nach vorn zu drängen, aber es gelang ihnen nicht.

Als Arni auf seinem Saxofon den Song „Wer ist wie Du, oh Herr“ zu spielen begann, wurde die Atmosphäre wie elektrisiert. Unsere improvisierte Band spielte ein paar weitere Lieder. Eitan Shishkoff, einer der ersten Pioniere, saß am Schlagzeug und ich am Keyboard. Mit Stirnbändern und Baseballmützen strahlten wir nicht gerade „Religion“ aus. Die Leute wussten nicht, dass wir diese Musik als Anbetung unserem König darbrachten, aber sie liebten sie.

Bei unserer letzten Nummer beendete Arni mit seiner Bob-Dylan-artigen Stimme den letzten Refrain mit (Übersetzung aus dem Hebräischen):

Sie starben in der Wüste,

Sie starben im Exil,

Wir sterben in unserem Land,

Wir sterben in unserer Seele.

Sofort begann das Bühnenstück mit Ayal Frieden, einem messianischen Leader, der auch ein professioneller Tänzer ist. Er mimte die Geschichte eines „Suchenden“, der alles ausprobiert, was die Welt zu bieten hat, bevor er sich schließlich, kurz vor dem endgültigen Aufgeben, Gott zuwendet. Am Ende des Stücks hielt der „Suchende“ der Menge einen großen Spiegel vor, in dem sich jeder wiederfand, vom normalen Käufer über Drogenabhängige und Betrunkene bis hin zu Soldaten, obdachlosen Yuppies und sogar Holocaust-Überlebenden. Dann stand Ari auf und sprach darüber, wie Gott den Hoffnungslosen Freiheit aus der Knechtschaft bringt.

Gläubige aus dem ganzen Land waren gekommen, um das Ereignis mitzuerleben und das Brot des Lebens an die Hungrigen zu verteilen. Sie setzten sich unter die Menschenmenge und begannen nach der Vorstellung mit den Menschen auf den Stufen zu sprechen. Am zweiten Abend luden wir die Interessierten ein, ins Dugit Kaffeehaus ein paar Blocks weiter mitzukommen. Fünfundzwanzig Israelis kamen zusammen und Avi Mizrachi wartete darauf, den Leuten einen Sitzplatz und Lesematerial anzubieten. Am dritten Abend gab es einen regelrechten Ansturm von Menschen, die versuchten, ins Dugit zu gelangen. An diesen drei Abenden kamen mehr als 300 Einwohner Tel Avivs ins Dugit, um mehr über Jeschua zu erfahren.

Alle Stühle und Tische (die erst Stunden zuvor geliefert wurden) waren mit hungrigen Menschen besetzt, die von ihrem eigenen Herzensleid erzählten und der Frohen Botschaft über das erlösende Blut des Messias Jeschua lauschten. Etwa 800 -900 Menschen verfolgten das 30-minütige Musikdrama und den Aufruf zur Umkehr, in dem erklärt wurde, wie unser Messias uns zu Gott zurückbringt.

Mehr als ein Dutzend Pastoren und Leiter aus Tel Aviv, Netanya, Haifa und Jerusalem nahmen an dem Einsatz teil. Dies war ein Wendepunkt für uns. Neben den Einsätzen, die wir selbst planten, taten wir uns mit anderen Mitgliedern des Leibes Jeschuas in Israel zusammen, um gemeinsam Einsätze durchzuführen. Wir alle erkannten, und das wurde uns schmerzlich bewusst, dass es nicht genug Arbeiter gab, um diese Ernte einzubringen.

Im Oktober 1994, sechs Monate nach unserem ersten Einsatz, sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Bus in die Luft, als er genau dort vorbeifuhr, wo wir uns in der Dizengoff-Straße aufgehalten hatten. Einundzwanzig Israelis und ein Ausländer wurden getötet.

Wir wussten, dass wir göttlichen Beistand brauchten, wenn wir in dieser gefährlichen Umgebung auf der Straße tätig sein wollten. Also beschlossen wir, ab Dezember 1994 sechs Monate lang drei Tage im Monat zu fasten. Wir riefen unsere Maoz-Leser und jeden in unserem Land auf, der sich uns anschließen wollte. Viele schrieben uns, dass sie mit uns beten und fasten würden.

Das Dugit Kaffeehaus war stundenlang überfüllt mit Israelis, die Fragen zu der gerade gesehenen Aufführung stellten

Ausstehende Entscheidungen

Im Mai 1995 führten wir zusammen mit sieben Gemeinden zwei Aufführungen in Jerusalem durch, die unter etwas anderen Umständen stattfanden. Dass diese Aufführungen überhaupt stattfanden, war ein großes Wunder im feindseligen Jerusalem. Aber wir wussten, dass viele unserer Leser sowohl für unsere Konferenzen als auch für die Einsätze gefastet und gebetet hatten.

Die Sicherheitslage im Lande verschlechterte sich. Man wusste nie, wo der nächste Anschlag stattfinden würde. In einem Maoz Israel Report von 1994 schrieb ich: „Die Israelis werden immer verzweifelter, gebrochener und offener für eine Umkehr zu Gott. Es ist an der Zeit.“ Durch die gemeinsame Zeit der Leiter auf den Leiterkonferenzen hatte eine große Einheit zu blühen begonnen. Jetzt war es an der Zeit, dass diese Straßeneinsätze Früchte trugen.

Im Sommer veranstalteten wir erneut einen dreitägigen Einsatz mit einem Musikdrama im Herzen von Tel Aviv. Es war sogar noch effektiver als im Jahr zuvor. Aber wir wussten nicht, wie all diese interessierten Menschen – die zum Teil wirklich auf der Suche waren – betreut werden konnten. Es brauchte eine israelische Gemeinde, die komplett in hebräischer Sprache gehalten und darauf ausgerichtet war, verlorene Israelis zum Glauben zu bringen und dann mit ihnen zu arbeiten, um sie fest im Wort Gottes zu verankern und bereit zu machen, sich zu multiplizieren. Aber wir hatten uns versprochen, nie wieder als Pastoren eine Gemeinde zu leiten.

Ari und Shira luden Jack Hayford zu zwei ihrer nationalen Leiterkonferenzen ein

Ihr seid Pioniere – also leistet Pionierarbeit!

Eines Abends saßen Ari und ich in unserem Wohnzimmer. Ich sah ihn an und fragte: „Ari, hast du jemals daran gedacht, eine neue Gemeinde zu gründen?“ Er schaute geradeaus und sagte: „Ich habe darüber nachgedacht.“

Wir sprachen mit Paul Liberman, einem langjährigen Freund und Vorstandsmitglied von Maoz. Er war nicht nur Leiter einer messianischen Gemeinde in den USA und später in Israel, sondern auch ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann und Stratege.

Er sagte zu uns: Ihr habt bei einer Reihe von Aufträgen des Herrn Pionierarbeit geleistet. Ihr habt zum Beispiel eine Vorreiterrolle gespielt, indem ihr vielen messianischen Juden geholfen habt, Alija zu machen, obwohl ihr wusstet, dass die Regierung sehr gegen die Einwanderung von Gläubigen war.

Ihr habt israelische Leiter aus dem ganzen Land zusammengebracht, damit sie von Geistlichen unterrichtet werden, die viel Erfahrung und Weisheit darin haben, von Gott zu hören. Ihr habt auch dazu beigetragen, die Einheit unter unseren Wegbereitern zu fördern, die über das ganze Land verstreut sind, indem ihr ihnen geholfen habt, einander kennenzulernen.“

Er fuhr fort: „Heute gibt es in Israel Gemeinden in den Sprachen Russisch, Englisch, Äthiopisch, Arabisch und sogar Spanisch. Aber es gibt sehr wenig Gemeinden ausschließlich in Hebräischer Sprache.

Ihr wolltet schon immer dazu beitragen, die kulturelle Barriere in Israel zu durchbrechen, dass Juden, die an Jeschua glauben, ein völlig fremdes, westliches Phänomen sind. Und ich weiß, dass es schon immer eure größte Leidenschaft war, Sabra (gebürtige) Israelis zu erreichen. Also sollte es eure Aufgabe sein, eine geisterfüllte, hebräisch sprechende Gemeinde aufzubauen, die die Gaben des Geistes praktiziert und die biblischen jüdischen Feiertage feiert, so dass neue Gläubige und Suchende, die zu euren Gottesdiensten kommen, sich in der Sprache und der Kultur völlig zu Hause fühlen.“

Der Elefant im Raum

Als Paul diese Worte zu uns sagte, wussten wir sofort, dass er uns eine Offenbarung gegeben hatte. Ein Realitätscheck. Wir waren es gewohnt, eine Menge Dinge gleichzeitig zu tun. Unsere Herzen dachten ständig über verschiedene Möglichkeiten nach, wie wir Gottes Reich in Israel bauen können. Aber jetzt leuchtete Paul mit einem Laserstrahl auf unseren tiefsten Wunsch, und zwar uns auf den Elefanten im Raum zu konzentrieren! Wir hatten unseren Marschbefehl und unseren Auftrag für das Reich Gottes.

Wir sprachen mit den Pastoren der Gemeinden im Großraum Tel Aviv und ließen sie wissen, dass wir in Ramat HaSharon eine „ausschließlich Hebräisch sprechende“ Gemeinde gründen wollten, die sich der Evangelisation und der Ausbildung neuer Gläubiger widmen sollte. Sie alle segneten uns und ermutigten uns, damit zu beginnen.

Zusammen mit unserem kleinen Team, Arni und Yonit, und einer weiteren gläubigen Israelin, der Apothekerin Hannah, fand die erste Versammlung der Gemeinde Ramat HaSharon am 24. September 1995 statt, am Vorabend des Trompetenfestes, auch bekannt als Israels Neujahr 5756. Diese Gemeinde sollte später in Tiferet Jeschua (die Herrlichkeit Jeschuas) umbenannt werden.

Am Tag der Geburt unserer Gemeinde trafen sich der israelische Premierminister Rabin und Arafat in Ägypten und unterzeichneten das Oslo-II-Abkommen, mit dem die israelische Absicht für einen zukünftigen palästinensischen Staat zum ersten Mal auf Papier festgehalten wurde. In den nächsten Monaten sollte sich schnell herausstellen, dass diese Unterzeichnung ein Fehler war.

Fortsetzung im nächsten Monat

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